Wenn`s mal wieder länger dauert

Homeoffice: So wird Ihr Internet zu Hause schneller

Wer zu Hause arbeitet, braucht eine gute Internetverbindung
© dpa, Sebastian Gollnow, scg axs

25. März 2020 - 15:50 Uhr

Lange Leitung zu Hause? Das können Sie dagegen tun!

Wer kann, bleibt im Moment zu Hause. Und wer von zu Hause arbeiten kann, erst Recht! Dass das nicht nur das eigene Familienleben bei geschlossen Kitas und Schulen strapazieren kann, sondern auch das eigene Internet, dürfte bei etlichen Homeworkern ein verzweifeltes Nicken hervorrufen. Ruckelndes Bild bei Videokonferenzen, minutenlanger Aufbau einer bestimmten Internetseite oder Sprachaussetzer bei einer Skype-Schalte. Homeoffice heißt: Geduld mitbringen und manchmal auf der langen Leitung stehen. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie mit ihrem Internet zu Hause schneller ans Ziel kommen!

Näher an den Router rücken

Schaut das Kind gerade die neuesten Videos auf Youtube oder muss online Hausaufgaben machen? Sie aber müssen dringend ein Meeting per Skype abhalten? Die beste Lösung wäre: Kind und Videos müssen warten. Wenn das aber gerade nicht geht, rücken Sie mit ihrem Laptop nah an Ihren Router heran, um ein besseres WLAN-Signal empfangen zu können. Zusätzlich können Sie Ihren Laptop per Ethernet an den Router anschließen (Stiftung Warentest hat neulich erst Router gecheckt). Je nachdem welches Gerät Sie haben, müssen Sie allerdings einen passenden USB-Ethernet-Adapter kaufen. Damit bekommen Sie dann eine stabile Gigabit-Verbindung zu Ihrem Router und die Qualität wird verbessert.

5-GHz statt 2,4-GHz-Signal

Denken Sie daran, dass nicht nur Sie einen Router zu Hause haben, sondern womöglich auch alle Nachbarn um Sie herum. Und auch das kann zum Störfaktor werden! Prüfen Sie daher, ob ihr Laptop im 2,4-GHz-WLAN eingebucht ist. Wenn ja, stellen Sie besser auf 5 GHZ hoch. Das minimiert die Störreichweite der Nachbarn und Sie können besser arbeiten.

Internet-Provider nach Hochstufung fragen

Wenn auch das nicht hilft, ist vielleicht Ihre Internetverbindung generell zu langsam. In diesem Fall können Sie ihren Provider anrufen und fragen, ob die Anschlussgeschwindigkeit hochgestuft werden kann. Dies geschieht natürlich nicht ohne zusätzliche Kosten.

Achten Sie aber im Vorfeld darauf, welchen Anschluss Sie haben. Bei einem älteren ADSL2+-Anschluss lohnt eine Aufrüstung aus technischen Gründen gar nicht. Die Senderichtung kann hier gedeckelt sein und mehr MBIT/s bringen Ihnen leider gar nichts. Moderne Router sind dafür allerdings schon ausgelegt. 

Senderichtung hochrüsten

Wenn Sie in einem Gebiet wohnen, welches gut ausgebaut ist, fragen Sie Ihren Provider nach einer Aufrüstung auf VDSL. Dies gilt aber nur, wenn Sie keinen ADSL-Router haben. Sonst haben Sie mehr Arbeit als Vergnügen. Zusätzlich können Sie bei Ihrem Internetanbieter schauen, ob dieser im Moment für kurze Zeiträume höhere Sendegeschwindigkeiten für einen kleinen Aufpreis anbietet.

Smartphone zusätzlich nutzen

Als letzte Option können Sie auch noch das Smartphone für eine bessere Leitung benutzen. Prüfen Sie, ob Sie auf eine LTE-Mobilfunkverbindung ausweichen können. Viele Smartphones können ihren LTE-Internetzugang über WLAN oder USB an einen PC oder Laptop weiterreichen. Guten Funk!