Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Alle Infos und Entwicklungen vom 15. Mai 2020

17. Mai 2020 - 12:01 Uhr

Quarantäne-Regeln für Einreise gelockert

Reiselust liegt in der Luft! Deutschland verzichtet vorerst auf die Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus der EU, dem Schengen-Raum und Großbritannien. Nordrhein-Westfalen hatte dabei den Anfang gemacht. Währenddessen bereitet man sich vielerorts auf den bevorstehenden Feiertags- und Wochenendansturm vor.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++Chronologie vom 15. Mai 2020+++

23:53 Uhr -Aktuelle Zahlen: Rund 16.000 aktuell Infizierte in Deutschland

LandInfektionenToteGenesene
Weltweit4.523.653306.3881.622.394
USA1.439.23187.184246.414
Russland262.8432.41858.225
Großbritannien238.00334.0781,045
Spanien230.18327.459144.713
Italien223.88531.610120.205
Frankreich179.63027.53260.562
Deutschland175.2237.897151.597

23:37 Uhr - Italien will Grenzen im Juni wieder öffnen

Italien plant Medienberichten zufolge, die Grenzen ab 3. Juni wieder zu öffnen. Dann könnten Menschen aus der EU und dem Schengen-Raum wieder einreisen, auch ohne danach zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Bisher ist eine Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Italien ist von der Covid-19-Lungenkrankheit so stark wie wenig andere Länder in der EU betroffen, bisher starben fast 32.000 Menschen. Die Infektionszahlen gehen aber seit längerer Zeit zurück. Eine Grenzöffnung zur Sommersaison wäre vor allem für die Tourismusbranche wichtig, die einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Italiens ist.

23:11 Uhr - Corona in Türkei: Viertägiges Ausgehverbot beginnt in 15 Provinzen

In 15 türkischen Provinzen ist um Mitternacht Ortszeit wegen der Corona-Pandemie ein weiteres mehrtägiges Ausgehverbot in Kraft getreten. Es soll diesmal vier Tage lang gelten

- bis Dienstag, einem Feiertag, um Mitternacht. Am Wochenende dürfen Kliniken, Apotheken, Bäckereien und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen bleiben. An den beiden Wochentagen sollen die Menschen begrenzt einkaufen dürfen.

Die Regierung lockert damit ihre Corona-Beschränkungen weiter - an vorherigen Wochenenden oder langen Wochenenden waren von ähnlichen Ausgangssperren noch 24 oder 31 Städte und Provinzen betroffen gewesen. Die Maßnahme gilt weiterhin für Metropolen wie Istanbul und die Hauptstadt Ankara.

Auf längere und landesweite Ausgangssperren hatte die Türkei bisher verzichtet, um die angeschlagene Wirtschaft nicht weiter zu belasten. Volle Ausgehverbote galten bisher nur gruppenweise, beispielsweise für Senioren ab 65 Jahre oder chronisch Kranke. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen dürfen aber auch sie an festgelegten Tagen nun wieder für einige Stunden aus dem Haus. Zudem sind seit dieser Woche unter anderem Friseure und Einkaufszentren wieder offen.

22:46 Uhr – NRW-Gesundheitsminister bricht Hygieneregeln live im TV

 NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einem Presse-Briefing in der Staatskanzlei, zur aktuellen Lage der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 15.05.2020 *** NRW Health Minister Karl Josef Laumann at a press briefing in the State
NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
© imago images/Future Image, Jens Krick via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Und schon wieder ignoriert ein Politiker die Corona-Hygieneregeln. Und diesmal ist es ausgerechnet der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann. Live in seiner eigenen Pressekonferenz am Freitag muss der Minister plötzlich husten. Doch statt in die Armbeuge zu husten, benutzt er ein offenbar gebrauchtes Stofftaschentuch. Sehen sie hier alles im Video.

22:11 Uhr - Behörden warnen vor lebensbedrohlicher Kinder-Krankheit

In Europa gibt es laut einer EU-Behörde eine neue, lebensbedrohliche Kinder-Krankheit, von der unklar ist, ob sie mit dem Corona-Virus im Zusammenhang steht. Bislang seien 230 Kinder in Europa daran erkrankt und zwei gestorben, hieß es am Freitag in einem Bericht der EU-Behörde für Krankheitsvorsorge. Die kleinen Patienten litten dabei unter Fieber und Entzündungen, die dem bekannten Kawasaki-Sydrom oder dem toxischen Schocksyndrom ähnelten. In Genf sagte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, er rufe Kliniken in aller Welt zur Wachsamkeit auf. Sie müssten mit den nationalen Gesundheitsbehörden und der WHO zusammenarbeiten, um die Krankheit besser zu verstehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

21:47 Uhr - Schlagersänger Heino spielt Konzert vor Autos

ARCHIV - 01.03.2019, Bayern, Nürnberg: Der Volkssänger Heino steht beim Konzert auf der Bühne. Schlagersänger Heino spielt am 15.05.2020 ein Auto-Konzert in Bonn. Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schlagersänger Heino spielt ein Auto-Konzert in Bonn.
© dpa, Daniel Karmann, dka cvi fg

Schlagersänger Heino (81) ist zum ersten Mal in seinem Leben vor einem Publikum in Autos aufgetreten. Am Freitagabend spielte der "Blau blüht der Enzian"-Sänger ein sehr spezielles Konzert in Bonn. Seine Fans saßen dabei in ihren Wagen und hörten Heinos Stimme über eine Frequenz ihres Radios. Grund für das besondere Musikerlebnis war natürlich die Corona-Pandemie. Die Regeln bei dem Autokonzert sahen zum Beispiel vor, die Fenster geschlossen zu halten. Auch Toilettengänge sollten nach Möglichkeit ausbleiben.

