Vorfälle in Essen und Mülheim an der RuhrHundeattacken auf Kinder in NRW – zwei Jungen verletzt

Ein belgischer Schäferhund wie hier zu sehen verletzt in Mülheim einen neunjährigen Jungen
Ein belgischer Schäferhund wie hier zu sehen verletzt in Mülheim einen neunjährigen Jungen
Getty Images/iStockphoto

Zwei Kinder, zwei Hundeattacken, zwei Einsätze im Ruhrgebiet.
Gleich zweimal sind am Wochenende im Ruhrgebiet kleine Kinder durch Hunde verletzt worden. Einmal war sogar ein Polizeihund involviert. Die Ermittlungen zu den Fällen laufen.

Hund beißt Jungen in Essen in den Kopf – Herrchen betrunken im Schrebergarten?

Besonders heftig endet der Vorfall in einem Schrebergarten in Essen. Nach dpa-Informationen läuft eine sogenannte Antikdogge aus dem Garten einer Parzelle und greift einen fünf Jahre alten Jungen an. Der Hund beißt dem Kind in den Kopf. Der Junge kommt ins Krankenhaus und wird dort weiter behandelt.

Der 29 Jahre alte Halter soll sich während des Angriffs in einer Hütte auf der Parzelle aufgehalten haben. Laut Polizei gab er später an, Alkohol getrunken zu haben. Deshalb nahmen Beamte ihm eine Blutprobe ab. Die Dogge kam ins Tierheim. Gegen den Mann laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger und gefährlicher Körperverletzung.

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Was über die Antikdogge bekannt ist

Antikdoggen zählen zu den großen Hunden. Rüden können laut dpa bis zu 70 Zentimeter Schulterhöhe und bis zu 58 Kilogramm Gewicht erreichen. In Nordrhein-Westfalen gelten sie nicht automatisch als gefährliche Hunde. Weil es sich aber oft um Kreuzungen mit Listenhunden handelt, kann die Einstufung im Einzelfall vom äußeren Erscheinungsbild abhängen.

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Polizeihund verletzt Neunjährigen in Mülheim an der Ruhr

Nur wenige Kilometer weiter kam es schon am Freitag zu einem weiteren Fall. Ein belgischer Schäferhund läuft in Mülheim an der Ruhr vom Grundstück seines Diensthundeführers auf ein Nachbargrundstück, wo mehrere Kinder mit einem Ball spielen. Der Polizeihund läuft auf einen Neunjährigen zu, worauf der Junge offenbar erschrickt, wegrennt und ins Gesäß gebissen wird.

Die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. Vorsorglich blieb das Kind zunächst dort. Gesichert wurde der Hund durch die Ehefrau des Diensthundeführers. Gegen beide wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Aus Neutralitätsgründen führt die Polizei Bochum die Ermittlungen.

Verwendete Quellen: dpa, afp