RTL/ntv "Frühstart"

Ostsee-Urlaub nur mit Impfpass?

Ostsee-Strand in Scharbeutz: Bald nur noch für Geimpfte?
Ostsee-Strand in Scharbeutz: Bald nur noch für Geimpfte?
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01. März 2021 - 8:38 Uhr

Günther: "Öffnungen nur möglich, wenn wir bestimmte Restriktionen machen“

Seit Monaten hängt Deutschland im Lockdown - da hoffen viele Menschen auf Urlaubsreisen, zumindest im eigenen Land. Doch ob die möglich sind, steht noch in den Sternen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bringt jetzt diese Idee ins Spiel: Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die mit einem Impfpass ihre Corona-Impfung nachweisen können. "Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen. Ich glaube ohnehin, dass Öffnungen in dem Bereich nur möglich sind, wenn wir bestimmte Restriktionen machen", sagte Günther im RTL/ntv "Frühstart".

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Europa führt den Impfpass ein

ARCHIV - 07.10.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, nimmt an einer Pressekonferenz im Landeshaus Kiel teil. (zu dpa "Günther kritisiert Merz nach Parteitag wegen Kabinettsvorstoß") Foto: Greg
Ministerpräsident Daniel Günther
© dpa, Gregor Fischer, fis axs wsz moe cul

Es habe im Tourismus schon häufiger die Auflage gegeben, einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen, so Günther. Derzeit werde das auch bei den Grenzkontrollen so gehandhabt. Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnete er als "sinnvolles Instrument". Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mit Hilfe so eines Passes weitere Öffnungsschritte verantworten. Die EU-Staaten hatten sich am Donnerstagabend auf die Einführung eines Impfpasses geeinigt. HIER erfahren Sie, was das für Ihren Sommerurlaub bedeuten könnte.

Einen ersten Schritt in diese Richtung gab es heute für das Ostseebad Travemünde. Das ursprünglich bis Sonntag geltende Betretungsverbot wurde vom zuständigen Landesministerium als "unverhältnismäßig" aufgehoben. Damit dürfen auch Auswärtige das Ostseebad ab Sonnabend wieder besuchen.

Lockerungen dank Schnelltests

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident sprach sich dafür aus, Lockerungen außerdem an den Einsatz von Schnelltests zu knüpfen, so wie von Bundeskanzlerin Merkel angedacht. Auch das könne vor allem beim Tourismus funktionieren. "Immer dann, wenn Gäste anreisen oder auch mal zwischendurch kontrolliert werden, kann ich mir das sehr gut vorstellen."

Außerdem denke er an den Einzelhandel und andere Bereiche. "Wenn die Schnelltests jetzt alle zugelassen werden, wenn das einfach handhabbar ist, kann das definitiv eine Möglichkeit sein, um weitere Öffnungsschritte überhaupt zu ermöglichen." Ab März sind auch die ersten drei Selbsttests für die Bürger zu haben.

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Einzelhandel: Shopping auf Termin

Mehrere Bundesländer haben Lockerungen bereits beschlossen. Vor der nächsten Bund-Länder-Runde am kommenden Mittwoch forderte auch Günther, dem Einzelhandel Lockerungsperspektiven zu geben. Man habe das bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz so verabredet. "Der Einzelhandel ist der Bereich, der jetzt auch früher geöffnet werden kann."

Aus dem Stufenplan des Robert-Koch-Instituts gehe hervor, dass das bei einer Inzidenz unter 50 möglich sei. "Das sind die Leitplanken, über die wir uns in der nächsten Woche unterhalten müssen." Falls die Inzidenz noch nicht ganz so niedrig sei, könnten Läden zwar noch nicht komplett aufmachen, zum Beispiel aber Shopping nach Terminvergabe anbieten. So hatten das bereits Bremen und Rheinland-Pfalz beschlossen.

Schleswig-Holstein lockert

Der Ministerpräsident verteidigte die ersten Lockerungen in Schleswig-Holstein trotz der bundesweit wieder leicht steigender Infektionszahlen. "Es ist verantwortbar." Das Bundesland habe im Moment eine stabile Inzidenz von 50. "Das ist ein Niveau, bei dem wir uns auf jeden Fall weitere Öffnungsschritte auch zutrauen." Im Moment gebe es keinen Ministerpräsidenten, der die Maßnahmen in seinem Bundesland nicht lockere, so Günther. Aber: "Manche Ministerpräsidenten lockern im Moment und sagen, andere dürften jetzt aber nicht weiter lockern. Das nehme ich zur Kenntnis."