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Themen und Personen

Rio de Janeiro

Die einstige Hauptstadt Brasiliens Rio de Janeiro ist heute wichtiges Finanz- und Handelszentrum sowie wegen seines Karnevals ein beliebtes Reiseziel

Rio de Janeiro picture alliance / NurPhoto | Allan Carvalho

Rio de Janeiro ist die zweitgrößte Stadt des südamerikanischen Landes Brasilien und Hauptstadt des Bundesstaates gleichen Namens. Die Metropole liegt an der Ostküste von Brasilien an der Guanabara-Bucht. Über 6,5 Millionen Menschen leben im administrativen Stadtgebiet (Stand 2019). Rio de Janeiro gehört zu den Megastädten dieser Welt. Der Name, der auf Deutsch "Fluss des Januars" lautet, geht zurück auf den portugiesischen Entdecker und Seefahrer Gaspar de Lemos. Als dieser die Bucht am 1. Januar 1502 durchsegelte, hielt er sie fälschlicherweise für die Mündung eines Flusses und verlieh ihr ihren Namen.

Zur Geschichte von Rio de Janeiro

Im 16. Jahrhundert errichteten die Franzosen an der Stelle, wo sich heute Rio de Janeiro befindet, eine kleine Siedlung. Zwölf Jahre später wurden sie von den Portugiesen, die hier eine Kolonie unterhielten, zum Verlassen der Region gezwungen. Aufgrund ihrer günstigen geographischen Lage wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten portugiesischen Stützpunkte. Als der portugiesische König Joao VI. vor den französischen Truppen nach Übersee flüchten musste und sich in Rio de Janeiro niederließ, wurde der Ort zur Hauptstadt des Königreichs von Brasilien und Portugal. Auch nach der Unabhängigkeit Brasiliens im Jahr 1822 blieb Rio Hauptstadt, bis im Jahr 1960 das neu gegründete Brasília diese Funktion übernahm. Nach São Paulo ist Rio de Janeiro wichtigstes Finanz- und Handelszentrum des Landes. Mit seinen Sehenswürdigkeiten, einem regen Kulturleben und dem weltberühmten, aufwendig inszenierten Karneval ist Rio de Janeiro Touristenmagnet und kultureller Mittelpunkt des Landes.

Soziale Spannungen in Rio de Janeiro

Der Zuzug der armen Landbevölkerung hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer unkontrollierten Ausdehnung der Stadt geführt. So entstanden in den Außenbezirken zahlreiche illegale Siedlungen (Favelas). Jeder vierte Carioca (Bezeichnung für die Einwohner von Rio de Janeiro) lebt in diesen einfachen Quartieren. Aber auch in den Elendsvierteln ist in der Regel eine grundlegende Infrastruktur mit fließendem Wasser oder Müllabfuhr gegeben. Die mit der Armut einhergehende hohe Kriminalität ist ein großes Problem in der Stadt.