"Es ist ja schön, dass man überhaupt noch rausgehen kann und die Leute ein bisschen unterhalten kann in einer schweren Zeit", sagte Heino. Auch wenn es natürlich ungewöhnlich sei, sein Publikum nicht richtig sehen zu können. "Ich habe das noch nie gemacht in dieser Form." Auch Heinos Frau Hannelore (77) war dabei. Die vergangenen Wochen hatte das Paar wegen der Corona-Pandemie zu Hause verbracht. Die Zeit vertrieben sie sich unter anderem mit Kartenspielen

21:42 Uhr - Drei Katzen und ein Hund angesteckt

dpatopbilder - 08.05.2020, Thailand, Bangkok: Arisa Limpanawongsanon, Inhaberin des Caturday Cat Cafes, misst die Körpertemperatur einer Katze. Kleine Restaurants gehören zu den wenigen Gewerben, die im Rahmen einer schrittweisen Lockerung der Corona
Eine Katzenbesitzerin misst die Körpertemperatur ihrer Sampfote.
© dpa, Sakchai Lalit, SL esz nwi

In den Niederlanden ist das Virus bei drei Katzen und einem Hund nachgewiesen worden. Der Hund sei vermutlich von seinem Besitzer angesteckt worden, sagt Agrarministerin Carola Schouten. Vergangenen Monat hatten sich einige Nerze auf einem Bauernhof mit dem Erreger infiziert. Nach Behördenangaben haben sich nun drei Katzen, die in der Nähe des Hofes leben, angesteckt.

21:30 Uhr - Diese Corona-Regeln warten auf Kinobesucher

Kino-Fans und Betreiber dürften sich freuen, weil Mitte bis Ende Mai die ersten Bundesländer planen, den Kino-Betrieb unter strengen Hygienerichtlinien wieder zu gestatten. Den ganzen Film lang Maske tragen? Kann man Sitzplätze noch frei auswählen? Welche Regeln jetzt im Kino gelten, darüber informiert ein Hygieneplan der Kinoverbände.

21: 14 Uhr - Reproduktionsfaktor steigt leicht an

Der Virus-Reproduktionsfaktor "R" ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wieder leicht angestiegen, bleibt aber unter dem kritischen Wert von 1,0. Der "7-Tage-R" liege aktuell bei 0,90, teilte das RKI am Freitagabend in seinem Lagebericht mit. Am Donnerstag hatte er bei 0,88 gelegen. Das RKI veröffentlich seit Donnerstag diesen "7-Tage-R", weil er einen stärkeren Ausgleich für Schwankungen gegenüber dem klassischen "R" ermöglicht. Auch diesen Wert gibt das RKI weiter an, er ist aktuell leicht auf 0,80 gestiegen. Am Donnerstag hatte er bei 0,75 gelegen, am Mittwoch bei 0,81, am Dienstag bei 0,94 und am Montag bei 1,07.

20:46 Uhr - Slowakei: Handy-App statt Staatsquarantäne

Wer aus dem Ausland in die Slowakei einreist, muss nicht mehr zwingend in eines der umstrittenen staatlichen Quarantäne-Zentren. Das Parlament in Bratislava stimmte am Freitag der von der Regierung am Vortag beschlossenen Einführung einer Handy-App zur freiwilligen Überwachung zu.

Wenn sich Rückkehrer aus dem Ausland die App auf ihr Smartphone installieren lassen, dürfen sie die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne auch zuhause verbringen. Sobald sie aber ihre Wohnung verlassen, wird ein Alarmsignal an die Behörden gesendet. Die unter dem Namen "intelligente Quarantäne" eingeführte Alternative solle schon ab kommender Woche eingesetzt werden und die überfüllten Quarantäne-Zentren entlasten, erklärte der konservative Gesundheitsminister Marek Krajci nach der Parlamentsabstimmung.

20:32 Uhr - Robert-Enke-Stiftung richtet Telefonberatung ein

Die Robert-Enke-Stiftung hat eine Telefonberatung für depressiv erkrankte Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie eingerichtet. Das gab die Stiftung am Freitag bekannt. Laut einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover leiden die Menschen in Deutschland momentan vermehrt unter Depressions- und Angstzuständen.

Im Rahmen der Kampagne "Ich schaff' das nicht" können Betroffene daher zwischen 8.00 und 18.00 Uhr telefonisch Psychologen und Psychiater erreichen. "Die Kampagne soll den Menschen in einer schwierigen Zeit die Hand reichen. Die Robert-Enke-Stiftung hat mit ihren Partnern ein offenes Ohr für euch", sagte die Vorstandsvorsitzende Teresa Enke.

19:46 Uhr - Trump: Arbeit an Corona-Impfstoff ist größtes Projekt seit Weltkrieg

President Donald Trump answers questions during a press briefing about the coronavirus in the Rose Garden of the White House, Friday, May 15, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
© AP, Alex Brandon, AB

US-Präsident Donald Trump treibt die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in den USA voran und spricht hier von der größten Anstrengung seit dem Zweiten Weltkrieg. "Es hat in der Geschichte noch nie so ein Impfstoffprojekt gegeben wie dieses", sagte Trump am Freitag in Washington. "Seit dem Zweiten Weltkrieg hat niemand mehr so etwas gesehen, wie wir es jetzt in unserem Land tun. Unglaublich." Es handele sich um eine massive wissenschaftliche und industrielle Anstrengung. Die Arbeit an einem Impfstoff laufe in "Rekord-Rekord-Rekord-Geschwindigkeit".

Trumps Regierung hat ein Projekt mit dem Namen "Operation Warp-Geschwindigkeit" ins Leben gerufen, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus voranzutreiben. Der Name geht auf den fiktiven "Warp-Antrieb" in der Serie "Raumschiff Enterprise" zurück, das damit im Fernsehen schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann.

