Kein Medikamenten-Engpass

Grippeimpfung: Für wen die Impfung gegen Influenza sinnvoll ist

15. November 2019 - 10:52 Uhr

Saison 2019/2020: Mehr Impfdosen als im Vorjahr

Die Influenza ist keine harmlose Erkältungskrankheit, im schlimmsten Fall kann die Virusgrippe zum Tod führen. Daher ist eine Impfung umso wichtiger für einige Personenkreise. In der Grippesaison 2018/2019 hatte es einen Engpass an Grippeimpfstoff gegeben, dieses Jahr soll aber ausreichend vorhanden sein, so der der Apothekerverband Schleswig-Holstein. Bundesweit wurden nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) bis Ende September bereits rund 16,5 Millionen Impfdosen freigegeben. Für die gesamte Grippesaison 2018 waren es nach Angaben des PEI nur rund 15,7 Millionen.

Wer sich alles impfen lassen sollte, erklären wir hier.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung für alle Risikogruppen, also für Menschen, die bei einer Infektion schwerwiegende Folgen davontragen könnten. Das sind vor allem Menschen über 60 Jahre, Personen mit bestimmten bereits vorhandenen chronischen Erkrankungen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Seit 2010 wird auch Schwangeren eine Grippe-Impfung empfohlen. Über die Plazenta geben Schwangere den Impfschutz via Antikörper auch an das Kind. So sind auch Neugeborene in den ersten Lebensmonaten noch geschützt.

Darüber hinaus sollte sich auch medizinisches Personal und Personal in Pflegeeinrichtungen impfen lassen, da diese Personen ein erhöhtes Risiko haben, sich selbst und damit andere Personen anzustecken.

Für gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird eine Impfung hingegen nicht explizit empfohlen. Grundsätzlich sollte die individuelle Situation mit dem Arzt besprochen werden.

Wo kann ich mich impfen lassen und was kostet es?

Impfen lassen können Sie sich bei allen impfberechtigten Ärzten, in der Regel den Hausärzten. Je nach Bundesland oder Landkreis gibt es weitere impfberechtigte Ärzte, zum Beispiel in Gesundheitsämtern oder Krankenhäusern. Darüber hinaus können Sie auch in den Räumen Ihres Unternehmens die Impfung erhalten. Hierüber informiert Sie die Geschäftsleitung.

Bei Fragen rufen Sie bitte bei Ihrem Hausarzt oder im Gesundheitsamt der Stadt an. Kosten entstehen Ihnen übrigens keine für die Impfung.

In seltenen Fällen kann es zu einer Rötung an der Einstichstelle oder abgeschwächten Grippesymptomen kommen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.