Alle Getesteten informiert

Nach Corona-Impf-Skandal in Bayern: Etwa 200 Menschen haben keine Antikörper

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild
Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

22. Oktober 2021 - 14:16 Uhr

Wemding: Pfusch-Arzt könnte Kochsalzlösung gespritzt haben

Nach dem Impf-Skandal beim Hausarzt Dr. Gerhard H. im bayrischen Wemding hat das zuständige Landratsamt die meisten der Betroffenen darüber informiert, ob sie eine unbrauchbare Spritze erhalten haben oder nicht. Möglicherweise wurde Patienten dort eine Kochsalzlösung injiziert statt Biontech, Astrazenica oder eines anderen Vakzins.

Behörden wollen alle Betroffenen erreichen

"Inzwischen wurden die meisten Betroffenen, die das Angebot einer Antikörpertestung im ehemaligen Impfzentrum Nördlingen angenommen haben, durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes Donau-Ries über die Testergebnisse informiert", teilt das Landratsamt Donauwörth mit. Bei etwa zwei Drittel der 300 Getesteten konnten keine Covid-19-Antikörper nachgewiesen werden, heißt es weiter.

Amt empfiehlt allen Nach-Impfung

Den Betroffenen empfahl die Behörde, selbst Schutzmaßnahmen zu ergreifen und nach Rücksprache mit einem Arzt "zeitnah den entsprechenden Immunschutz wieder aufzubauen." Auch Menschen, bei denen Covid-19-Antikörper nachgewiesen werden konnten, sollten sich erneut einmalig impfen lassen, rät das Amt.

Außerdem wollten die Behörden Kontakt zu allen Betroffenen suchen, die nicht an den Tests teilgenommen hätten.

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Verdacht: Ausweise ausgestellt zu haben, ohne Impfstoff gespritzt zu haben

Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass mehrere hundert Menschen im Landkreis Donau-Ries mutmaßlich falsch ausgestellte Corona-Impfbescheinigungen der Hausarztpraxis von Dr. Gerhard H. erhalten hatten.

Der Mediziner wird verdächtigt, seinen Patienten Impfausweise über Corona-Schutzimpfungen ausgestellt zu haben, ohne tatsächlich einen Impfstoff gespritzt zu haben. (uvo; dpa)