Nebenwirkungen nach Corona-Pieks?

Nach AstraZeneca-Impfung: Notfallsanitäter klagt über "neurologische Ausfälle"

18. Februar 2021 - 10:35 Uhr

Im Video: Heftige Impfreaktion bei Hamburger Notfallsanitäter

Seit dem 10. Februar werden in Hamburg Feuerwehrleute gegen das Coronavirus geimpft. Wie die "Hamburger Morgenpost" meldet, klagen viele der geimpften Retter über Nebenwirkungen, einer sogar über Symptome, die einem Schlaganfall ähneln. Verwendet wurde bei der Impfung der Wirkstoff des Herstellers AstraZeneca. Wie sich der Notfallsanitäter fühlt, erklärt er im Video.

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Erste Krankmeldungen bereits am Folgetag der Imfpung

Die Freude in Hamburg war groß, als der Hersteller AstraZeneca genügend Impfstoff lieferte, so dass nach der Führungsriege auch die Einsatzkräfte auf den Feuerwachen gegen das Coronavirus geimpft werden konnten. Schließlich sind die Retter bei ihren Einsätzen täglich einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Am 10. Februar bekamen die ersten Feuerwehrleute die ersehnte Spritze.

Aber bereits am Folgetag meldeten sich die ersten Geimpften krank. Sie litten unter Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Kopfdröhnen und Schlappheit wie die "Hamburger Morgenpost" schreibt. In einem Fall kam es zu besonders schwerwiegenden Nebenwirkungen, denn der Betroffene beschrieb neurologische Ausfallerscheinungen, die einem Schlaganfall ähnelten. Man vermutet eine Zusammenhang mit dem Verabreichen des Impfstoffs.

Im Video: Das sagt Jens Spahn über den Corona-Impfstoff von AstraZeneca

Im RTL-Interview hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein Vertrauen in den Impfstoff von Astrazeneca bekräftigt: "Impfreaktionen sind ein gutes Zeichen", sagte er beim RTL-Format "Jetzt fragt Deutschland" – die ganze Antwort zur AstraZeneca-Frage im Video.

Nebenwirkungen auch bundesweit bekannt

Nicht nur in Hamburg, sondern auch beispielsweise in Nordrhein-Westfalen kam es nach der ersehnten Impfung zu vermehrten Krankmeldungen. Nachdem 300 Angehörige des Dortmunder Rettungsdienstes gegen das Coronavirus geimpft wurden, sah sich am Folgetag jeder vierte Geimpfte unfähig zu arbeiten.

Die Kassenärztliche Vereinigung meint zu den nach der Imfpung auftretenden Nebenwirkungen, dass diese bislang im üblichen Rahmen aufgetreten seien. Leichtere Erkältungssymptome seien Anzeichen dafür, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinander setze, um Antikörper zu bilden – und das sei schließlich gewünscht. Schwere Nebenwirkungen seien insgesamt nicht bekannt.

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