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Hessen erreicht Warnstufe 1: Diese Corona-Regeln werden nun verschärft

"Wir haben eine Pandemie der Ungeimpften"

Hessen erreicht Warnstufe 1: Diese Regeln werden nun verschärft

Hessen erreicht Warnstufe 1: Diese Regeln werden verschärft "Wir haben eine Pandemie der Ungeimpften"
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"Wir haben eine Pandemie der Ungeimpften"
Hessen erreicht Warnstufe 1: Diese Regeln werden verschärft

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Hohe Auslastung der Intensivstationen

Die vierte Welle rollt auf Hessen zu. Die Lage in den Krankenhäusern ist bereits kritisch. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 9.000 Personen in Hessen mit dem Coronavirus infiziert. 649 Corona-Patientinnen und Patienten werden stationär behandelt, 205 müssen auf der Intensivstation betreut werden. Die große Mehrheit – nämlich 70 Prozent – ist ungeimpft. Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, hat die hessische Landesregierung in einer Pressekonferenz neue Maßnahmen vorgestellt. Diese treten ab dem 11. November in Kraft.

Verschärfung auf PCR-Test

Wer in Zukunft an 3G-Veranstaltungen teilnehmen oder 3G-Einrichtungen besuchen möchte und nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig einen aktuellen PCR-Test vorlegen. Der bisherige Antigen-Schnelltest reicht nicht mehr aus. Betroffen sind Innenbereiche bei Veranstaltungen, Messen und im Kulturbetrieb, in Freizeiteinrichtungen, Sportstätten, Kulturstätten, Gaststätten, Spielbanken und Spielhallen sowie Prostitutionsstätten.

Für das Personal in diesen Branchen reicht wie bislang ein Arbeitgebertest zweimal pro Woche aus. Nur für Kinder und Jugendliche sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, ist ein ärztliches Attest notwendig, Ein Antigentestnachweis ist weiterhin ausreichend.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Neuerungen für Beschäftigte mit Kundenkontakt

Nachdem die Landesregierung in der vorherigen Woche bereits die Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen, sowie in Krankenhäusern verschärft hat , werden die Testvorgaben nun auf weitere Bereiche ausgeweitet. Wenn Beschäftigte Kontakt zu externen Kunden haben, gilt die 3G-Regel. Dies gilt beispielsweise für Personal in Supermärkten, im öffentlichen Personennahverkehr oder beim Friseur. Die zwei Testmöglichkeiten pro Woche müssen dann von den Beschäftigten verpflichtend genutzt werden.

Maximalquote für Getestete

Bei zukünftigen Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmer dürften nur noch maximal 10 Prozent Getestete sein. Die übrigen Teilnehmer müssen entweder geimpft oder genesen sein.

Mehr Tests in Schulen

ARCHIV - 30.08.2021, Hessen, Nidda: Ein Testheft für Schülerinnen und Schüler liegt vor der ersten Stunde an einer Schule neben einer Schachtel mit Corona-Schnelltests. (zu dpa «Corona-Tests in Hessen nach Schulstart») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++
Corona-Tests an hessischen Schulen
scg fgj cam sb, dpa, Sebastian Gollnow

Aktuell mussten sich ungeimpfte Schülerinnen und Schüler zweimal die Woche testen lassen, in Zukunft wird die Testpflicht auf dreimal pro Woche ausgeweitet. Die Test sind weiterhin kostenlos und werden im Testheft vermerkt. Die Regelung gilt bis zum 31. Januar 2022.

Informationen über Auffrischungsimpfung

„Wir wissen mittlerweile, dass der Impfschutz nach einem halben Jahr langsam nachlässt. Deshalb werben wir noch gezielter für Auffrischimpfungen und schreiben jetzt beispielsweise alle Hessinnen und Hessen über 70 Jahre erneut persönlich an, für die die Stiko die Auffrischung ausdrücklich empfiehlt“, so Bouffier und Klose. So sollen beispielsweise auch wieder mobile Impfteams gezielt Alten- und Pflegeheime ansteuern, um Bewohnerinnen und Bewohner erneut zu impfen.

"Impfen ist und bleibt der beste Schutz“

Mit dem neuen Maßnahmenpaket wolle man die gefährdeten Gruppen schützen, so Bouffier und Klose. „Die Zahlen machen drei Dinge deutlich. Erstens: Die Impfung ist der beste Schutz gegen eine schwere Corona-Erkrankung. Zweitens ist es neben den Pflegekräften vor allem den Geimpften zu verdanken, dass die Situation in unseren Krankenhäusern trotz steil ansteigender Infektionszahlen bislang noch beherrschbar war. Und drittens: Die Impfquote ist noch immer nicht hoch genug. Auch bei den Auffrischimpfungen brauchen wir mehr Tempo“, so der Ministerpräsident. (dgö)