Im Podcast "heute wichtig"

Flüchtlinge aus der Ukraine: Schaffen wir das? "Wir können von 2015 lernen"

Ukraine-Flüchtlinge
Bislang sind rund 145.000 Ukraine-Flüchtlinge in Deutschland registriert worden.
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Attila Husejnow

Viele Menschen, die gerade aus der Ukraine flüchten , werden in Deutschland mit offenen Armen empfangen. Das ist gut und richtig – und deshalb muss man schon jetzt über deren Integration nachdenken, findet Journalistin und Buchautorin Hadija Haruna-Oelker im Interview beim Podcast „heute wichtig“.

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Rund 145.000 Ukraine-Flüchtlinge in Deutschland registriert

37 Millionen Menschen lebten am 24. Februar noch in der Ukraine. Seit dem Ausbruch des Krieges sind etwa 2,8 Millionen davon geflüchtet, mussten sich zumindest vorerst ein neues Zuhause suchen. Etwa 145.000 Flüchtlinge wurden laut Bundesinnenministerium in Deutschland registriert.

Um diese Menschen aufzufangen und so schnell wie möglich eine Unterkunft für sie zu finden, sprießen Vereine und Hilfsorganisationen gerade wie Pilze aus dem Boden. Familien und Einzelpersonen bieten ehrenamtlich ihre Hilfe an und die Willkommenskultur in Deutschland wird groß geschrieben. Doch diese Hilfe dürfe nicht innerhalb kurzer Zeit nachlassen, fordert Haruna-Oelker bei „heute wichtig“.

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Flüchtlingskinder hoffen in Schule auf ein Stück Normalität Dem Krieg in der Ukraine entkommen
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"Wir können von der Aufnahme der Geflüchteten 2015 lernen"

Gerade jetzt sei es wichtig, parallel mitzudenken, wie das neue Leben der Menschen aussehen soll. Wie deren Alltag gestaltet werden kann, wenn die erste Zeit des Ankommens um ist. Das könne man insbesondere aus dem Jahr 2015 lernen, sagt Haruna-Oelker: "Wir können von der Aufnahme der Geflüchteten aus Syrien und anderen Ländern 2015 lernen […] und fragen: Was waren die Hürden? Um jetzt die Hürden für alle aufzulösen."

Damals sagte Angela Merkel: "Wir schaffen das." Doch mit der neuen Willkommenskultur war es schnell wieder vorbei. Viele Strukturen wie die Schulbildung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wurden nicht bedacht. Aber Haruna-Oelker glaubt, dass wir es auch diesmal schaffen und uns damit auf Konflikte vorbereiten können, die in der Zukunft definitiv folgen werden: "Der Krieg geht weiter, die Menschen kommen und bleiben – also auch das Thema. Wir haben also Zeit, uns [damit] zu beschäftigen."

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