Keinen Impftermin beim Hausarzt bekommen?

Diese Fachärzte impfen gegen Corona

Einen Piks gegen das Coronavirus gibt es nicht nur im Impfzentrum oder beim Hausarzt. Termine dafür können Sie auch bei Fachärzten vereinbaren.
Einen Piks gegen das Coronavirus gibt es nicht nur im Impfzentrum oder beim Hausarzt. Termine dafür können Sie auch bei Fachärzten vereinbaren.
© iStockphoto, Recep Buyukguzel

08. Juni 2021 - 10:17 Uhr

Fachärzte dürfen gegen das Coronavirus impfen

Beim Run auf die Impftermine bisher leer ausgegangen? Immerhin: Mehr als ein Fünftel der Deutschen ist vollständig geimpft. Jetzt ist auch die Priorisierung gefallen. Für den Impftermin ist aber dennoch – oder gerade deswegen – Geduld gefragt. Wer beim Hausarzt und im Impfzentrum nicht erfolgreich ist, kann sich auch an Fachärzte wenden: Denn die dürfen ebenfalls zur Spritze gegen das Virus greifen.

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Immer mehr Menschen erhalten Impfung

Inzwischen haben laut dem Robert Koch-Institut (RKI) fast 46 Prozent der Deutschen mindestens die erste Dosis gegen das Coronavirus bekommen. Und darunter sind nicht mehr nur Personen, die einer Risikogruppe oder einer bestimmten Berufsgruppe angehören. Denn Bund und Länder haben längst die Priorisierung für die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson und jetzt auch für die anderen Impfstoffe gekippt. Unabhängig von Alter und Vorerkrankung kann sich damit jetzt jeder impfen lassen – theoretisch. Praktisch sieht es noch anders aus, denn das Aufheben der Priorisierung sorgt nicht für mehr Impfstoff und somit für mehr Termine. Die sind jetzt aber dafür umso begehrter – in Impfzentren, bei Hausärzten und auch bei Fachärzten.

Lese-Tipp: Grafik zeigt, welcher Impfstoff hilft wann wie gut?

Gegen Corona impfen? Das geht auch beim Frauenarzt, Gastroenterologen oder HNO

Nach dem Impfgipfel am 19. März hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Arztpraxen Impfstoff beziehen können. Sie forderte die Hausärzte auf, "schwerpunktmäßig immobile Patientinnen und Patienten in der eigenen Häuslichkeit sowie Personen mit Vorerkrankungen" zu impfen, für die ein erhöhtes Risiko bei einer Infektion mit dem Coronavirus bestehen könnte, hieß es in einer Pressemitteilung. Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, dann sollten auch Fachärzte sowie Betriebsärzte eingebunden werden. Und das inzwischen auch der Fall: Impfen sollen laut der am 1. April veröffentlichten Coronavirus-Impfverordnung neben Impfzentren und den dort angegliederten Ärzten auch alle Arztpraxen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Und das hängt nicht von der Fachrichtung ab.

Lese-Tipp: So kommen Sie jetzt schnell an einen Impftermin

Auch Fachärzte dürfen deshalb impfen: Dazu zählen zum Beispiel Gastroenterologen, HNO- oder Lungenärzte. Aber auch bei Frauen- und Kinderärzten kann man sich impfen lassen. Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, begrüßt das:"Wir Urologen bringen die nötige Impferfahrung mit, denn wir impfen unsere Patienten gegen Grippe, Pneumokokken, Herpes oder HPV." In einer Pressemitteilung heißt es weiter, dass die Beteiligung der urologischen Fachärzteschaft einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer wohnortnahen, flächendeckend erfolgenden Impfung möglichst großer Teile der Bevölkerung leiste: "Jeder Arzt, jede Impfung zählt, ob im Impfzentrum oder in der Arztpraxis."

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So kommen Sie an einen Impftermin

Für einen Impftermin lohnt es sich, bei den behandelnden Ärzten nachzuhorchen. Die teilnehmenden Praxen vergeben die Termine nämlich direkt. Ob Ärzte bezüglich der Corona-Impfung lieber telefonisch oder per E-Mail kontaktiert werden möchten, ist unterschiedlich. Informieren Sie sich darüber am besten auf der Internetseite des jeweiligen Facharztes. Einige bieten auch online ein Formular an, über welches Sie sich registrieren können. (ebr/mol)

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