Sinnvoll oder daneben?

Mutter vergibt bezahlte Haushaltsjobs an ihre Kinder

29. August 2019 - 18:11 Uhr

Serenity unterschreibt ihren ersten Arbeitsvertrag - mit sechs Jahren

Studien zeigen, dass Kinder immer weniger im Haushalt mithelfen. Da kam eine Mutter aus Georgia, USA, auf eine ziemlich clevere Idee: Statt einfach nur Taschengeld zu geben, sucht Shaketha Marion McGregor mit Jobanzeigen in ihrem Haus nach "Haushaltshilfen", "Küchen Manager" und "Betreuer für den Wäscheservice". Während der 13-jährige Sohn kein Interesse hat, bewirbt sich Tochter Serenity - und bekommt den Job als "Chefhaushälterin". Die Sechsjährige erhält dafür zehn US-Dollar (umgerechnet ca. neun Euro) Taschengeld die Woche und einen Arbeitsvertag mit klaren Regeln ("Kein Fernsehen während der Arbeit"). Von anderen Eltern erhält Shaketha viel Lob dafür. Im Video sehen Sie, warum eine Expertin dieses Modell eher kritisch sieht.

Die Facebook-Community feiert Shaketha für diese witzige Aktion

Auf ihrer Facebook-Seite "This Mom Means Business Inc." berichtet die Amerikanerin regelmäßig über die Fortschritte im Job. Für diese Aktion wird die Amerikanerin gefeiert, die den "kindgerechten" Vertrag auf die Social-Media-Seite gestellt hat. So schreiben User unter ihrem Post: "Das ist genial und kreativ. Du rockst Mum!" Oder auch: "Ich liebe sie! Mehr Eltern sollten das machen."

Kinder und Hausarbeit: Was das Gesetz vorsieht

Laut dem deutschen Gesetz sind Kinder sogar verpflichtet im Haushalt mitzuhelfen, solange sie dort wohnen. Bei der Art der Hausarbeit kommt es natürlich aufs Alter der Kinder an: Drei- und Vierjährige können zum Beispiel Teller abräumen, während für Zwölfjährige Staubsaugen zumutbar ist und 17-Jährige auch das Bad putzen können.

Eltern sollten besonders kleinen Kindern immer erklären, warum die Mithilfe sinnvoll ist. Wichtig ist es auch, die Kinder nach der Mitarbeit im Haushalt zu loben, anstatt ihnen mehr Taschengeld zu geben. Das spornt sie an und bestätigt sie in ihrem Tun. Und nicht zu vergessen: nach der Hausarbeit sollte natürlich noch genügend Zeit zum Spielen bestehen!

Wenn die Kinder allerdings schon älter sind, immer noch im Elternhaus wohnen und keinerlei Unterstützung im Haushalt zeigen, sollten Eltern mithilfe von Regeln und klärenden Gesprächen versuchen, ihre Kinder zu motivieren. Hilft das nicht, können Eltern ein Kostgeld für die Hausarbeit von den eigenen Kindern verlangen - zumindest dann, wenn sie bereits erwachsen sind und ihr eigenes Geld verdienen.