Aktuelle Studie zeigt:

Mozart-Effekt: Eines seiner Klavierstücke hilft bei Epilepsie!

25. Oktober 2021 - 16:47 Uhr

Im Video: Warum wirkt genau diese Sonate gegen Krampfanfälle?

Die Sonate "KV 448" von Wolfgang Amadeus Mozart ist nicht nur ein beeindruckendes Werk, sie kann noch viel mehr: Laut eines deutsch-amerikanischen Forscherteams hat das Klavierstück eine verblüffende Wirkung bei Epileptikern. Bei Patienten, die wiederholt 90 Sekunden aus der Mozart-Sonate hörten, zeigte sich, dass es zu deutlich weniger starken Krampfanfällen kam. Woran dies laut der Forscher liegt, erklären wir im Video.

Welchen Effekt Musik haben kann und inwiefern die Auswahl der Musik wichtig ist, erklärt Musiktherapeutin Ulrike Sawicki.

Wie ist die Arbeit als Musiktherapeutin aufgebaut?

"Ich arbeite mit alten Menschen zusammen, die psychische Probleme wie Depressionen oder Angstzustände haben. Da wird Musik im aktiven Bereich eingesetzt, es wird also zusammen musiziert, um sich selbst auf eine andere Art und Weise kennenzulernen. Wie klingt die Musik, die ich produziere? Ist das Ergebnis eher zurückhaltend oder sehr aktiv? Dann gibt es noch den passiven Teil, wo es um das Hören von Musik geht. Also wie höre ich Musik? Wie wirkt sie auf meinen Körper? Welche Bilder entstehen? So können Rückschlüsse auf persönliche Probleme erkannt und behandelt werden", so Sawicki.

Woher weiß ich, wann mir welche Musik hilft?

"Es kommt darauf an, was erreicht werden soll. Musik motiviert, Musik wirkt auf das motorische Zentrum ein – sie bringt uns also in Bewegung. Dies merkt man beispielsweise beim Joggen, wo die Musik oft antreibt. Wenn es darum geht, sich zu entspannen, kann Musik mit ruhigerem Puls auf den eigenen Körper übertragen werden. Da kann eine Fachkraft der Musiktherapie auf jeden Fall helfen, um da die richtigen Stücke für einen selbst zu finden." (jsc/jos)