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Mexiko-GP: Machtdemonstration von Max Verstappen im 2. Freien Training

Schumacher mit starkem Auftritt

Mexiko-GP: Machtdemonstration von Max Verstappen im 2. Freien Training

 Formula 1 2021: Mexican GP AUTODROMO HERMANOS RODRIGUEZ, MEXICO - NOVEMBER 05: Max Verstappen, Red Bull Racing RB16B during the Mexican GP at Autodromo Hermanos Rodriguez on Friday November 05, 2021 in Mexico City, Mexico. Photo by Glenn Dunbar / LA
Eine halbe Sekunde war Max Verstappen im 2. Freien Training schneller als WM-Rivale Lewis Hamilton
www.imago-images.de, imago images/Motorsport Images, Glenn Dunbar via www.imago-images.de

Verstappen in eigener Liga

Das war eindrucksvoll: Mit einer überlegenen Bestzeit im 2. Freien Training hat Max Verstappen seine Favoritenrolle bei der Formel-1-Fiesta in Mexiko unterstrichen. In 1:17,301 Minuten nahm der Red-Bull-Star seinem WM-Rivalen Lewis Hamilton auf dem Highspeed-Höhenkurs von Mexiko-Stadt (2.200 Meter) eine satte halbe Sekunde ab. Der Briten kämpfte während der gesamten Session mit seinem sichtbar störrischen Mercedes und musste sich am Ende mit Platz 3 hinter seinem Teamkollegen Valtteri Bottas zufriedengeben.

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Schumacher mit starkem 16. Platz

Auch Verstappen-Adjutant Sergio Perez kam als Vierter Hamilton gefährlich nah – nur 0,061 Sekunden fehlten dem Lokalmatador auf den Titelverteidiger. Zum Fünftplatzierten, Carlos Sainz, klaffte bereits eine Lücke von rund vier Zehnteln.

Sebastian Vettel war zwar nur rund drei Zehntel langsamer als der spanische Ferrari-Pilot – trotzdem reichte es für den Aston-Martin-Mann nur zu Platz 9. Dazwischen schoben sich noch beide Alpha-Tauri-Fahrer und Charles Leclerc im zweiten Ferrari. Daneben machte Vettel noch als Falschparker auf sich aufmerksam, als er nach 20 Minuten versehentlich die Box seines Teamkollegen Lance Stroll ansteuerte.

Ein starke Leistung lieferte Mick Schumacher ab. Der Haas-Rookie pilotierte seinen unterlegenen Dienstboliden auf Position 16 und kam dabei in 1:19,620 Minuten bis auf knapp ein Zehntel an den vor ihm platzierte Daniel Ricciardo im McLaren heran. Seinem Teamkollegen Nikita Mazepin fuhr er zwei Sekunden davon.

Viel Verkehr im Baseball-Stadion

Zu Beginn der Session gab es für die Piloten einen Vorgeschmack dessen, was sie in Q1 des Qualifyings erwarten dürfte: Mit fast allen Autos auf dem nur 4,304 Kilometer langen Kurs wurde es ziemlich eng auf der Piste - vor allem im winkligen Streckenteil des alten Baseballstadions staute es sich, als jeder Fahrer versuchte die beste Ausgangsposition für eine schnelle Runde zu finden.

Die größten Probleme dabei hatte Hamilton, der immer wieder in den Verkehr geriet und mit dem ersten Reifensatz keine schnelle Runde zustand brachte. Nach dem ersten Run auf harten Gummis rangierte der Mercedes-Mann nur auf dem vorletzten Platz, rund 5 Sekunden hinter WM-Rivale Verstappen, der auf Medium-Pneus auf Anhieb die erste Richtzeit der 2. Session in den 41 Grad heißen Asphalt fräste.

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Hamilton kämpft mit störrischem Mercedes

Erst mit dem schnellen Soft-Walzen kam Hamilton zur Hälfte der Übungseinheit etwas besser zurecht, fand endlich mal eine Lücke für eine frei Runde und raste in 1:17,810 Minuten zwischenzeitlich an die Spitze. Doch Verstappens Antwort folgte prompt: Ebenfalls weich bereift brummte der Niederländer seinem Kontrahenten wieder eine halbe Sekunde Rückstand auf.

Kurz darauf fand auch Bottas eine schnellere Linie als sein Mercedes-Kollege, auf dei Bestzeit fehltem dem Finnen jedoch ebenfalls mehr als vier Zehntelsekunden. In der ersten Trainingseinheit im Vormittag waren beide Mercedes noch knapp schneller als Verstappen gewesen.

In der zweiten Session waren die Schwarzpfeile dann chancenlos. Vor allem dem Dienstwagen von Hamilton fehlte ganz deutlich die nötig Balance – Hamilton rutschte und driftete über den Parcour, leistete sich mehrere Fahrfehler und immer wieder heftige Verbremser.

Red Bull profitiert von Höhenlage

Mercedes und Hamilton müssen sich mächtig steigern, wenn sie Verstappen an diesem Wochenende Paroli bieten wollen. Die Höhenlage in Mexiko-Stadt kommt dem Red Bull entgegen, der durch einen etwas größeren Turbolader im Honda-Motor auf dem Papier einen Vorteil besitzt. Mit einem Sieg in Mexiko käme der Niederländer seinem ersten Titel in der Formel 1 einen großen Schritt näher. Der 24-Jährige führt in der Fahrer-WM mit zwölf Punkten vor Hamilton. (wwi)