11. Juni 2019 - 18:28 Uhr

Rocky-Mountain-Fleckfieber nach Zeckenbiss

Sie sind klein aber gefährlich: Zecken. Eine Woche lang bangte Kayla Oblisk aus dem US-Bundesstaat Kentucky um das Leben ihres zweijährigen Sohnes Jackson. Nachdem er von einer Zecke gebissen wurde, kam er mit 40 Grad Fieber ins Krankenhaus und fiel eine Woche lang ins Koma. Die Zecke hatte ihn mit dem gefährlichen Rocky-Mountain-Fleckfieber infiziert. Wie es dem Jungen jetzt geht, sehen Sie im Video.

In Deutschland noch kein Fall vom Rocky-Mountain-Fleckfieber bekannt

Es war die wohl schlimmste Woche im Leben der jungen Mutter: Als ihr Sohn plötzlich 40 Grad Fieber und am ganzen Körper einen Ausschlag bekam, fuhr Kayla Oblisk sofort ins Krankenhaus. Da ahnte sie noch nicht, dass sie um das Leben ihres kleinen Sohnes Jackson bangen müsste. Die seltene Diagnose: Das Rocky-Mountain-Fleckfieber. Diese Krankheit wird wie die Borreliose und das FSME-Virus von Zecken übertragen und kann im schlimmsten Fall mit dem Tod enden. In den USA ist das Rocky-Mountain-Fleckfieber die häufigste und am schwersten verlaufende Erkrankung, die durch Zeckenbisse entsteht. Erste Symptome sind plötzlich ansteigendes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen, Muskelschmerzen und Hautausschlag. Durchfälle und Bauchschmerzen können hinzukommen.

Bisher ist in Deutschland kein Fall des Rocky-Mountain-Fleckfiebers bekannt, wie uns Biologin Ute Mackenstedt erklärt. Dennoch sind Zecken auch hierzulande nicht ungefährlich und können Krankheiten wie das FSME-Virus hervorrufen. 2018 sind in Deutschland fast 600 Fälle aufgetreten. Allerdings warnt unsere Expertin Ute Mackenstedt auch vor Panikmache, denn nicht jede Zecke, die die gefährlichen Viren in sich trägt, macht den Menschen direkt krank.

Besondere Vorsicht nach einem Zeckenbiss!

Dennoch gilt in den Risikogebieten wie Bayern und Baden-Württenberg besondere Vorsicht. Experten raten, sich nach jedem Sparziergang im Grünen ordentlich abzusuchen. Aber auch eine Impfung gegen das FSME-Virus ist zu empfehlen: "Es ist eine zuverlässige Impfung, die man Personen empfielt, die in Risikogebieten leben", erklärt Expertin Ute Mackenstedt.

Kommt es zu einem Zeckenbiss, sollte die Zecke zügig mit einer dafür vorgesehen Pinzette oder einer Zeckenkarte entfernt werden. Zudem sollte der Zustand nach dem Zeckenbiss sorgfältig beobachtet werden. Kommt es zu Beschwerden, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.