"In der Ukraine fließen Ströme von Blut und Tränen"

Papst Franziskus fordert Ende des Kriegs in der Ukraine

 February 13 , 2022 - POPE FRANCIS delivers Angelus prayer. After the blessing Pope Francis spoke these words: Dear brothers and sisters, the news coming from Ukraine is very worrying. I entrust every effort for peace to the intercession of the Virgi
"Hört bitte auf!", rief Papst Franziskus am Sonntag vor Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom (Archivbild).
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Papst Franziskus hat angesichts des Krieges in der Ukraine ein Ende der Angriffe gefordert. „Ich danke allen, die gerade Flüchtlinge aufnehmen, und ich flehe vor allem darum, dass die bewaffneten Angriffe aufhören und die Verhandlungen und der gesunde Menschenverstand obsiegen“, sagte das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Einige Menschen hielten dort Ukraine-Fahnen hoch.

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Papst will alles für den Frieden in der Ukraine tun

„Es handelt sich nicht nur um eine militärische Operation, sondern um Krieg, der Tod, Zerstörung und Leid säht“, sagte Franziskus. Russland erwähnte er in seiner Ansprache nicht. Er dankte den Journalistinnen und Journalisten für ihren Dienst. Diese riskierten ihr Leben, um Informationen zu garantieren. „Ein Dienst, der es uns erlaubt, nah am Drama der Bevölkerung zu sein und die Grausamkeit eines Krieges zu beurteilen“, sagte der Pontifex.

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Der Papst gab bekannt, dass zwei Kardinäle in die Ukraine gereist seien, um der Bevölkerung dort zu helfen. „Der Heilige Stuhl ist bereit, alles zu tun und sich in den Dienst dieses Friedens zu stellen“, sagte Franziskus. Die Präsenz der Kardinäle Michael Czerny und Konrad Krajewski stehe nicht nur für die Präsenz des Papstes, sondern auch für die derjenigen Christen, die sagen wollten: Der Krieg ist ein Irrsinn. „Hört bitte auf“, rief Franziskus.

Klitschko-Brüder appellieren an den Papst

Seine Forderung nach einem Ende des Ukraine-Kriegs kommt fast genau 24 Stunden nach einem Appell der Klitschko-Brüder Vitali und Wladimir aus Kiew an die Oberhäupter der Weltreligionen. Die Box-Legenden hatten am Samstag mittag eine Videobotschaft auf Instagram gepostet. "Ich appelliere ausdrücklich an die geistlichen Führer der Welt, Stellung zu beziehen und die moralische Funktion zu übernehmen, die ihnen zukommt. Und mit Stolz die Verantwortung ihrer Religionen für den Frieden zu übernehmen", hieß es darin.

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"Es wäre eine gute Nachricht, wenn Papst Franziskus in dieser Situation nach Kiew fahren könnte", sagt auch Vatikanist Lacopo Scaramuzzi auf RTL-Anfrage zum Klitschko-Appell am Samstag. Doch auch er meint, dass Papst Franziskus nur die "stumpfen Waffen" der päpstlichen Diplomatie blieben. "Der Heilige Stuhl steht nicht auf der Seite des Westens", erklärt der Experte. Der Papst habe den Krieg zwar verurteilt, habe Russland aber nicht direkt kritisiert, "um einen Kanal offen zu lassen, einen diplomatischen Ausweg, falls Putin eine Eskalation verhindern will". (lha, mit dpa)

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