Mobilfunk-Trends 2019

Das können die neuen Super-Smartphones

Biegsam: Das Flexpai von Royole wurde bereits im Oktober 2018 vorgestellt und soll nun für andere Märkte überarbeitet werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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24. Mai 2019 - 9:42 Uhr

Smartphones lernen wieder ordentlich dazu

Clevere Kameras, Gestensteuerung ohne Berührung oder Kino-Displays: Bei der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona wurden viele technische Innovationen vorgestellt. Wir erklären, auf welche neuen Funktionen sich Smartphone-Nutzer dieses Jahr freuen können.

Falt-Handys erobern den Markt

Die neuesten Smartphones mit biegsamen Displays sind echte Hingucker. Aufgeklappt bieten Foldables so viel Displayfläche wie Tablets. Zusammengeklappt sind sie leicht verstaubar. Das hat seinen Preis: 2.300 Euro kostet das ab Mitte des Jahres erhältliche Foldable Mate X von Huawei.

Im Gegensatz zum Preis, ist das Gerät selbst ziemlich schmal. Gerade einmal 5,4 Millimeter dick ist das aufgeklappte Smartphone. Nach dem Zusammenfalten ist das Gerät 11 Millimeter dick. Die kombinierte Haupt- und Frontkamera ist in einer kleinen Wulst untergebracht.

Das Handy wird zur Multitasking-Maschine

Anders geht Samsung vor: Beim Galaxy Fold (2.000 Euro, ab Mai) liegt das aufgeklappt 7,3 Zoll große Display nach dem Zusammenfalten geschützt innen. Außen muss ein 4,6-Zoll-Display genügen. Multitasking mit bis zu drei Apps soll möglich sein.

Im Vergleich zum bereits im Oktober 2018 vorgestellten Flexpai von Royole, haben die Foldables von Samsung und Huawei an der Scharnierseite keine auffällige Lücke mehr. In China wird das Gerät bereits verkauft - nun soll es für andere Märkte überarbeitet werden.

Nicht klappen, sondern andocken

LG will eine weitere Alternative bieten: An das neu vorgestellte V50 Thinq 5G lässt sich einfach ein zweites Display andocken und unabhängig vom ersten betreiben. So können Nutzer das erste Fenster fürs Gaming oder zum Surfen nutzen und im anderen Display Mails schreiben. Was das Gerät kosten soll und wann es auf den Markt kommt, steht noch nicht fest.

Bessere Kameras für noch bessere Bilder

Samsung's new Galaxy Fold smart phone which features the world's first 7.3-inch Infinity Flex Display that works with the next-generation 5G networks is seen in this image released in San Francisco, California, U.S. February 20, 2019.   Courtesy Sams
Im Display des Samsung Fold ist ein Loch, das Platz für die integrierte Kamera bildet. Der Bildschirm bedeckt das gesamte Display.
© REUTERS, HANDOUT, TB/HK

Dreifach-Kameras mit Normal-, Weitwinkel- und Tele-Optik sind schon Standard bei Top-Smartphones. Nokia setzt dieses Jahr noch einen drauf - oder besser gesagt zwei. Die Hauptkamera des Nokia 9 Pureview (knapp 650 Euro)* kommt auf fünf Linsen mit verschiedenen Brennweiten, die auf der Rückseite mit dem LED-Blitz und einem Infrarot-Tiefensensor in Duschkopf-Optik angeordnet sind.

Für das finale Foto werden mehrere HDR-Aufnahmen zusammengerechnet. In einer App lässt sich die Tiefenschärfe im Nachhinein beliebig ändern. Und Nutzer können Motive ganz ohne komplexe Zoom-Optik näher heranholen. Das sogenannte Croppen funktioniert beim Nokia 9 bis zur fünffachen Vergrößerung ohne Qualitätsverlust.

Smartphones ohne Berührung steuern

Das neue Top-Smartphone G8 Thinq von LG lässt sich berührungslos via Handvenenerkennung (Hand-ID) entsperren. Der Nutzer kann außerdem Funktionen mit Handgesten steuern, ohne das Display zu berühren (Air Motion) - etwa Apps aufrufen, die Lautstärke regeln oder Screenshots machen.

Auch das Design der Displays ändert sich. Die neuen Smartphones werden immer randloser und bieten so mehr Displayfläche. Neue Wege geht dabei Sony bei seinem neuen Flaggschiff Xperia 1 mit 6,5 Zoll großem 4K-OLED-HDR-Display (950 Euro, ab Juni). Film-Fans werden bei dem neuen Gerät von den schwarzen Balken beim Schauen befreit.

Schrumpft oben der Rand, fehlt der Platz für Kamera oder Sensoren. Aussparungen, sogenannte Notches, in der oberen Displaymitte sind eine Antwort darauf. Aber auch oben im Display ausgestanzte Löcher für die Frontkamera - wie bei den Galaxy-S10-Modellen von Samsung. Andere Optionen sind Pop-up-Frontkameras wie im Archos Diamond (ca. 300 Euro)* und Slider wie beim Xiaomi Mi Mix 3 5G (600 Euro, ab Mai).

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