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Mijas in Andalusien: Menschen über 80 Kilo dürfen nicht mehr auf Eseln reiten

14. November 2019 - 17:59 Uhr

Touristen oft schwerer als die Tiere selbst

Es ist eine unvorstellbare Last, die die Esel, die eigentlich die Wahrzeichen der spanischen Bergstadt Mijas sind, Tag für Tag bei extremer Hitze auf sich nehmen müssen. Menschen, egal ob dünn oder dick, lassen sich im Eseltaxi durch die engen, steilen Gassen des bekannten weißen andalusischen Städtchens tragen und ziehen. Was für Schmerzen die Tiere ertragen müssen, will man sich gar nicht vorstellen.

Nun hat die Politik dem Ganzen erstmal einen Riegel vorgeschoben: Menschen, die mehr als 80 Kilo auf die Waage bringen, dürfen sich künftig nicht mehr von Mijas Eseln schleppen lassen. Denn oft haben die Menschen mehr als die Tiere selbst auf die Waage gebracht. Das berichtet focus.de.

Esel starb völlig verwahrlost an unbehandelter Kolik

Vor Kurzem war laut der Tierschutzpartei Pacma sogar ein Esel gestorben, weil die Tiere immer wieder unter schlimmsten Umständen in Ställen gehalten werden, wenn sie sich mal nicht mit Touristen abschleppen müssen. Das Tier soll durch eine unbehandelte Kolikerkrankung, voller Kot und ohne Belüftung im Stall, zu Tode gekommen sein.

Auch auf der griechischen Insel Santorin greift inzwischen ein Gesetz, das verbietet, dass Menschen, die mehr als 100 Kilogramm wiegen, nicht mehr von den Tieren transportiert werden dürfen. Aus dem Urlaubsgebiet hatten Videos verwahrloster Tiere die Politik zum Handeln auf den Plan gerufen. Zum Glück mit Erfolg.