Nach Dänemarks Heimspiel

Delta-"Schock" für EM-Zuschauer in Kopenhagen

21.06.2021, Dänemark, Kopenhagen: Fußball: EM, Russland - Dänemark, Vorrunde, Gruppe B, 3. Spieltag im Telia Parken Stadion. Dänemarks Joakim Maehle (r) jubelt nach dem vierten Tor seiner Mannschaft. Foto: Jonathan Nackstrand/Pool AFP via AP/dpa +++
Erst die Party, dann der Schock,
DRB nic sei, dpa, Jonathan Nackstrand

Gesundheitsminister ordnet Massentest an

Ein „Corona“-Schock mit Ansage: Bei drei Stadionzuschauern des EM-Spiels zwischen Dänemark und Belgien ist die Delta-Variante nachgewiesen worden. Gesundheitsminister Magnus Heunicke und die Behörde für Patientensicherheit forderten deshalb am Mittwochabend 4000 Zuschauer aus sechs bestimmten Stadionblöcken dazu auf, einen PCR-Test machen zu lassen. Die EM-Partie hatte am Donnerstag stattgefunden, Belgien hatte die Begegnung mit 2:1 gewonnen

Ansteckender als andere Virus-Varianten

Die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante B.1.617.2 gilt als ansteckender als andere Corona-Varianten (mehr dazu hier). Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht davon aus, dass sie Ende August 90 Prozent aller Corona-Neuinfektionen in Europa ausmachen wird. Seit Anfang April sind davon in Dänemark 247 Fälle nachgewiesen worden.

Womöglich ist der Fall in Dänemark ein kleiner Vorgeschmack, was uns noch erwartet. In England, wo die Variante heftig grassiert, wird die Kapazität der Zuschauer zum Halbfinale und Finale deutlich erhöht, dann sollen 60.000 Zuschauer zugelassen werden. Für VIP-Gäste entfällt sogar die obligatorische Quarantäne nach der Einreise.

Auch in Deutschland breitet sich die Mutation rasant aus. Binnen einer Woche verdoppelte sich der Anteil an positiven Tests im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts hervorgeht. (tno/dpa)

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Auch in Deutschland breitet sich die Mutation rasant aus. Binnen einer Woche verdoppelte sich der Anteil an positiven Tests im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte am Mittwoch im Bundestag davor, sich angesichts stark gesunkener Inzidenzwerte vorschnell in Sicherheit zu wähnen. Es sei zu früh für eine abschließende Bewertung der Pandemie-Bekämpfung. (tno/dpa)

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