Der US-Präsident sagte erneut, Ziel sei es, bis zum Jahresende einen Impfstoff zu entwickeln, vielleicht auch etwas früher oder etwas später. Sobald es ein solches Präparat gebe, werde auch das Militär eingebunden, um die schnelle Verteilung des Impfstoffes im Land zu organisieren. "Wir bereiten uns vor. Es ist riskant, es ist teuer, aber wir werden enorm viel Zeit sparen. Wir werden Jahre sparen, wenn wir es richtig machen."

Trump versprach, die Vereinigten Staaten wollten in dieser Frage eng mit anderen Ländern zusammenarbeiten - egal, wer zuerst einen Impfstoff entwickele. "Wir haben in dieser Hinsicht keinerlei Ego."

19:30 Uhr - Verwaltungsgericht Stuttgart bestätigt Auflagen für Anti-Corona-Demo

 Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart, 02.05.2020: Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen Corona-Beschränkungen. Aufgerufen hatte die Initiative Querdenken711, die das Grundgesetz in Gefahr sieht. Demonstriert wurde auf dem Ca
Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart, 02.05.2020: Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen Corona
© imago images/Arnulf Hettrich, Arnulf Hettrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat einen Eilantrag gegen Auflagen für die Demonstration gegen die Corona-Regeln in der Landeshauptstadt an diesem Samstag abgelehnt. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 5000 Personen und die Verpflichtung zum Tragen einer Schutzmaske für die Ordner seien rechtmäßig, teilte das Gericht am Freitagabend mit.

Die Stadt hatte zuvor die Auflagen für die Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen auf dem Cannstatter Wasen verschärft. Sie begrenzte die Teilnehmerzahl und forderte 500 Ordner, die eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, da diese zwangsläufig immer wieder den erforderlichen Mindestabstand unterschreiten.

19:17 Uhr – ICE-Schaffner veräppelt Verschwörungstheoretiker mit Durchsage

18:48 Uhr -Belgische Fußballliga bricht Saison endgültig ab - Brügge Meister

18.09.2018, Belgien, Brügge: Fußball: Champions League, FC Brügge - Borussia Dortmund, Gruppenphase, Gruppe A, 1. Spieltag am 18.09.2018 im Jan-Breydel-Stadion in Brügge. Dortmunds Mario Götze (l) in Aktion gegen Matej Mitrovic von Brügge. Foto: Geer
FC Brügge - Borussia Dortmund
© dpa, Geert Vanden Wijngaert, bt kno

Die laufende Saison in der belgischen Fußball-Liga wird wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gespielt. Die Vollversammlung des Fußballverbands Pro League stimmte am Freitag endgültig dafür, die Spielzeit frühzeitig abzubrechen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die Saison werde mit dem Stand vom 29. Spieltag Ende März beendet.

Der FC Brügge Meister ist somit zum 16. Mal in der Vereinsgeschichte Meister. Waasland-Beveren steigt ab. Die nächste Saison soll am 7. August beginnen. In Frankreich und den Niederlanden waren die Spielzeiten bereits abgebrochen worden.

18:44 Uhr - Umfrage: Nur 26% der Deutschen befürchten Auswirkungen auf ihre Gesundheit

 Menschen geniessen das schoene Wetter am 09.05.2020 hinter der Kraemerbruecke am Restaurant Augustiner in Erfurt. People relax behind the Kraemerbridge in Erfurt. search: Deutschland Thueringen Soziales Sozial Gesundheit Krise Coronakrise COVID-19 C
Menschen geniessen das schoene Wetter
© imago images/photo2000, photo2000 via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Menschen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge inzwischen etwas weniger beunruhigt wegen der Coronavirus-Pandemie. Dies zeigt der am Freitag veröffentlichte achte «Corona-Monitor» des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Während in der ersten Erhebung im März nur 28 Prozent der Befragten glaubten, sich vor einer Infektion schützen zu können, sind es nun 41 Prozent. Auch sank der Anteil derer, die große Auswirkungen auf ihre Gesundheit befürchten, im selben Zeitraum von 37 auf 26 Prozent, wie Präsident Andreas Hensel erklärte.

Zugleich wächst laut der Umfrage der Wunsch nach Lockerungen der einschneidenden Alltagsbeschränkungen. Während in der ersten Erhebung die Schließung von Kultureinrichtungen wie Kinos oder Theater noch von 97 Prozent der Befragten befürwortet wurde, wird dies sieben Wochen später nur noch von 77 Prozent als angemessen beurteilt. In punkto Einschränkung von Reisen und Kontrollen an den deutschen Grenzen wandelt sich ebenfalls die Einstellung: Auch dies wird zwar nach wie vor von der Mehrheit akzeptiert, über die letzten Wochen zeigte sich aber ein Abwärtstrend.

18:25 Uhr - Grabstein vor Merkels Wahlkreisbüro abgestellt - Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stralsund einen nachgebildeten Grabstein aufgestellt. Er trug die Inschrift "Pressefreiheit Meinungsfreiheit Bewegungsfreiheit Versammlungsfreiheit Demokratie 1990-2020", teilte die Polizei mit. Der Stein war von Rosen und Grabkerzen umgeben, ein Mundschutz war an ihm befestigt. Die Hinweistafel zum Wahlkreisbüro wurde mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Der Staatsschutz der Kripo Anklam ermittelt, die Polizei sucht Augenzeugen.

18:20 Uhr - Am 25. Mai öffnen Schulen für weitere Klassen im Norden

ARCHIV - 16.03.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Stühle sind in einem leeren Klassenzimmer der Linne-Schule auf den Tische abgestellt. (zu dpa «Rückkehr in Klassenzimmer - Gerichtshof könnte Pläne umwerfen») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schulen öffnen wieder
© dpa, Arne Dedert, ade wst rho

In Schleswig-Holstein soll am 25. Mai für weitere Jahrgänge wieder die Schule beginnen. Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an Grundschulen sowie die Jahrgänge 8,9 und 10 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte.

