Israels Botschafter zur Eskalation in Nahost

„Alle haben ein Interesse daran, dass die Hamas nicht weitermachen darf“

12. Mai 2021 - 19:13 Uhr

von Andreas Kock

Nach dem heftigen Beschuss mit mehr als tausend Raketen hat Israel regiert und Ziele im Gaza-Streifen angegriffen. Israels Botschafter in Deutschland macht die Hamas für die Gewaltausbrüche verantwortlich. Und er sagt: Diese Organisation muss gestoppt werden.

Wir werden unsere Bürger verteidigen

Der israelischen Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, hat die Raketenangriffe palästinensischer Extremisten auf Israel verurteilt. "Das ist nicht zu tolerieren und nicht zu akzeptieren. Wir haben darauf scharf reagiert. Wir werden weiterhin alles tun, um unsere Bürger zu verteidigen", sagte Issacharoff im Interview mit RTL/ntv.

Nach Ansicht des Botschafters werde die Situation nicht zu einem regionalen Krieg führen. Sein Land werde alles unternehmen, um die Feindseligkeiten zu verhindern und die Auswirkungen zu begrenzen. "Aber es liegt nicht an uns, es liegt an der Hamas zu verstehen, welche Konsequenzen ihre Handlungen haben", so Issacharoff.

Jüdisches Leben in Deutschland schützen

Mit Blick auf Angriffe auf jüdische Einrichtungen in Deutschland fordert der Botschafter, dass Ähnliches künftig verhindert werde. "Es ist sehr wichtig, dass die Sicherheit der jüdischen Gemeinde respektiert wird." Im Grunde habe der Konflikt aber nichts mit dem jüdischen Leben in Deutschland zu tun. "Das ist ein Konflikt, der von der Hamas angefangen und provoziert wurde. Sie sind es, die die alleinige Verantwortung für diesen Gewaltausbruch tragen", sagte Issacharoff zu RTL/ntv.

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Hamas kämpft um ihren Führungsanspruch

Es gehe der Hamas nicht in erster Linie um eine Verteidigung Jerusalems. Die Organisation wolle nur ihren Führungsanspruch im palästinensischen Lager untermauern. Der Botschafter machte deutlich, dass die Hamas machtpolitisch eingedämmt werden müsse: "Alle haben ein gemeinsames Interesse daran, dass die Hamas nicht weitermachen darf mit ihren aggressiven Handlungen gegenüber Israel."

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