3. Juni 2019 - 14:00 Uhr

Bundesnetzagentur kritisiert die Breitbandanbieter

Schnelles Internet daheim oder unterwegs - das versprechen die meisten Anbieter, aber oft bleibt es beim Versprechen. Laut einer Studie der Bundesnetzagentur surft fast jeder dritte Nutzer nicht einmal halb so schnell wie vertraglich mit dem Internet-Anbieter vereinbart. In unserem Video zeigen Ihnen, wie Sie das Tempo Ihrer Verbindung messen und erklären, welche Rechte Sie gegenüber den Anbietern haben.

So testen Sie, ob Ihre Internet-Geschwindigkeit korrekt ist

Rund 700.000 Messungen hat die Bundesnetzagentur ausgewertet - das Ergebnis ist für die Internet-Branche nicht gerade schmeichelhaft: "Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden nach wie vor oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen die Anbieter in Aussicht gestellt haben", sagte Behördenchef Jochen Homann. Geprüft wurden Messungen von Festnetzanschluss-Nutzern, die zwischen Oktober 2016 und September 2017 über die Seite www.breitbandmessung.de einen Geschwindigkeits-Test durchgeführt hatten. "Obwohl die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich ausfallen, zeigen sie insgesamt weiterhin Handlungsbedarf bei den Breitbandanbietern", sagte Homann.

Was hilft? Hier finden Sie die besten Experten-Tipps für schnelleres WLAN zuhause. Eventuell brauchen Sie auch einen WLAN-Repeater, der Ihren Empfang im ganzen Haus verbessert. Unseren Repeater-Vergleich finden Sie hier.

Drohen den Anbietern jetzt Strafen?

Im Mobilfunk ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch größer. Nur 18,6 Prozent der Nutzer kamen auf mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten Höchstgeschwindigkeit. Gegenüber dem Vorjahreswert von 27,6 Prozent war das deutlich schlechter. Nur 1,6 Prozent der Nutzer bekamen laut jüngster Studie die vereinbarte Höchstgeschwindigkeit oder sogar eine noch schnellere Verbindung.

Eine unmittelbare Konsequenz aus der Studie entsteht nicht für die Anbieter - es gibt keine Sanktionen oder dergleichen. Die Bundesnetzagentur setzt mit dem Bericht vielmehr auf Transparenz, um die Anbieter unter Druck zu setzen und die Situation zu verbessern. Deutschland hinkt beim Breitbandausbau im internationalen Vergleich seit langem hinterher.