Grausamer Verdacht nach Knochenfund

Hinweise auf Kannibalismus: Vermisster Stefan T. ist tot - Verdächtiger in U-Haft

19. November 2020 - 21:50 Uhr

Kannibale in Berlin? Vermisster Stefan T. aus Berlin ist tot

Der seit September vermisste Monteur Stefan T. (44) aus Berlin ist tot. Laut Polizei ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen – ein 41-jähriger Pankower wurde bereits festgenommen. Gegen ihn wurde laut Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehl wegen "Sexualmordes aus niedrigen Beweggründen" erlassen. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Im Video zeigen wir die Spurensuche der Polizei.

Wurde Stefan T. Opfer eines Kannibalen?
Mit diesem Foto war nach Stefan T. gesucht worden.
© Polizei Berlin

Stefan T. soll sich mit Verdächtigem zu einem Treffen verabredet haben

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Man habe aufgrund des komplett fleischlos aufgefundenen Knochens die Vermutung, dass Stefan T. Opfer eines Kannibalen geworden sei, sagte ein Polizeibeamter der Zeitung. Wie die Zeitung weiter berichtet, führten Hunde die Polizisten zur Wohnung des nun Festgenommenen. Bei ihm soll es sich um einen Lehrer aus Berlin-Pankow handeln. Nach Informationen der Zeitung sollen die Fahnder Chatprotokolle aus einer Plattform für Schwule zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter gesichert haben.

Dem Bericht zufolge gebe es auch in der Google-Historie des Verdächtigen eindeutige Hinweise auf Kannibalismus. Er befindet sich in U-Haft.

Spaziergänger fanden Knochen des vermissten Stefan T. in Berlin-Buch

Am 8. November 2020 fanden Hundebesitzer in Berlin-Buch mehrere Knochen – schnell kam der Verdacht auf, dass es sich dabei um menschliche Überreste handeln könnte. Nun habe man die Knochen als Überreste des vermissten Stefan T. identifizieren können, hieß es von der Polizei.

Der Monteur wurde seit dem 5. September 2020 vermisst. Er hatte die mit einem Mitbewohner gemeinsam bewohnte Wohngemeinsachaft in Lichtenberg kurz vor Mitternacht verlassen und war seitdem spurlos verschwunden. Sein Mitbewohner hatte ihn als vermisst gemeldet