Autopsie enthüllt die Wahrheit

Brutale Bluttat in Brasilien: Deutscher Diplomat soll Ehemann getötet haben

Deutscher Diplomat soll Ehemann getötet haben Festnahme in Brasilien
00:35 min
Festnahme in Brasilien
Deutscher Diplomat soll Ehemann getötet haben

30 weitere Videos

In einer Wohnung nahe dem Traumstrand von Ipanema ( Rio de Janeiro) hat sich offenbar ein brutales Verbrechen abgespielt. Der deutsche Diplomat Uwe H. (60) soll dort seinen belgischen Ehemann Walter B. (52) getötet und dann versucht haben, die Tat zu vertuschen. Seit Samstag sitzt er im Gefängnis.

Brasilien: Ehemann starb wohl durch Schlag auf den Kopf

Konsularmitarbeiter Uwe H. rief Medienberichten zufolge am Freitag die Polizei: Sein Ehemann sei in der gemeinsamen Wohnung zusammengebrochen und nach einem Sturz gestorben. Er habe auch Schlaftabletten genommen und viel getrunken.

Doch die Ermittler der brasilianischen Metropole entdeckten in der Wohnung überall Blut. Die Autopsie ergab, dass Walter B. vermutlich durch einen Schlag auf den Hinterkopf ums Leben gekommen war.

Rio de Janeiro: Deutscher Diplomat genießt keine Immunität

"Die vom Konsul geschilderte Version, das Opfer sei gestürzt, passt nicht zu den Ergebnissen der forensischen Untersuchung", erklärte Ermittlerin Camila Lourenco laut einem Bericht der "The Straits Times". "Es wurden mehrere Blutergüsse gefunden – auch am Oberkörper – die durch heftige Fußtritte verursacht worden sein könnten." Weitere Verletzungen deuteten darauf hin, dass Walter B. mit einem Gegenstand angegriffen wurde. "Die Leiche schreit die Todesumstände regelrecht heraus", sagte Lourenc.

Der deutsche Diplomat soll seit 20 Jahren mit Walter B. verheiratet gewesen sein. Wegen der Schwere des Verbrechens genießt er laut Medienberichten keine diplomatische Immunität. (bst)