Regionen in Italien setzten Impfungen mit dem Vakzin aus

Soldat und Lehrer sterben nach Astrazeneca-Impfung - Pharma-Konzern betont Sicherheit

Astrazeneca: 17 Millionen Daten von Geimpften in der EU und Großbritannien analysiert.
Astrazeneca: 17 Millionen Daten von Geimpften in der EU und Großbritannien analysiert.
© REUTERS, DADO RUVIC, /FW1F/jane merriman

16. März 2021 - 9:32 Uhr

Astrazeneca: 17 Millionen Daten von Geimpften in der EU und Großbritannien analysiert

In mehreren europäischen Ländern und Regionen wird nicht mehr mit Astrazeneca geimpft. Vereinzelnd tratet bei Geimpften schwere gesundheitliche Probleme auf, die teils zum Tod führten. Am Sonntag teilten italienische Behörden mit, dass eine Lehrkraft sowie ein Militäroffizier nach einer Impfung mit dem Wirkstoff des britisch-schwedische Pharmakonzerns verstorben seien. Eine Verbindung zwischen Impfung und Tod sei bisher aber nicht festgestellt worden. Am Abend betonte Astrazeneca erneut die Sicherheit seines Impfstoffs.

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Astrazeneca betont Sicherheit des Impfstoffs

Astrazeneca hat nach einer Analyse von Impfdaten erneut Sorgen über die Sicherheit seines Corona-Impfstoffes zurückgewiesen. Eine sorgfältige Analyse der Sicherheitsdaten von mehr als 17 Millionen Geimpften in der EU und Großbritannien habe keine Belege für ein höheres Risiko für Lungenembolien, tiefen Venenthrombosen und Thrombozytopenie geliefert, wie der Konzern am Sonntag in London mitteilte. Damit bezieht sich das Unternehmen nun auf noch mehr Datensätze.

Am Freitag hatte Astrazeneca sich bereits ebenso geäußert und dabei auf 10 Millionen Datensätze verwiesen. Der Grund: Dänemark und andere Länder hatten Impfungen mit dem Stoff ausgesetzt. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Dabei war aber auch betont worden, dass man ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Blutgerinnseln noch nicht feststellen könne.

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Am Sonntag ist auch in zwei italienischen Regionen die Impfung mit Astrazeneca vorübergehend ausgesetzt worden. In der Region Piemont sei eine Lehrkraft nach einer Impfung verstorben. Man handle aus "extremer Vorsicht", bis man herausfinde, ob die Impfung mit dem Tod in Verbindung stehe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region, Luigi Genesio Icardi, laut einer Mitteilung vom Sonntag.

Am Abend wurden die allerdings Impfungen wieder aufgenommen, nachdem eine Charge ausgemacht wurde, mit der die Person geimpft worden war. Die Impfungen würden mit anderen Chargen weitergehen, teilte die Region mit.

Am Freitag hatte die Arzneimittelbehörde Aifa die Verabreichung einer Charge von Astrazeneca gestoppt, nachdem ein Soldat auf Sizilien gestorben war. Eine Verbindung zwischen Impfung und Tod wurde bisher nicht festgestellt Gesundheitsminister Robert Speranza betonte am Sonntag in einem Interview der Zeitung "La Repubblica": "Die Impfstoffe in Italien und Europa sind alle wirksam und sicher."

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