Wir sind verdient weiter

EM 2021: Toni Kroos schießt gegen Kritiker

Toni Kroos beklagt Schwarz-Weiß-Denken in Deutschland.
Toni Kroos beklagt Schwarz-Weiß-Denken in Deutschland.
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25. Juni 2021 - 17:38 Uhr

Kritik an Schwarz-Weiß-Denken

Gegen Ungarn hat Deutschland den Kopf nochmal aus der Schlinge gezogen und mit Mühe und Not das EM-Achtelfinale erreicht. Was folgte? Ein Kritik-Feuerwerk. Mit Recht – wie viele meinen. Toni Kroos allerdings stört die Bewertung der Leistung der Nationalmannschaft. Und beklagt ein Schwarz-Weiß-Denken bei Medien und Fans.

"Es war schon eng"

"Wir sind froh, in dieser Gruppe weitergekommen zu sein, was uns nicht jeder zugetraut hat. Auch wenn es jetzt natürlich wieder so ist, die ganzen Fähnchen im Wind: Nach Portugal waren wir Europameister, jetzt haben wir es nicht mehr verdient, weiterzukommen. Das kennen wir in so einem Turnier", sagte Kroos in seinem Podcast "Einfach mal luppen" mit Bruder Felix.

Beim 2:2 im Gruppenfinale gegen Ungarn habe die DFB-Auswahl "keine ganz souveräne Vorstellung" abgegeben, gab Kroos zu, "da müssen wir uns nichts vormachen. Es war schon eng." Seine erste Reaktion in einer Sprachnachricht an Felix noch aus der Kabine war: "Leck mich am Arsch!" Dennoch sei der Einzug ins Achtelfinale gegen England "verdient gewesen".

Deutschland kommt weiter

Den Kritikern rief Kroos am Ende der 20-minütigen Folge zu: "Wir sind im Achtelfinale - ob ihr wollt oder nicht." Ähnlich hatte er sich bei der WM 2018 nach seinem Siegtreffer in letzter Minute im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden (2:1) geäußert. "Viele Leute in Deutschland hätte es sicher gefreut, wenn wir heute rausgeflogen wären", hatte er damals in Russland gesagt.

Gegen England erwartet Kroos ein "schönes Spiel. Stadion ist bekannt, Gegner ist bekannt, Historie ist bekannt. Es gibt viele Gründe, sich darauf zu freuen", sagte er. Nach der längeren Spielpause müssten "die Akkus dann aufgeladen sein". Kroos geht "fest" vom Weiterkommen aus. (tme/dpa)