Er stiftete 3 Frauen an, mit ihm Kinder zu missbrauchen

Verurteilter Sexualstraftäter zum dritten Mal vor Gericht - warum kommt er immer wieder damit durch?

10. Juli 2021 - 21:58 Uhr

Seit 2019 steht Daniel P. immer wieder vor Gericht

Die Details, die bei diesem Prozess ans Licht kommen, sind erschütternd. Daniel P. soll Kinder immer wieder sexuell missbraucht und dabei gefilmt und fotografiert haben. Dabei hatte er Unterstützung. Angeblich hat er zwei seiner Ex-Freundinnen und seine aktuelle Freundin für die ekelhaften Taten eingespannt. Seit 2019 stand er mehrfach vor Gericht, ist bereits zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Jetzt sitzt der 33-Jährige wieder auf der Anklagebank. Der Vorwurf: Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und Verbreitung kinderpornografischer Schriften. Im Interview mit RTL-Reporter Frank Vacik spricht die Mutter eines der missbrauchten Kinder – wie sie die grausame Zeit erlebt hat, erzählt sie im Video.

Er brachte Frauen dazu, Straftaten für ihn zu begehen

Daniel P. hat seine Taten über seinen Anwalt gestanden.
Daniel P. hat seine Taten über seinen Anwalt gestanden. Schon in der Vergangenheit wurde er wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt.
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Es ist kaum zu glauben. Daniel P. soll sich absichtlich labile Frauen ausgesucht und diese dazu gebracht haben, gemeinsam mit ihm Kinder sexuell zu missbrauchen. Deshalb saß der Mann schon mehrfach auf der Anklagebank. Auch seine aktuelle Lebensgefährtin, Jessica M. (21), steht vor Gericht. Zwischen 2017 und 2020 sollen beide die kleine Nichte der Angeklagten sexuell missbraucht und Fotos und Videos von ihren Taten gemacht haben.

Ehemalige Mittäterin bereut Vergangenheit und sagt gegen P. aus

RTL-Reporter Frank Vacik sprach bei Gericht mit Maria B. (Name geändert).
RTL-Reporter Frank Vacik sprach bei Gericht mit Maria B. (Name geändert). Sie hat in der Vergangenheit Straftaten mit Daniel P. begangen - diesmal sagte sie gegen ihren Ex aus.
© RTL

Vor Gericht erschien auch Maria B. (Name geändert), eine Ex-Freundin von Daniel P. In der Vergangenheit hatte der Angeklagte sie dazu angestiftet, sich mit ihm an Kindern zu vergehen –die junge Frau machte mit. Deshalb stand sie 2019 mit Daniel P. vor Gericht. Damals hatte Maria B. geholfen, das drei Monate alte Baby eines Freundes zu missbrauchen. Dafür wurde sie zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährungsstrafe ausgesetzt wurde. Ihr Wunsch, Erzieherin zu werden, war damit passé. Nicht nur das. Ihre Taten aus der Vergangenheit verfolgen Maria bis heute.

Denn jetzt muss sie als Zeugin vor Gericht gegen Daniel P. aussagen. Und sie belastet ihren Ex schwer. Heute empfinde sie nur noch Ekel, gesteht sie im Interview mit Frank Vacik. "Ich habe ihn geliebt. Es war meine erste große Liebe, aber für mich ist er einfach nur noch Abschaum", sagt sie. Sie sei damals blind vor Liebe gewesen. So machte sie sich schließlich mitschuldig. "Dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass ich durch ihn einfach diese Dinge getan habe – das ist das Schwierigste." Sie belaste, dass nun alles noch einmal aufgewühlt werde.

Maria B. ist selbst Mutter eines Sohnes. Wenn sie heute vor Gericht stehe, denke sie immer wieder an ihr Kind, erzählt sie und blickt voller Scham auf die Vergangenheit zurück. "Ich bereue, dass ich mich so intensiv auf den Menschen eingelassen habe. Ich werde mir das selber nie verzeihen können", sagt sie.

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Daniel P. gesteht die Tat

Daniel P. hat über seinen Verteidiger nun ausrichten lassen, dass er die Tat gesteht. Er wolle die volle Verantwortung übernehmen. Das Urteil gegen den 33-Jährigen soll im September fallen. (dky)