Höchststrafe für Anil G. vor Landgericht Köln

Urteil in Köln: Lebenslang für Doppelmord an Ex-Freundin und Sohn (4)

Doppelmord am Rhein: Anil G. erstach Ex-Freundin und Sohn Urteil in Köln
01:34 min
Urteil in Köln
Doppelmord am Rhein: Anil G. erstach Ex-Freundin und Sohn

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Lebenslang für Doppelmörder Anil G. aus Köln. Weil er seine Ex-Freundin Derya und den gemeinsamen Sohn Kian (4) umgebracht und ihre Leichen in den Rhein geworfen hat, verhängte das Landgericht die Höchststrafe gegen den 25-Jährigen. Zudem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest. G. mordete unter anderem aus Habgier. Er wollte sich davor drücken, Unterhalt für das Kind zu bezahlen. Außerdem wollte er nicht, dass überhaupt bekannt wird, dass er Kians Vater ist.

Köln: Angeklagter gestand Doppelmord an Ex-Freundin und Sohn

Anil G. Urteil Köln
Das Gericht hat Anil G. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
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Die Leichen der Frau und des Kindes waren im November 2021 im Rhein bei Köln entdeckt worden. G. hatte seine ehemalige Freundin und den kleinen Jungen jeweils mit mehreren Messerstichen getötet.

Anfang August hatte der Deutsche im Prozess die Tat gestanden. Er behauptete, erst im September 2021 erfahren zu haben, Vater des Vierjährigen zu sein. Anfang 2017 sollen der Angeklagte und die 24-Jährige eine kurze Affäre gehabt haben, im Oktober drauf war der Junge geboren worden.

Video: Das sagte Deryas Vater beim Prozessauftakt

Deryas Vater war seinerzeit beim Prozessauftakt vor dem Landgericht in Köln dabei. Der Schmerz über den Verlust seiner Tochter und seines Enkels sei kaum in Worte fassen. "Das können nur Väter oder Opas verstehen, die ihr Kind oder Enkelkind verloren haben. Das ist ein unglaubliches Gefühl, das man so nicht beschreiben kann. Das ist nicht möglich", sagt er im RTL-Interview.

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Verteidiger hatten keinen konkreten Strafantrag gestellt

Im letzten Wort hatte sich der 25-Jährige beim Vater und Großvater der Opfer für seine „grausame Tat“ entschuldigt.

Seine Verteidiger hatten zuvor keinen konkreten Strafantrag gestellt, das von der Staatsanwaltschaft vorgebrachte „Motivbündel“ jedoch in Zweifel gezogen. (uvo; dpa)