Tragischer Zufall in Kanada

Ohne es zu wissen: Rettungssanitäterin behandelt ihre eigene Tochter am Unfallort - Mädchen stirbt

Sanitäterin behandelt ihre tödlich verletzte Tochter Der reinste Albtraum
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Der reinste Albtraum
Sanitäterin behandelt ihre tödlich verletzte Tochter

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Rettungssanitäter sehen tagtäglich Schreckliches. Doch was Jayme Erickson aus Kanada erleben musste, ist tragisch: Als sie als Erste am Einsatzort eintrifft, eröffnet sich ihr ein schreckliches Bild. Das Opfer ist bis zur Unkenntlichkeit verletzt. Dass ihr aber der größte Schock ihres Lebens noch bevorsteht, weiß sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mehr zu diesem tragischen Rettungseinsatz sehen Sie im Video.

Fahrer kann sich befreien - Beifahrerin ist eingeklemmt

Für Jayme Erickson beginnt der Tag wie einer von vielen. Sie wird zu einem Einsatz gerufen, es ist ein schwerer Verkehrsunfall nördlich von Calgary. Sie macht sich mit ihren Kollegen auf den Weg, um den Unfallopfern schnellstmöglich zu helfen. Am Einsatzort angekommen, finden sie das Autowrack. Nachdem der Fahrer die Kontrolle über das Auto verloren habe, sei es von einem Lastwagen gerammt worden. Der Fahrer konnte sich befreien, doch eine weitere Person – ein Mädchen – ist auf dem Beifahrersitz eingeklemmt. Sanitäterin Jayme Erickson bemüht sich fast eine halbe Stunde lang, das Mädchen aus dem Fahrzeug zu befreien, bleibt auch bei ihm, bis es in ein nahe gelegenes Krankenhaus in Calgary geflogen werden kann.

Sofort schießt ihr durch den Kopf: Wahrscheinlich werden die Eltern des Opfers ihre Tochter bald verlieren, so schwer verletzt ist sie. Doch wenig später stellt sich heraus, Jayme Erickson selbst ist die Mutter des Unfallopfers!

Sie erfährt es erst nach ihrer Schicht

Kurz nachdem Jayme Erickson nach ihrer Schicht nach Hause kommt, klingelt es an der Tür. Die Polizei teilt ihr mit, dass ihre 17-jährige Tochter Montana bei einem Unfall ums Leben gekommen sei. Erst dann realisiert sie, dass es sich bei dem eingeklemmten Unfallopfer um ihre eigene Tochter handelte.

Montana starb nach ihrer Befreiung aus dem Auto im Krankenhaus, wie ihre Mutter bei einer Pressekonferenz berichtet. Während sie an die Jugendliche erinnert, die bis zum Ende gekämpft habe, laufen ihr Tränen übers Gesicht. „Wir werden Montana schrecklich vermissen. Wir lieben sie so sehr“, sagt sie.

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Sie hielt unwissentlich ihre eigenen Tochter am Leben

Richard Reed, ein Freund und Flugsanitäter, berichtet auf der Pressekonferenz, wie Erickson sich als erste am Unfallort unwissentlich um die eigene Tochter kümmerte. Sie habe gewusst, dass es schlecht um das Mädchen gestanden habe. Sie habe bei ihrer Tochter gesessen, bis sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden sei – immer noch unwissend, um wen es sich handelte. „Jayme hat unwissentlich ihre eigene Tochter am Leben gehalten.“ (kho)