Corona-Mutation breitet sich in England aus

So ist das Wachstum der Delta-Variante in Deutschland

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in England aus. Wie sieht es in Deutschland aus?
Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in England aus. Wie sieht es in Deutschland aus?
© iStockphoto, MicroStockHub

11. Juni 2021 - 10:19 Uhr

Ansteckender, tödlicher, resistenter: Delta-Variante in England

In England breitet sich die in Indien entdeckte Corona-Mutante Delta aus. Diese soll ansteckender, tödlicher und resistenter sein. In England steht ein großes Fragezeichen vor den durchgeführten Lockerungen. Wie entwickelt sich die Lage in Deutschland?

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So ist die Corona-Lage in Deutschland

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai.

Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. In den RKI-Berichten der Vorwochen war der Anteil dieser Variante stets mit Werten um zwei Prozent beziffert worden, nun gab es aber rückwirkend Änderungen, die etwa mit Nachmeldungen begründet werden.

Besorgniserregende Varianten spielen untergeordnete Rolle

Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Als besorgniserregend werden Varianten eingestuft, wenn sie sich zum Beispiel möglicherweise leichter verbreiten, schwerere Verläufe verursachen oder wenn sich das Virus so verändert hat, dass der Schutz von Geimpften und Genesenen beeinträchtigt sein könnte. Die Delta-Variante soll ansteckender, tödlicher und resistenter als der Wildtyp sein. Außerdem steht sie im Verdacht, bei Menschen durch Blutgerinnsel zu Hörverlust und Gangrän, dem Absterben von Gewebe durch eine länger andauernde Durchblutungsstörung, zu führen.Insbesondere der Schutz der Erstimpfung gegen Mutanten gilt als schwächer verglichen mit der Wirkung gegen früheren Virusformen. Experten betonen daher die Bedeutung des vollständigen Impfschutzes. Bei den Präparaten von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca sind dafür zwei Dosen erforderlich. Wie gut die verschiedenen Corona-Impfstoffe gegen die Coronavirus-Varianten schützen, erfahren Sie hier.

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Steigende Fallzahlen in Großbritannien

Lese-Tipp: Die Lockerungspläne in England bekommen aufgrund der sich ausbreitenden Virus-Variante dicke rote Fragezeichen. Dort übernimmt die Delta-Variante. Kann uns das in Deutschland auch passieren? Medizinexperte Dr. Christoph Specht schätzt die Lage ein.

Die zunehmende Verbreitung von Delta lässt die Fallzahlen in Großbritannien rapide ansteigen. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz lange Zeit nur knapp über 20 lag, ist sie derzeit wieder bei rund 46 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Im Nordwesten Englands ist gegen die weitere Ausbreitung eine Offensive mit Massentests und Impfungen gestartet worden. (dpa/esb)

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