18:12 Uhr - NRW erwartet 7,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen

Wegen der Corona-Pandemie rechnet Nordrhein-Westfalen im laufenden Jahr mit einem Rückgang bei den Steuereinnahmen von 7,5 Milliarden Euro. Das teilte das nordrhein-westfälische Finanzministerium am Freitag mit. Demnach waren ursprünglich im Haushaltplan noch Einnahmen von 65,1 Milliarden Euro vorgesehen. Nach den neuesten Angaben des Arbeitskreises Steuerschätzung aber werden nur noch 57,6 Milliarden erwartet. Auch für die Jahre 2021 bis 2023 geht das NRW-Finanzministerium demnach von geringeren Einnahmen aus. Das Minus soll zwischen 3,2 und 3,6 Milliarden Euro pro Jahr liegen. 

18:05 Uhr - Erster Coronafall in einem sächsischen Gefängnis

Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig
Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
© deutsche presse agentur

Eine Gefangene der Justizvollzugsanstalt Leipzig wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das positive Testergebnis lag heute vor, nachdem die Gefangene gestern getestet wurde. Die Gefangene wird aufgrund einer Sportverletzung seit dem 13. Mai 2020 im Krankenhaus der Justizvollzugsanstalt Leipzig behandelt. Im Vollzugskrankenhaus bestehen besonders hohe Anforderungen an den Infektionsschutz. Gefangene und Bedienstete werden deshalb regelmäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Die Gefangene steht nun auf Anweisung des Gesundheitsamtes im Vollzugskrankenhaus unter Quarantäne. Bislang zeigen sich bei ihr keine einschlägigen klinischen Krankheitssymptome.Derzeit werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt weitere Vorsorgemaßnahmen getroffen und mögliche Infektionswege nachverfolgt.

17:45 Uhr - Protest trotz Corona: "Fridays for Future" demonstriert in Frankfurt

15.05.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Einen Slogan sprühen Teilnehmer der Fridays for Future Demonstration auf den Asphalt. Es ist die erste reguläre Versammlung der Klimaaktivisten in Frankfurt nach drei Monaten. Foto: Sebastian Kramer/dpa +++ dpa-Bil
Fridays for Future geht wieder auf die Straße
© dpa, Sebastian Kramer, brx cul

Zum ersten Mal seit drei Monaten haben in Frankfurt wieder Aktivisten der Klimabewegung "Fridays for Future" demonstriert. Bis zu 100 Menschen nahmen an der Protestaktion teil, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Die Demonstranten hielten sich an die wegen der Corona-Krise geltenden Hygienevorschriften. Sie trugen einen Mund-Nasen-Schutz und achteten darauf, die Abstandsregel von 1,50 Metern einzuhalten. Die Aktivisten fordern unter anderem eine Umstrukturierung der Wirtschaft nach ökologischen Kriterien und eine autofreie Innenstadt. Die Klimakrise warte nicht, es müsse jetzt auf allen Ebenen gehandelt werden, hieß es in einer Mitteilung.

16:58 Uhr - Türkische Hotels rüsten sich für Sommersaison

Die Türkei ist derzeit das größte Sorgenkind der Touristiker. In vielen Resorts gibt es derzeit zahlreiche freie Liegen. Foto: Thomas Eisenhuth
Noch sind die Strände in der Türkei leer, doch das könnte sich bald ändern.
© DPA

Türkische Hotels beginnen mit den Vorbereitungen auf den Sommertourismus - und der Umrüstung ihrer Häuser zur Abwehr des Coronavirus. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Sie bezog sich unter anderem auf "Hygiene-Anweisungen" aus dem Ministerium für Kultur und Tourismus sowie Hoteliers. Demnach werden Hotels an den Eingängen Wärmebildkameras einsetzen, um feststellen zu können, ob Gäste oder Mitarbeiter Fieber haben. Außerdem soll Gepäck mit Desinfektionsmitteln behandelt werden.

In Speisesälen soll Büfett-Essen ersetzt werden durch individuell servierte Mahlzeiten. An Pools werden Liegen mit Sicherheitsabstand aufgestellt und Handtücher abgepackt übergeben. Nach der Abreise von Gästen sollen Zimmer 24 Stunden lang frei bleiben. In einem am 12. Mai veröffentlichten Maßnahmenkatalog des Ministeriums sind teilweise ähnliche Vorgaben aufgeführt. Wo Sie diesen Sommer Urlaub machen können, lesen Sie hier.

16:04 Uhr - Seit zwei Monaten keine Corona-Toten in Dänemark

In Dänemark registrieren die Behörden erstmals seit zwei Monaten keinen Coronavirus-Toten. Am Donnerstag sei kein Patient der Infektion erlegen. Das habe es zuletzt am 13. März gegeben. Bislang sind in dem Land 537 Menschen im Zuge der Pandemie gestorben. Mit dem Virus angesteckt haben sich 10.791 Menschen.

16:02 Uhr - Verdi fordert Corona-Tests für Kita-Personal

Die Gewerkschaft Verdi hat regelmäßige und flächendeckende Corona-Tests für die Beschäftigten in Kitas verlangt. Angesichts der Lockerungen und der schrittweisen Rückkehr von immer mehr Jungen und Mädchen in die Kindertagesstätten sei das dringend nötig, betonte Verdi am Freitag. Bis Ende Mai würden in NRW nach und nach voraussichtlich weitere Zehntausende Kinder in die Betreuung zurückkehren.

