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Diese vier Kriterien sollen Ihre Region zum Corona-Hotspot machen

Dazu rät Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Diese vier Kriterien sollen Ihre Region zum Corona-Hotspot machen

Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gibt vier Regeln mit an die Hand.
deutsche presse agentur

Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie sollen am 2. April die meisten Beschränkungen fallen – außer in sogenannten Hotspot-Regionen. Das sind Gegenden, in denen zum Beispiel eine Überlastung der Gesundheitsversorgung droht. Eine genaue Definition steht allerdings noch aus. Aber: Sobald eine Region zum Hotspot erklärt wurde, ist das jeweilige Bundesland verantwortlich und trägt die Entscheidungsmacht über eine mögliche Verschärfung der Corona-Regeln.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will den Ländern vier Kriterien zur Bestimmung von Corona-Hotspots vorschlagen.

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Bei der Definition der Hotspots herrscht Uneinigkeit

In den Landesregierungen herrscht Uneinigkeit in der Frage, ob die rechtlichen Voraussetzungen zur Feststellung von Hotspots derzeit erfüllt sind oder nicht. So hat Mecklenburg-Vorpommern bereits das ganze Land bis Ende April zum Hotspot erklärt. Hamburg hat dasselbe vor, obwohl der Stadtstaat die bundesweit niedrigste Inzidenz hat.

SPD-Politiker und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Länder an diesem Montag darüber informieren, „was aus meiner Sicht die Kriterien sind, nach denen die Länder die Hotspots bestimmen können.“ Das sagte er am Sonntag Bild TV.

Lese-Tipp: Corona: Diese Bundesländer planen Hotspot-Maßnahmen

Diese vier Kriterien spielen laut Lauterbach eine wichtige Rolle

Eine Gruppe von Freunden sitzt im Restaurant.
Tschüss, Corona! Ab dem 3. April fallen viele Maßnahmen weg. Außer in sogenannten Hotspots.
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Was also dazu gehört, damit eine Gegend zum Hotspot erklärt wird?

  • Krankenhäuser können wegen Corona planbare Eingriffe nicht mehr durchführen.
  • Die Notfallversorgung ist gefährdet.
  • Untergrenzen in der Pflege sind unterschritten.
  • Patienten müssen in andere Krankenhäuser verlegt werden.

Mit diesen Kriterien sollten die Länder in der Lage sein, die Hotspot-Regelungen umzusetzen. „Und ich appelliere an die Länder, das jetzt zu machen", sagte Lauterbach weiter.

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Er appellierte jedoch an die Länder, das in den Hotspots zu machen und forderte die großen Supermarktketten erneut auf, in ihren Filialen bundesweit per Hausrecht die Maskenpflicht durchzusetzen. (dpa/vdü)

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