"Let's Dance" 2016: Aus für Attila Hildmann und Oxana Lebedew in der dritten Show

15. April 2016 - 16:29 Uhr

Beim Jive sprang der Funke nicht über

Nachdem er bereits in den ersten beiden Liveshows von "Let's Dance" 2016 deutliche Startschwierigkeiten hatte, ist nun in der dritten Show leider Schluss für den Vegan-Koch. Der Jive von Attila und Profitänzerin Oxana Lebedew zu "Take On Me" von A-Ha macht den beiden zwar sichtlich Spaß, reicht jedoch nicht, um weiterzukommen.

Aus für Attila Hildmann und Oxana Lebedew ist in der dritten Liveshow von "Let's Dance" 2016.
"Let's Dance" 2016: Für Vegan-Koch Attila Hildmann und Oxana Lebedew ist in der dritten Liveshow Schluss.
© RTL / Stefan Gregorowius

Nach ersten Problemen bei Quickstep und Rumba soll es der Jive in der dritten "Let's Dance"-Show richten. Attila Hildmann und Oxana Lebedew tanzen zu "Take On Me" von A-Ha und möchten gute Laune und echte Lebensfreude ins "Let's Dance"-Studio versprühen. Und Spaß haben die beiden tatsächlich beim Tanzen. Auch Jurorin Motsi Mabuse findet Attila in der dritten Show deutlich besser als zuvor. Allerdings wünscht sie sich auch mehr Ausstrahlung im Gesicht und mehr Leichtigkeit. Joachim Llambi lobt Attilas Takt, wünscht sich aber mehr echten Einsatz in den Soloteilen. Das Team "Oxilla" bekommt von der Jury am Ende 18 Punkte, kann aber leider das Publikum nicht überzeugen. Die Anrufe reichen nicht aus und somit ist das "Let's Dance"-Abenteuer für Attila an dieser Stelle leider zu Ende.

Große Gefühle, große Gesten, große Ereignisse – und zwei Sensationen in einer Show

Welcome back to the 80s! Die dritte Liveshow bei "Let's Dance" 2016 steht ganz im Zeichen der 80er-Jahre – daran lässt das eindrucksvolle Opening der Profitänzer zu Kim Wildes Megahit "Kids In America" keinen Zweifel. Schwungvoll wird der bunte 80er-Reigen anschließend eröffnet von Michael Wendler und Isabel Edvardsson. Ihr Jive zu "Karma Chameleon" von Culture Club ist der Jury aber nicht stimmig genug. Llambi formuliert das deutlich und bittet den Sänger: "Tanz im Takt, sonst funktioniert das Spiel nicht." Das Ergebnis sind magere 10 Jury-Punkte.

Über sieben Punkte mehr dürfen sich Alessandra Meyer-Wölden und Tanzpartner Sergiu Luca freuen. Sie lieferten eine starke Performance mit ihrem Tango "Sweet Dreams" von Eurythmics. "Let's Dance"-Juror Jorge Gonzalez hat es gut gefallen, Motsi Mabuse fand vor allem den Anfang "richtig, richtig gut" und Joachim Llambi bittet sie nur, einmal von Anfang bis Ende durchzutanzen – ohne Aussetzer.

Victoria Swarovski und Erich Klann bekamen in der zweiten Liveshow ihre erste 10. Nun ist ihr Ehrgeiz geweckt. Die beiden wollen beim Jive zu "Wake Me Up Before You Go-Go" von Wham! auch mit Hebefiguren punkten. Und dafür nehmen sie beim Training alle Mühen und Schmerzen auf sich. Geht die Taktik auf? Hat sich die Mühe gelohnt? Ja, und wie! Der Lohn sind stehende Ovationen vom Publikum und 26 Punkte von der Jury. "Wie Feuer pur, Bomba!", so Jorge Gonzalez begeistert. Er fand, "es hatte alles, was ein Jive so braucht" und zollt den beiden "Respekt!", Motsi ruft begeistert: "Yes, wir feiern das Gute heute. Glückwunsch!" und auch Chefjuror Joachim Llambi lobt Victoria Swarovski: "Du hast den Saal gerockt und eine sehr vorzügliche Leistung abgeliefert."

Dieses Niveau können Fußballer Thomas Häßler und Profitänzerin Regina Luca leider nicht halten. Ihr Paso Doble zu Bon Jovis "Livin' On A Prayer" überzeugt keinen der drei "Let's Dance"-Juroren. Allen fehlte die Energie, die Aggressivität, der Charakter des Paso Dobles. Joachim Llambi fasst am Ende zusammen: "Der Stier ist tot. Aber vor Lachen gestorben." Diese Performance ist der Jury insgesamt nur sieben Punkte wert.

Sarah Lombardi und Robert Beitsch legen eine Rumba zu "How Will I Know", einem Whitney-Houston-Cover von Sam Smith, auf das Let's-Dance-Parkett. Die beiden liefern eine solide Vorstellung. Motsi Mabuse findet, dass Sarah von Woche zu Woche besser wird, fordert aber ein bisschen mehr Haltung. Und auch der Chefjuror Joachim Llambi sieht obenrum schon die richtige Tendenz für die Rumba, "nur untenrum passt es noch nicht zum Takt und zur Musik". Sarah und Robert gehen mit 14 Punkten von der Tanzfläche.