Die Kleinen könnten Abstandsregeln nicht wie Erwachsene einhalten, in den Kitas werde kaum Mund-Nase-Schutz getragen, Hygienematerialien seien nicht überall ausreichend vorhanden. Die dünne Personaldecke verschärft die Lage laut Verdi weiter. In einigen Kommunen würden Träger unter Druck gesetzt, auch Beschäftigte aus Risikogruppen einzusetzen. Kontinuierliche Corona-Tests erhöhten den Infektionsschutz und könnten den Beschäftigten Gewissheit über ihren Gesundheitszustand geben. Das Land solle die Tests bezahlen.

15:42 Uhr - Handyguthabenkarten und Wifi-Boxen für festsitzende Seeleute

Cuxhaven, der 05.05.2020 Die 2.900 Mitglieder starke Crew der Mein Schiff 3 harrt seit mehr als vier Wochen auf dem Kreuzfahrtschiff aus. Teilweise sind die Mitarbeiter auf der Mein Schiff 3 in kleinen Kabinen ohne Fenster untergebracht, das Kreuzfah
Die 2.900 Mitglieder starke Crew der Mein Schiff 3 harrt seit mehr als vier Wochen auf dem Kreuzfahrtschiff aus, teilweise in kleinen Kabinen ohne Fenster.
© imago images/Andre Lenthe, Andre Lenthe Fotografie via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) und die Gewerkschaft Verdi wollen mit Spenden die Lage von Seeleuten in Zeiten der Corona-Krise verbessern. Handyguthabenkarten und Wifi-Boxen im Wert von 28.600 Euro sollen den in Hamburg gestrandeten Besatzungen helfen, mit ihren Verwandten und Freunden in Kontakt zu bleiben, wie Vertreter der Gewerkschaft, des VDR und der Deutschen Seemannsmission (DSM) mitteilten.

Wichtig sei auch, auf die Lage jener Seeleute hinzuweisen, die seit Monaten keinen festen Boden mehr unter den Füßen hatten, betonte Robert Hengster, Verdi-Bundesfachgruppenleiter Maritime Wirtschaft: "Wir reden hier über Leute, die man nicht sieht, deswegen verliert man sie leicht aus den Augen."

Während in Deutschland zurzeit die Corona-Schutzmaßnahmen gelockert würden, säßen weltweit 150.000 Seeleute an Bord fest. Laut Deutscher Seemannsmission dürfen sie seit Januar nicht mehr das Schiff verlassen, manche sind schon mehr als ein Jahr an Bord.

15:09 Uhr - Viertklässler müssen in Hessen ab Montag wieder zur Schule

Für die Schüler der vierten Klassen in Hessen gilt ab Montag die Schulpflicht. Eine Schülerin hat nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofes vom Freitag ihren Eilantrag gegen die Schulpflicht wegen der Corona-Pandemie zurückgezogen.

14:25 Uhr - Wegen Corona geschlossene Betriebe bekommen Rundfunkbeitrag zurück

Betriebsstätten in Deutschland, die wegen der Coronapandemie mindestens drei Monate schließen mussten, können rückwirkend ihre Rundfunkbeiträge zurückbekommen. Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls können ab sofort eine Freistellung von der Beitragspflicht für Betriebsstätten beantragen, wie der Beitragsservice für ARD, ZDF und Deutschlandradio am Freitag mitteilte. Dies beschlossen demnach die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

14:00 Uhr - Arbeitsminister Heil geht gegen Werkverträge in Fleischindustrie vor

Als Reaktion auf die Häufung von Corona-Infektionen in Schlachthöfen will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sogenannte Werkverträge in der Fleischindustrie verbieten. "Künftig soll das Schlachten und die Verarbeitung von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft ... nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein", heißt es in einem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums, der Reuters am Freitag vorlag. Damit seien Werkverträge etwa für ausländische Arbeitskräfte nicht mehr möglich. 

Heil hatte bereits am Mittwoch angekündigt, dass er für die Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag "grundlegende Maßnahmen" für bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie vorschlagen werde. "Wir müssen aufräumen in diesem Bereich", sagte der SPD-Politiker.

13:45 Uhr - Niedersachsen: Weitere Jahrgänge ab 18. Mai wieder zur Schule

Niedersachsens Kultusministerium hat einen Fahrplan für die Rückkehr der Schüler vorgelegt. Die positive Entwicklung der Corona-Infektionszahlen mache es möglich, dass immer mehr Schüler wieder in die Schulen könnten, schrieb Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) nach Berichten der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Braunschweiger Zeitung" in einem Brief an Schulleiter und Lehrer. Ende April hatten Abschlussklassen und Abiturienten den Anfang gemacht.

Die 4. Klassen werden seit Anfang Mai wieder in der Schule unterrichtet, die 12. Klassen seit dem 11. Mai. Am 18. Mai folgen dann die Schüler der Klassen 3, 9 und 10. Darüber hinaus sieht der Fahrplan dem Bericht zufolge vor: Die 11. Klasse kehrt am 25. Mai zurück, die 2., 7. und 8. Klasse am 3. Juni, und die 1., 5. und 6. Klasse am 15. Juni.

All dies geschehe "unter Corona-Bedingungen", erklärte ein Ministeriumssprecher. Demnach werden die Klassen geteilt, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

13:30 Uhr – Abbau von Grenzsperren im Saarland

 Die Grenzübergänge zwischen dem Saarland und Luxemburg werden wegen der Corona Krise stark kontrolliert. Die kleineren Grenzübergänge sind geschlossen. Im Bild: Die Brücke zwischen Perl und Schengen, fotografiert am Mittwoch 15.04.2020. *** The bord
Die Grenz-Sperrungen hatten in der Region heftige Kritik ausgelöst. Vor allem traf es Berufspendler, die Staus und Umwege in Kauf nehmen mussten.
© imago images/Becker&Bredel, BeckerBredel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Im Saarland hat heute der Abbau der Absperrbaken an den Grenzübergängen begonnen: Denn mit Beginn des Samstags (0.00 Uhr) werden die Grenzkontrollen zu Luxemburg aufgehoben, an der Grenze zu Frankreich wird es dann nur noch Stichproben-Kontrollen geben. "Der Abbau der Grenzbarrikaden ist nur ein kleiner Handgriff, aber ein großer Schritt für Europa", sagte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Freitag am Grenzübergang zwischen dem deutschen Saarbrücken-Gersweiler und dem französischen Schoeneck.

