Kinderärztin klärt auf

Ihr Kind hat Corona? Diese Medikamente helfen

Corona äußert sich bei Kindern meist wie eine normale Erkältung: mit Fieber und Kopfschmerzen.
Corona äußert sich bei Kindern meist wie eine normale Erkältung: mit Fieber und Kopfschmerzen.
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21. Januar 2022 - 18:47 Uhr

von Jessica Bürger

Einen weiteren Tag in Folge hat die Sieben-Tages-Inzidenz in Deutschland mit einem Wert von über 700 (Stand: 21.1.) einen neuen Höchststand erreicht. Unter den Infizierten sind vermehrt Säuglinge und Kinder. Doch was müssen Eltern eigentlich beachten, wenn ihr Kind Corona hat? Können sie die gleichen Corona-Medikamente einnehmen wie auch Erwachsene?

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Corona-Verläufe bei Kindern sind meist mild

Laut dem neusten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich die Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen in der vergangenen Woche mehr als verdoppelt. Am weitesten vorn liegen die 15- bis 19-Jährigen mit etwas mehr als 45.000 Infektionen, bei Kindern zwischen null und vier Jahren sind es knapp 18.000.

Immerhin: Wenn Kinder mit Corona infiziert sind, ist der Krankheitsverlauf meist sehr mild. "Corona äußert sich bei Kindern meist durch etwas Husten, Fieber und Kopfschmerzen, wie bei jeder anderen Erkältungs- und Virusinfektion auch", sagt Kinderärztin Melanie Ahaus im RTL-Interview. Bei Kindern ab 12 könnten zudem Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung oder Schwindelgefühle auftreten.

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Mit Säuglingen sollte man lieber früher als spät zum Arzt

Dementsprechend sei auch die Behandlung rein symptomatisch, egal wie alt das Kind sei. Heißt: Nasentropfen, Hustensaft, Schmerzmittel gegen die Kopfschmerzen, fiebersenkende Medikamente und wenn nötig mit einer Kochsalzlösung inhalieren. Das gelte auch für Babys, so Ahaus. "Bei Säuglingen sollte man immer schauen, ob das Kind Fieber hat und genug trinkt", empfiehlt die Ärztin. "Auf jeden Fall aber rechtzeitig zum Arzt gehen – lieber früher als zu spät."

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Könnten Corona-Medikamente helfen?

Die Corona-Medikamente, die Erwachsene bei einer Infektion einnehmen, zum Beispiel Paxlovid, hält Ahaus nicht für sinnvoll. "Antivirale Medikamente machen nur Sinn, wenn man sie ganz früh einnimmt", so die Kinderärztin. Bei Kindern würden aber eher spät Corona diagnostiziert werden, eben weil sie nur schwach ausgeprägte Symptome zeigen und viele Eltern zuerst von einer Grippe ausgehen. Außerdem werden die meisten Corona-Medikamente noch in klinischen Studien getestet und sind noch gar nicht für Kinder zugelassen. Für Ahaus stellt das kein Problem dar. "Kinder haben sehr selten schwere Verläufe, dass sie ins Krankenhaus müssen", sagt die Kinderärztin und wiederholt: Wenn das Kind krank ist, sollte es mit ganz normalen Erkältungsmedikamenten handelt werden.

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