Wow! Was für eine Erscheinung, wie eine Göttin. Da sind sich die Juroren einig, als sich Schauspielerin Sonja Kirchberger an der Seite von Profitänzer Ilia Russo für die Rumba zu Chris De Burghs "Lady In Red" aufstellt. Doch im Zentrum der Kritik steht die fehlende Dynamik und Interaktion der beiden Tänzer. "Du warst toll. Er war toll. Aber ihr wart nicht zusammen toll", fasst Joachim Llambi den Gesamteindruck in Worte. Auch Motsi Mabuse sieht Unsicherheiten und gibt Sonja noch den Tipp, nicht in Trainingsschuhen, sondern mit ihren Live-Schuhen zu trainieren. 15 Punkte gibt es für das Paar.

Für Beachvolleyballer Julius Brink und seine Tanzpartnerin Ekaterina Leonova läuft es hingegen richtig gut. Sie tanzen Tango zu "Das Model" von Kraftwerk. Und ein Kraftpaket stellt auch Julius auf dem "Let's-Dance"-Parkett dar. "200 Pfund Julio!" ruft Ekaterina begeistert und auch Joachim Llambi stellt fest: "Das war jetzt hier fast schon anstrengender, als vor der Goldmedaille", sieht ihn aber schon bald in der oberen Region bei "Let's Dance" 2016. Von Jorge und Motsi gibt es stehende Ovationen und Motsi ist hin und weg: "Du hast nicht nur Blut geleckt, du bist ein Tanzvampir!" Julius und Ekaterina dürfen sich am Ende über 24 Jurypunkte freuen.

GZSZ-Schauspieler Eric Stehfest und Profitänzerin Oana Nechiti treten in der dritten Liveshow bei "Let's Dance" 2016 mit einem Contemporary zu "Flugzeuge im Bauch" von Herbert Grönemeyer an. Und der hat es in sich. Die Zuschauer sind hin und weg und die Jury rund um Joachim Llambi ist schlicht und ergreifend sprachlos. Sie werfen Eric die Wertungstafeln einfach zu. Am Ende steht der Schauspieler mit drei 10er-Kellen in der Hand und kann sein Glück kaum fassen. Das gab es wirklich noch nie bei "Let's Dance"!

Wie nah Pech und Glück bei einander liegen, zeigt das Beispiel der beiden "Let's Dance"-Teilnehmer Schauspielerin Franziska Traub und Sportmoderator Ulli Potofski. Da Schauspielerin Franziska Traub sich beim Training eine Knieverletzung zuzog und ausscheiden musste, dürfen Sportmoderator Ulli Potofski und Tanzpartnerin Kathrin Menzinger nachrücken. Sie bekommen in der dritten Liveshow noch einmal um die Chance, sich die Gunst von Jury und Zuschauer zu ertanzen. Dann der Schock: Ulli bekommt die Nachricht vom Herzinfarkt seiner Ehefrau. Er verlässt das Studio noch vor der Sendung, fährt sofort ins Krankenhaus. Dort erfährt er eine erste Erleichterung, der Zustand ist nicht lebensbedrohlich.

Ulli kehrt zurück zu "Let's Dance" – und er tanzt auf Wunsch und für seine Frau Moni. Das bewegt alle. Ulli Potofski und Kathrin Menzinger tanzen einen Slowfox zu Dionne Warwicks "Heartbreaker" und das mit dem Training von nur einer Nacht. Motsi Mabuse und Jorge Gonzalez sind sich einig, in Ulli einen charmanten Gentleman auf dem Parkett gesehen zu haben. Und auch Joachim Llambi weiß die Leistung in der Kürze der Zeit zu würdigen. Er bedankt sich und hat "großen Respekt vor Ullis Professionalität". Weiter würdigt er die Bereitschaft, in der Kürze der Zeit, das auf sich zu nehmen und der Show den Respekt zu geben, den andere ihr nicht gegeben haben." Und auch, wenn es am Ende nur für fünf Jurypunkte reicht, Ulli Potofski sieht es sportlich und weiß seit heute einmal mehr, "dass Geld so schrecklich unwichtig ist." Er will 2500 Euro seiner Gage an die Kinderkrebsklinik spenden – die Zuschauer sind gerührt und spendieren ihm eine weitere Tanzrunde.

Nastassja Kinski und Christian Polanc tanzen einen Slowfox zu "Felicita" von Albano Carrisi & Romina Power. Und Motsi Mabuse findet lobende Worte: "Ein bisschen Spaß kommt leicht rüber." Jorge Gonzalez mag Nastassjas "magische Aura" und Joachim Llambi ermahnt die Schauspielerin zu ein bisschen mehr Disziplin: "Wenn wir Standardtänze haben, müssen da ein paar Regeln eingehalten werden." Insgesamt gibt es am Ende 11 Punkte für diese Performance.

Schauspielerin Jana Pallaske und Massimo Sinató konnten schon in den letzten beiden Sendungen bei der Jury gut punkten. Als sie in der dritten Liveshow bei "Let's Dance" 2016 ihren Tango zu "Let's Dance" von David Bowie aufs Parkett legen, übertrifft das aber wohl bei weitem die Vorstellung beider. Jana und Massimo schaffen die zweite Sensation des Abends und bekommen dreimal die Bestnote Zehn.