Pilze in Papiertüten & Co.

Lebensmittel länger frisch halten: Tipps für die Lagerung im Check

14. Januar 2020 - 15:00 Uhr

Funktionieren diese Frische-Tipps wirklich?

Ob Kräuter, Obst oder Gemüse – nach ein paar Tagen sehen viele Lebensmittel nicht mehr ganz so frisch aus. Im Internet wimmelt es nur so vor angeblich tollen Tipps, mit denen Lebensmittel länger haltbar gemacht werden können. Schluss mit verwelkten Kräutertöpfen, faulen Pilzen und brauner Guacamole! Aber klappt das tatsächlich? Wir haben erfolgsversprechende Ratschläge unter die Lupe genommen.

Im Video zeigt unsere Haushaltsexpertin Oma Rita, wie sich Lebensmittel clever und ohne Plastik einfrieren lassen - und somit noch deutlich länger haltbar bleiben.

Brot hält im Kühlschrank länger

Kann man Brot wirklich im Kühlschrank lagern? Ja! Es wird dort mit der Zeit zwar trockener als bei der Lagerung bei Raumtemperatur oder im Römertopf, schimmelt aber deutlich später. Bei unserem Test hielt sich im Kühlschrank gelagertes Brot ganze zehn Tage lang, ohne Schimmel anzusetzen. Ein weiterer Tipp: Schnittbrot schimmelt deutlich schneller als Brot am Stück. Wenn Sie also nicht wissen, ob Sie das Brot schnell verzehren, kaufen Sie lieber einen ungeschnittenen Laib.

Pilze in einer Papiertüte lagern

In Plastiktüten faulen Pilze schnell. Dadurch sollen sogar giftige Stoffe entstehen, ganz im Gegenteil zur Lagerung in Papiertüten. Da sehen Pilze auch eine Woche nach Kauf noch so frisch aus wie am ersten Tag.

Olivenöl auf Guacamole

Eigentlich sollte eine selbstgemachte Guacamole sofort gegessen werden, sonst färbt sich die Oberfläche braun. Um das zu vermeiden, soll Öl helfen. Ob die Konservierung der Avocadocreme durch Öl klappt? Das Öl muss dabei die gesamte Fläche bedecken. Das Aussehen und der Geschmackstest bestätigen – dieser Tipp funktioniert wirklich!

Kartoffeln mit Äpfeln lagern

Die Äpfel sollen das Wachstum der Kartoffeln bremsen und verhindern, dass sie schnell keimen. Theoretisch müsste es genau umgekehrt sein. Denn Kartoffeln verströmen ein Reifegas, das schnell verderbliches Obst und Gemüse in seiner Nähe schneller altern lässt. Doch unser Experiment zeigt: Es funktioniert. Auch nach fünf Tagen sehen Äpfel und Kartoffeln noch gleich aus. Zwiebeln sollte man laut Internet-Tipp dagegen getrennt von den Kartoffeln lagern.

Äpfel kühl lagern

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Äpfel mögen es kühl.
© imago images/Photocase, tchara / Photocase, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Dürfen Äpfel Kälte abbekommen? Durchaus: Wer einen vor Frost geschützten Balkon besitzt, kann Äpfel dort perfekt lagern. Auf dem Balkon bleiben sie lange frisch und knackig - lagert man sie bei Zimmertemperatur, werden sie deutlich schneller mehlig.

Bananenstrunk in Frischhaltefolie wickeln

Da Bananen zunächst am Strunk anfangen, braun zu werden, soll Frischhaltefolie Abhilfe schaffen. Einfach den Strunk am oberen Ende der Frucht in Folie einwickeln – der Tipp von Großhändlern klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Im direkten Vergleich zeigt sich: Mit dem Folien-Strunk wird die Haltbarkeit der Bananen um etwa einen Tag verlängert. Nicht viel, aber immerhin! Übrigens: Lagert man die Bananen im Kühlschrank, werden sie zwar langsamer braun, verlieren aber auch deutlich an Geschmack.

Brokkoli in ein feuchtes Tuch wickeln

Bleibt Brokkoli frischer, wenn man ihn im Kühlschrank in ein feuchtes Küchentuch wickelt? Unser Test bestätigt das: Lässt man ihn in der Folie, trocknet der Brokkoli im Kühlschrank stärker aus. Packt man ihn aus und legt ihn stattdessen in ein feuchtes Tuch, hält ihn das länger knackig. Generell mag Brokkoli es kühl - lagern Sie ihn also möglichst nicht bei Zimmertemperatur.

Kräutertöpfe mit Plastiktüten haltbar machen

Eine Plastiktüte über die Topfpflanze - und schon sollen die Kräuter frisch bleiben. So eingepackt ging es fünf Tage lang in den Kühlschrank. Und das erstaunliche Ergebnis: Schnittlauch und Rosmarin sahen genauso frisch aus wie am Anfang. Dieser Tipp klappt also wirklich.

Und was tun mit zu viel Brot oder ergrauter Schokolade? Wir haben fünf Tipps gegen Lebensmittelverschwendung für Sie!

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum verlässlich?

Auf industriell gefertigten Produkten bietet das Mindesthaltbarkeitsdatum einen Hinweis darauf, wie lange das Produkt genießbar ist. Wir haben getestet, ob diese Angaben wirklich verlässlich sind - und dabei große Überraschungen erlebt.