Nach Angaben der Bundespolizei im Saarland sollten die Absperrungen an insgesamt rund 35 Übergängen bis Mitternacht weggeräumt sein. Die Kontrollen waren vor zwei Monaten in Deutschland unter anderem zu Luxemburg und Frankreich im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt worden, um eine Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.

13:00 Uhr - Greiz: Bundeswehr unterstützt Corona-Brennpunkt

Der Landkreis Greiz in Thüringen zählt aktuell zu einem der Corona-Hotspots in Deutschland. Die Infektionsrate lag in den vergangenen Tagen jeweils über der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Nun ist die Bundeswehr in der stark von Corona betroffenen Region unterstützend im Einsatz und hilft etwa den Regelbetrieb in Altenheimen aufrechtzuerhalten.   

Welche Regionen aktuell an die Obergrenze stoßen und wo es keine weiteren Neuinfektionen gibt, zeigt unsere interaktive Deutschlandkarte.

12:45 Uhr - Greta Thunberg warnt vor trügerischem Mythos

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat an Kinder appelliert, in Corona-Zeiten physische Distanz zu wahren und sich und andere zu schützen. "Es gibt im Moment eine Art Mythos, dass Kinder von diesem Virus nicht betroffen sind", sagte die 17-jährige Schwedin dem US-Sender CNN am Mittwoch (Ortszeit). Man müsse darauf achten, dass sich diese Fehlinformation nicht etabliere.

Immer mehr Menschen begriffen nun, dass man auf Wissenschaftler und Experten hören müsste. "Ich hoffe wirklich, dass das bei anderen Krisen, wie der Klima- und der Umweltkrise, so bleibt," so Thunberg, die ihren Protest momentan online vorsetzt. Die Aktivistin vermutete im März selbst, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Sie mietete deshalb nach eigenen Angaben eine Wohnung, um sich von ihrer Familie zu isolieren

12:10 Uhr - Corona-Distanz-App soll Mitte Juni fertig sein

Die Bundesregierung rechnet mit einer Einsatzfähigkeit der App zur Nachverfolgung von Corona-Kontakten bis Mitte Juni. Das sei in etwa die zeitliche Vorgabe, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Entwicklung sei im vollen Gange. Die Einführung solle von einer Werbekampagne begleitet werden, um möglichst viele Menschen, zum freiwilligen Einsatz der App zu bewegen. Über die App sollen Menschen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten, informiert und gewarnt werden.

12:05 Uhr - Innenministerium: Keine Quarantäne mehr für Reisende aus EU-Staaten

Deutschland verzichtet dem Innenministerium zufolge vorerst auf die Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus der EU, dem Schengen-Raum und Großbritannien. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass es für Reisende aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen nur noch eine Empfehlung für eine Quarantäne geben werde, sagt ein Sprecher des Ministerium. Dafür werde eine Verordnung mit Details erarbeitet. Bis dahin werde vorerst keine Quarantäne verhängt. Eine Pflicht zu der zweiwöchigen Quarantäne gebe es nur noch für Nicht-EU-Staatler.

11:50 Uhr - Italiener sollen sich bald wieder frei im Land bewegen dürfen

Italiens Regierung peilt eine weitgehende Aufhebung der Corona-Reisebeschränkungen offenbar bis Anfang Juni an. Ab dem 18. Mai soll es laut dem Entwurf eines Regierungsdekrets zunächst innerhalb einzelner Regionen erlaubt sein, sich wieder frei zu bewegen. Ab dem 3. Juni sei dann vorgesehen, dass auch im ganzen Land wieder Reisefreiheit gelten solle, allerdings unter Berücksichtigung gegebenenfalls lokal angeordneter Einschränkungen. Der Entwurf könnte allerdings noch geändert werden.

11:30 Uhr – Restaurants in weiteren Bundesländern geöffnet

Nach Lockerungen etwa in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen können nun auch Restaurants in anderen Bundesländern wieder Gäste an Tischen bedienen. Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen haben die Verbote für die Bewirtung am Freitag aufgehoben, die zum Schutz gegen das Coronavirus angeordnet worden waren. Doch es gelten weiterhin strenge Regeln, die teilweise stark variieren.

Proppenvolle Lokale sind nicht zu erwarten: Viele Betriebe können wegen der Abstandsregeln weniger Gäste bedienen als sonst. Häufig müssen 1,5 Meter Abstand zwischen Tischen und Stühlen sein. In Hessen gilt die Regel fünf Quadratmetern pro Gast im Lokal.

11:10 Uhr - Hilfsorganisationen: Corona-Krise verheerend für Kinder in armen Ländern

Wegen der Corona-Pandemie muss Deutschland nach Einschätzung von Hilfsorganisationen deutlich mehr Geld für Entwicklungshilfe ausgeben. Insbesondere die ärmsten Länder litten unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise, warnten das Kinderhilfswerk terre des hommes und die Welthungerhilfe am Freitag in Berlin. Die Organisationen stellten ihren jährlichen "Kompass" zur Entwicklungspolitik vor. "Für uns ist die Atemschutzmaske das Gesicht der Corona-Krise. Für Millionen Kinder in armen Ländern hat die Corona-Krise das Gesicht von Armut und dem Ende von Bildungschancen", sagte Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. Mit Hilfe im Bereich der Ernährungssicherung und der Grundbildung müsse gesichert werden, dass Kinder nicht auf Dauer zu Verlierern würden.

