Im Jahr 2006 schon am RTL-Mikrofon

Mut zur Lücke! So tickt Deutschlands Torjäger Niclas Füllkrug privat

Niclas Füllkrug mit wichtigem Treffer Siegtorschütze im Interview
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Siegtorschütze im Interview
Niclas Füllkrug mit wichtigem Treffer

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Seine Zahnlücke ist legendär. Zumindest in Hannover, seiner Heimatstadt. Nun kennt und liebt sie aber ganz Fußball-Deutschland: Niclas Füllkrug hat sich mit seinem Treffer gegen Spanien (1:1) in der WM-Gruppenphase in die Herzen der Fans geschossen. Und in den Fokus der internationalen Beobachter. Doch das große Scheinwerferlicht, das ist eigentlich gar nicht das, was der „Killer mit der Zahnlücke“ („The Times“) sucht.

Niclas Füllkrug: "Als Typ super"

„Als Typ super - und als Spieler auch“, urteilte DFB-Kapitän Manuel Neuer nach seinem rettenden Treffer über Füllkrug. Ein Typ, der sich seine WM-Reise nach Katar hart erarbeitet hat. Dass es aber mal so weit reichen würde, dass hätte sich der kleine Niclas in der F-Jugend beim TuS Ricklingen auch nach 162 Saisontoren wohl kaum erträumen lassen.

Damals wurde Werder Bremen auf ihn aufmerksam, holte ihn mit 14 Jahren an die Weser. Und hier biss sich „Lücke“ durch, bis er am 28. Januar 2012 sein Bundesliga-Debüt im Trikot der Grün-Weißen feierte. Der 1,89 m große Torjäger war im Profi-Fußball angekommen.

Dass es nach der Bundesliga-Premiere über zehn weitere Jahre brauchte, bis das Debüt mit dem Bundesadler auf der Brust folgte, lag auch an zahlreichen Rückschlägen in Füllkrugs Karriere. So rasant sein Stern seit der WM-Nominierung aufgestiegen sein mag, so rasant ging es für den Stürmer in seiner Laufbahn nicht immer voran.

Lese-Tipp: Warum Füllkrug jetzt IMMER spielen muss

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RTL traf den 13-jährigen Niclas Füllkrug 2006 in Hannover Jung, talentiert & WM-Torschütze
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Jung, talentiert & WM-Torschütze
RTL traf den 13-jährigen Niclas Füllkrug 2006 in Hannover

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Niclas Füllkrug: Seine fußballverrückte Familie steht hinter ihm

Ein Kreuzbandriss, Knorpelschäden in beiden Knien, ein vermeintlich geplatzter Top-Transfer zu Gladbach, stattdessen nach Stationen bei Nürnberg und Hannover das Comeback bei Werder und dort der Abstieg in die 2. Liga: Lange war der gebürtige Niedersachse alles andere als der international gefeierte „Killer mit der Zahnlücke“. Die WM 2022 in Katar? Schien ein Universum weit entfernt.

Füllkrug gab aber nie auf. Auch weil er privat starken Rückhalt hat. Seine Familie ist fußballverrückt. Opa Gerd Füllkrug spielte einst in der 2. Liga bei Arminia Bielefeld, sein Vater war in Ricklingen phasenweise sein Trainer und Schwester Anna-Lena Füllkrug stürmt für die Frauen von Hannover 96. Die Liebe zum Ball und zu Toren, sie verbindet.

Seine zwei größten Fans sind aber seine Frau Lisa und Töchterchen Emilia. Lisa lernte er schon in der Grundschule kennen, 2015 stellte er seiner großen Liebe die Frage aller Fragen. Sie ist die Konstante an seiner Seite und macht den Stürmer mit ihrer Rückendeckung so stark.

Mit der kleinen Emilia teilte er erst Anfang November einen besonderen Moment auf dem Platz: Füllkrug kam beim Werder-Heimspiel gegen Schalke mit seiner Tochter als Einlaufkind raus aufs Feld. Die Dreijährige singe zuhause immer das Werder-Lied, sie sei beim Stadioneinlauf wohl weniger nervös gewesen als er selbst, meinte der Bremen-Profi später.

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Statt grün-weiß sind die Füllkrugs aktuell wahrscheinlich aber alle im Schwarz-rot-gold-Fieber. Der 29-Jährige selbst bleibt bei all dem Trubel um ihn aber total bodenständig. „Ich bin in solchen Situationen sehr entspannt. Es ist ja nicht das erste Tor, das ich geschossen habe, auch nicht das erste wichtige. Und das eine Tor von mir bringt mir relativ wenig, wenn wir am Ende nicht die Gruppenphase überstehen“, erklärte er nach dem Remis gegen Spanien.

Bodenständigkeit, auch dafür ist der Typ Füllkrug bekannt. Und diese Charaktereigenschaft will sich der Stürmer auch nicht nehmen lassen. Anders als womöglich sein Markenzeichen: die Zahnlücke. „Wenn du die Zähne machen lässt, bist du teilweise nicht wiederzuerkennen. Trotzdem spielt das eine Rolle in meinem Kopf und es ist schon ein Thema, das nochmal machen zu lassen“, sagte er Anfang Mai zu Sky. Vielleicht hat Füllkrug aber auch weiter „Mut zur Lücke“. Genauso wie Bundestrainer Hansi Flick. (ana)