Long-Covid-Patientin berichtet

"Der Gang zur Toilette war ein Marathon!"

28. April 2021 - 12:04 Uhr

Zwei Patientinnen sprechen über Langzeitfolgen von Covid-19

Bei den meisten Menschen ist die Corona-Infektion nach etwa zwei Wochen ausgestanden. Einige Menschen jedoch leiden auch Wochen oder Monate nach der Infektion noch unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Müdigkeit, Erschöpfung oder Atemproblemen. Ärzte sprechen in diesem Fall von Long-Covid. Demnach sind die Patienten nach der Erkrankung weder geheilt noch belastbar – und zwar unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs. Auch Gunda Moritz und Heike Werntgen litten unter Long Covid. Im Video erzählen die beiden, mit welchen Langzeitfolgen sie zu kämpfen hatten und wie es ihnen heute geht.

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Long-Covid-Patientin: "Ich konnte gar nichts mehr!"

"Der Gang zur Toilette oder zur Dusche war ein Marathon. Ich konnte gar nichts mehr", erzählt Heike Werntgen rückblickend. Sie habe nicht gewusst, ob sie jemals wieder arbeiten könne. Und auch Gunda Moritz erinnert sich: "Ich war einfach nur erschöpft. Ich konnte noch nicht einmal fernsehen."

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Damit sind die beiden Frauen bei weitem nicht allein: Zwar gibt es noch keine einheitlichen Studienergebnisse und Einschätzungen dazu, wie viele Menschen noch Wochen und Monate mit den Langzeitfolgen von Corona zu kämpfen haben. Experten gehen allerdings von etwa zehn bis 20 Prozent aller Infizierten aus. Bei Patienten mit einem sehr schweren Krankheitsverlauf wird das Risiko für Long Covid mit 50-70 Prozent noch deutlich höher eingeschätzt.

Lese-Tipp: Kann eine Impfung das Long-Covid-Syndrom verhindern?

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