11:00 Uhr – Trumps-Schnelltest: Zweifel an Zuverlässigkeit

Bei einem unter anderem im Weißen Haus verwendeten Corona-Schnelltest in den USA gibt es zunehmend Zweifel an der Zuverlässigkeit. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA warnte am Donnerstag (Ortszeit), dass das vom Gesundheitskonzern Abbott hergestellte Testsystem womöglich falsche Ergebnisse liefere. Die FDA verwies dabei auf mehrere Studien. Für den Test hatte Abbott erst im März eine Notfallzulassung der FDA erhalten. US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident Mike Pence sowie Top-Mitarbeiter werden derzeit täglich mit Hilfe des Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

10:40 Uhr - Deutsche Wirtschaft stürzt in eine Rezession

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal. "Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung", teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Exporte, Konsum und Investitionen gingen jeweils spürbar zurück.

Ökonomen gehen davon aus, dass der Absturz im zweiten Quartal, als die Corona-Maßnahmen erst richtig durchschlugen, dramatisch ausfallen wird. Volkswirte der Deutschen Bank rechnen im zweiten Vierteljahr mit einem BIP-Einbruch um 14 Prozent zum Vorquartal. Die Ökonomen der staatlichen Förderbank KfW sagen der deutschen Wirtschaft "einen langen Weg aus dem Corona-Tal" voraus.

10:20 Uhr - Corona-Prämie kommt

24.04.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Altenpflegerin Jaqueline Ackermann (r) und Bewohnerin Karin Plagemann begrüßen sich per Fuß im Kurt-Engert-Haus im Stadtteil Holtenau. In der Pflege- und Senioreneinrichtung der Stiftung Kieler Stadtkloster gilt
Altenpflege: Der Weg für die Corona-Prämie ist frei.
© dpa, Frank Molter, htf

Einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat die geplante Corona-Prämie für Beschäftigte in der Altenpflege verabschiedet. Sie sollen in diesem Jahr einen Bonus für die besonderen Belastungen während der Krise bekommen. Geplant sind bis zu 1000 Euro - je nach Funktion und Arbeitszeit. Der steuerfreie Betrag kann von Ländern und Arbeitgebern auf bis zu 1500 Euro aufgestockt werden. Einige Bundesländer haben das bereits angekündigt.

Das im Bundesrat verabschiedete Gesetz sieht zudem zahlreiche weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor: So sollen die örtlichen Gesundheitsämter stärker unterstützt werden. Zudem ist eine Ausweitung von Tests und Meldepflichten geplant, damit die Behörden ein besseres Bild vom Verlauf der Pandemie bekommen.

10:10 Uhr - Indien erzwingt Nutzung von Corona-App

In Deutschland soll das Herunterladen der geplanten Corona-App freiwillig sein. Anders macht es Indien - mehr und mehr Menschen müssen die App installieren. Fehlt sie auf dem Handy, drohen Strafen.
In Deutschland soll das Herunterladen der geplanten Corona-App freiwillig sein. Anders macht es Indien - mehr und mehr Menschen müssen die App installieren. Fehlt sie auf dem Handy, drohen Strafen.
© dpa

Indiens Corona-App verbreitet sich ähnlich schnell wie damals das beliebte "Pokémon Go": Für 50 Millionen Downloads brauchte die Kontaktverfolgungs-App nach Behördenangaben gerade mal 13 Tage. Zunächst rief Premierminister Narendra Modi seine 1,3 Milliarden Bürger auf, sie zu installieren. Doch die schnelle Verbreitung war der Regierung wohl zu langsam und so wurde die Corona-App nach und nach für mehr und mehr Menschen verpflichtend. Dazu gehören Anwender, die ihr Haus verlassen, um zu arbeiten und solche, die in Corona-Hotspot-Gebieten leben, Rückkehrer aus dem Ausland sowie Zugfahrer. Erwischen Polizisten diese Leute ohne App auf dem Handy, haben einige örtlichen Medien zufolge schon Bußgeld oder Gefängnisstrafen angedroht. Aktivisten in der größten Demokratie der Welt sind alarmiert. 

Jetzt ist die App eineinhalb Monate auf dem Markt und sie läuft nach Behördenangaben auf den Smartphones von mehr als 100 Millionen Menschen. Das sind weniger als zehn Prozent der Menschen der Bevölkerung. Nach Modellen von Forschern der Universität Oxford sollten aber 60 Prozent einer Bevölkerung eine Kontaktverfolgungs-App nutzen, damit die Epidemie wirksam bekämpft werden kann.

09:45 Uhr - Außenminister will mit Urlaubsländern über Reisebeschränkungen beraten

Bundesaußenminister Heiko Maas will in der nächsten Woche mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz am Montag sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr.

Ziel des Treffens ist ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. In Deutschland gilt vorerst bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Touristen. Maas will sie danach schrittweise aufheben, soweit es keinen Rückschlag bei der Pandemie-Bekämpfung gibt - zuerst für europäische Länder. 

In welchen Länder Urlaub möglich sein könnte, schätzt RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hier für Sie ein. 

09:25 Uhr - Pandemie überstanden: Slowenien öffnet die Grenzen für EU-Bürger

Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet. Das entschied die Regierung in Ljubljana am späten Donnerstagabend. EU-Bürger können nun einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene siebentägige Heimquarantäne begeben zu müssen, wie die Nachrichtenagentur STA am Freitag berichtete.

