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Neuer Missbrauchsfall in NRW: Innenminister Reul erschüttert von brutaler Kriminalität

Neuer Missbrauchsskandal in NRW

Kinderpornografie und Vergewaltigungen von Kleinkindern: Innenminister Herbert Reul findet deutliche Worte

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Die Polizei in Nordrhein-Westfalen befasst sich mit einem großen Fall von Kindesmissbrauch.
jst fdt jhe, dpa, Julian Stratenschulte

Mehr als 70 Tatverdächtige, die untereinander Bilder von sexuell missbrauchten Babys ausgetauscht haben sollen, teilweise sollen sie sogar selbst Kleinkinder vergewaltigt haben – Nordrhein-Westfalen beschäftigt erneut ein riesiger Missbrauchsfall. Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigt sich von den Ausmaßen der Untersuchungen erschüttert.

Herbert Reul zu Missbrauchsfall: "An Brutalität überhaupt nicht zu bewerten"

"Das ist eine Kriminalität, die an Brutalität überhaupt nicht zu bewerten ist“, sagte Reul gegenüber dem WDR. „Die Berge an Daten sind so groß, dass man sie mit normaler händischer Arbeit nicht mehr bewältigen kann".

Die Polizei in Köln ermittelt gegen 70 Tatverdächtige, die zahlreiche Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern besessen und getauscht haben sollen. Ausgangspunkt für die Ermittlungen ist ein Verfahren in Berlin. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Lese-Tipp: Neue Fälle von Kindesmissbrauch in Nordrhein-Westfalen erschüttern

ARCHIV - 08.04.2022, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Pressekonferenz zum Verfassungsschutzbericht im Landtag. (zu dpa: «Reul: Ziel ist «arbeitsfähige, verlässliche Regierung»
Der Innenminister von NRW Herbert Reul (CDU) hat sich am Samstag zum neuen Missbrauchsskandal in Nordrhein-Westfalen geäußert.
malte krudewig pil yen, dpa, Malte Krudewig

Nächster Fall von schwerem Missbrauch in Nordrhein-Westfalen?

Bei den Ermittlungen in der Hauptstadt wurde demnach ein Mann aus Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) entdeckt, der Listen mit mutmaßlichen Pädophilen geführt haben soll. Der 44-Jährige soll auch selbst Kinder schwer sexuell missbraucht haben und sitzt in Untersuchungshaft. Deutschlandweit werde in 14 Bundesländern gegen Verdächtige ermittelt. Neben dem Besitz von Fotos und Videos soll ein Teil dieser Männer auch selbst Kinder vergewaltigt haben.

Weitere Details zu dem Fall wollen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt geben. In Nordrhein-Westfalen hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Kriminalitätskomplexe mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Auf den Missbrauchsfall Lügde folgten die Ermittlungen zu den Komplexen Bergisch Gladbach und Münster . (dpa, jda)