Gruppenvergewaltigung in Mülheim

Mutmaßlicher Vergewaltiger Georgi S. veröffentlichte frauenverachtendes Video

15. Juli 2019 - 7:29 Uhr

Im Video: 14-Jähriger gibt sich als harten Kerl aus

Im Fall der vergewaltigten 18-Jährigen in Mülheim an der Ruhr prüft die Stadt weiter, ob die Familien der fünf mutmaßlichen Täter doch ausgewiesen werden können. Georgi S. ist der Hauptverdächtige. Der gerademal 14-Jährige soll schon vorher Frauen sexuell belästigt haben, nahm deshalb an einem Programm für jugendliche Intensivtäter teil. Im Video zeigen wir, wie sich Georgi mit frauenfeindlichen Sprüchen als harten Kerl ausgibt.

Lehrerverband: "Wir brauchen mehr Sozialarbeiter"

Georgi sitzt derzeit in Haft. Nach jetzigem Stand werden aber die anderen 12- bis 14-jährigen Verdächtigen nach den Sommerferien wieder ganz normal in die Schule gehen. Dagegen protestieren Eltern. Am Sonntag versammelten sich Menschen zu einer Mahnwache in der Mülheimer Innenstadt. Sie kritisierten den aus ihrer Sicht zu laschen Umgang mit kriminellen Minderjährigen.

Auch der Lehrerverband schlägt Alarm und fordert mehr Therapien für kriminelle Minderjährige: "Dazu bräuchten wir mehr Sozialarbeiter, Schulpsychologen, aber auch Ärzte. Und das haben wir an den Schulen nicht", sagt Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Auch mehr Plätze in Erziehungsheimen seien hilfreich. Hier sei zuletzt zuviel gespart worden.

Georgi hatte auch andere Frauen belästigt

In der vergangenen Woche hatte sich eine weitere Mutter bei RTL gemeldet und angeklagt: "Georgi hat auch meine Tochter terrorisiert." Im zweiten Video erklären Mutter und Tochter, was sich genau abgespielt hat. Sie wollen nicht mehr länger schweigen, auf eigenen Wunsch zeigen wir sie deshalb offen.