Damit das Internet zuhause einwandfrei funktioniert

Stiftung Warentest checkt WLAN-Router: Der Testsieger kostet unter 200 Euro

Ohne Router kein WLAN, so einfach ist das. Welche Router zu empfehlen ist, zeigt Stiftung Warentest
© iStockphoto

27. Februar 2020 - 10:40 Uhr

8 DSL-Router und ein Gerät mit Kabelmodem im Test

Ohne WLAN-Router läuft zuhause nicht mehr viel. Die Geräte sind mehr als schlichte Internet-Verteiler. Sie sind unter anderem auch als Telefonanlage und Smart-Home-Schaltzentrale im Einsatz. Gute Router bieten aber nicht nur viele Funktionen, sondern schützen auch zuverlässig vor Eindringlingen. Stiftung Warentest hat acht DSL-Router und ein Gerät mit Kabelmodem getestet. Die klaren Sieger stammen aus Berlin.

Gesamtnote 1,5 für die Fritzbox 7590 von AVM

Die wichtigsten Kriterien im Test waren die Datenraten bei 2,4- und 5-Gigahertz-Verbindungen, die Sicherheitsfunktionen, die Handhabung und die Vielseitigkeit. Außerdem bewerteten die Prüfer die Telefon-Funktionen und den Stromverbrauch.

Testsieger wurde mit der Gesamtnote 1,5 die Fritzbox 7590* 🛒  
Man bekommt das Gerät des Herstellers AVM aus Berlin für ungefähr 190 Euro. Die Prüfer bewerteten sie in allen Kriterien sehr gut, lediglich beim Stromverbrauch musste sie sich mit einem "Gut" abfinden. Weniger energiehungrig sind aber auch die meisten Konkurrenten nicht. Wenn die Fritzbox 7590 ansonsten eine Schwäche hat, dann die Übertragung im 2,4-Gigahertz-Band, wo andere WLAN-Router etwas schneller sind.

Auch auf dem zweiten Platz befindet sich mit der Fritzbox 7530* 🛒 (120 Euro) ebenfalls ein AVM-Gerät. Mit der Gesamtnote 1,6 schnitt es kaum schwächer ab als der Testsieger. Die günstigere Fritzbox überträgt zwar Daten ein kleines bisschen langsamer, dafür hat sie aber den geringsten Stromverbrauch im Testfeld.

Der Drittplatzierte TP-Link Archer VR2800v* 🛒 (140 Euro) ist mit dem Qualitätsurteil 2,1 der einzige Verfolger der Fritzboxen, der insgesamt noch gut abschnitt. Dabei spielt weniger eine Rolle, dass er DSL-Anschlüsse mit Supervectoring nicht ganz ausreizen kann oder beim Telefonieren etwas dumpf klingt. Warentest bewertete seine Sicherheitsfunktionen nur befriedigend. Das vorangestellte WLAN-Passwort ist nur acht Zeichen lang und beim Geräte-Passwort akzeptieren die Einstellungen nur ein Zeichen. Wenn man sichere Kombinationen einstellt, spricht sonst aber nichts gegen den TP-Link-Router.

Auch die Sicherheit der Router spielte eine Rolle im Test

Alle anderen DSL-Router patzten bei der Sicherheit schlimmer und kamen in dieser Disziplin über ein "Ausreichend" nicht hinaus. Unter anderem ermöglichen sie keine automatischen Updates, was die Geräte verwundbar machen kann. Die schlechteste Sicherheit (4,4) bietet der Asus DSL-AC68VG, da Angreifer, die Zugang zum WLAN-Netz haben, die Kontrolle über den Router übernehmen könnten.

Was taugen Kabel-Router?

Der einzige Kabel-Router im Test war die Fritzbox 6591 Cable. Sie erhielt "nur" die Gesamtnote 2,0, obwohl die Tester das Gerät mit guten bis sehr guten Datenübertragungen, sehr guten Filter- und Telefonie-Funktionen, einer sehr guten Handhabung und ihrer Vielseitigkeit fast rundum überzeugte. Für ihren relativ hohen Energieverbrauch, wurde die Kabel-Fritzbox allerdings nur ausreichend (3,9) bewertet.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.