An den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Österreich, Italien und Ungarn wird allerdings weiterhin kontrolliert. EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen. Für Nicht-EU-Bürger ist bei der Einreise weiterhin die Quarantänepflicht vorgeschrieben. Im Land gelten unverändert Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in Geschäften, Lokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

09:05 Uhr - Vertrieben! Elefanten-Krise in Thailand

Hunderte Elefanten und ihre Besitzer haben durch das Wegbleiben der Touristen ihren Job verloren und kehren jetzt in ihre Heimatdörfer zurück.
Hunderte Elefanten und ihre Besitzer haben durch das Wegbleiben der Touristen ihren Job verloren und kehren jetzt in ihre Heimatdörfer zurück.
© Save Elephant Foundation

Weil keine Touristen mehr da sind, die auf ihnen reiten wollen, sind hunderte Elefanten inThailand quasi "überflüssig" geworden. Tiere und Besitzer wurden zurück in ihre Heimatdörfer geschickt. Vielen Dickhäutern steht ein strapaziöser Marsch und eine ungewisse Zukunft bevor. "Die Situation ist sehr, sehr ernst. Es gibt Hunderte von Elefanten, die viele Kilometer mit ihren Mahouts (Elefantenpflegern) wandern und wenig oder gar kein Essen haben", erklärt Saengduean Lek Chailert, Gründer des Elephant Nature Park und der Save Elephant Foundation. Sobald sie wieder in ihrem Heimatdorf angekommen seien, gäbe es wenig oder gar kein Geld, um die Tiere zu ernähren - schon gar nicht ständig. Die Organisation fordere daher die Regierung auf, Land freizugeben, damit die Stämme und Dorfbewohner ihre eigenen Pflanzen anbauen und so sich und ihre Elefanten ernähren können und zudem Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Produkte erzielen können.

08:35 Uhr - Bundesarbeitsminister: „Kurzarbeit ist auch teuer, aber Arbeitslosigkeit wäre teurer“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verteidigt im Live-Interview bei "Guten Morgen Deutschland" die massiven Hilfen und das Sozialpaket der Bundesregierung. "In Deutschland sichern wir mit Kurzarbeit Millionen von Arbeitsplätzen. Und Kurzarbeit ist auch teuer, aber Arbeitslosigkeit wäre teurer", so Heil. Deutschland verfüge über die Rücklagen aus guten Zeiten. "Deswegen ist es richtig, dass man jetzt nicht in die Krise reinspart, sondern Brücken baut, die Wirtschaft wieder ankurbelt", betonte der Bundesarbeitsminister.

07:55 Uhr - Volle Fähren und Autozüge: Urlauber wollen auf die Inseln

08.04.2019, Schleswig-Holstein, Wenningstedt/Sylt: Ein Mann läuft bei strahlendem Sonnenschein auf der Insel Sylt über einen ansonsten menschenleeren Strand Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Seit Mitte März durften die Inseln von Touristen nicht betreten werden. Nachdem Zweitwohnungsbesitzer bereits seit knapp zwei Wochen wieder nach Sylt und co. dürfen, kommt nun die zwei Welle. Die Überfahrten sind gut gebucht.
© dpa, Axel Heimken, ahe tba

Die Fähren nach Föhr und Amrum sowie die Autozüge nach Sylt sind von Montag an gut ausgelastet. "Wir haben eine sehr stramme Anreise", sagte der Betriebsleiter der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.), Nick Obert, der Deutschen Presse-Agentur. Bereits für die Fähren um 5 Uhr und 6.10 Uhr ab Dagebüll können keine Reservierungen für Fahrzeuge mehr entgegen genommen werden. Am Montag stellt die Reederei vom Sonderfahrplan auf den regulären Fahrplan um. "Die Leute wollen auf die Inseln und geben richtig Gas." Überfüllt werden die Fähren dennoch nicht sein. "Wir reden hier von Deckskapazitäten, nicht von Passagieren", sagte Obert mit Blick auf die vollen Autodecks.

07:20 Uhr – Scorpions-Sänger Meine möchte zurzeit nicht in den USA sein

Die Corona-Pandemie hat auch die Pläne einer berühmten deutschen Rockband durchkreuzt, die seit Jahrzehnten um den Globus jettet. Gefangen im Lockdown in Hannover haben die Scorpions einen Song aufgenommen, der Hoffnung machen soll. Sänger Klaus Meine (71) ist froh, dass er den coronabedingten Lockdown in seiner Heimat Hannover erlebt. "Ich möchte zurzeit nicht in den USA sein und dort eventuell ins Krankenhaus müssen", sagte der Frontmann der legendären Rockband mit weltweit über 110 Millionen verkauften Tonträgern. Schließlich gehörten seine Bandkollegen und er altersmäßig zur Risikogruppe. Die Verantwortlichen in Deutschland hätten es bisher gut hinbekommen, italienische Verhältnisse zu verhindern, so der Musiker. Gefangen im Lockdown hätte die Band sofort umgeschaltet auf Kreativmodus, so der 71-Jährige. Er habe Ende März zu Hause einen kleinen Song geschrieben, "keine Promo-Geschichte, sondern straight from the heart in troubled times" (etwa: direkt aus dem Herzen in unruhigen Zeiten).  Herausgekommen ist "Sign of Hope". Damit wolle die Band ihre Solidarität ausdrücken mit Ärzten, Pflegepersonal und allen, die in der Frontline stehen. Der Song sei als musikalisches Hoffnungszeichen gedacht und habe ein sehr berührendes Feedback bei den Fans ausgelöst.

06:50 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land  Infizierte Tote
Weltweit 4.443.793 302.452
USA 1.417.889 85.906
Russland 252.245 2.305
Großbritannien 234.440 33.693
Spanien 229.540 27.321
Italien 223.096 31.368
Brasilien 203.165 13.999
Frankreich 178.994 27.428
Deutschland 174.478 7.884

Die weltweit in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus festgestellten Todesfälle haben die Marke von 300.000 überschritten. Aus Brasilien wird eine Rekordzahl der Neuinfektionen gemeldet. Nach Daten des Gesundheitsministeriums erhöht sich die Zahl der festgestellten Ansteckungen um 13.944 auf 202.918. Die Zahl der Toten steigt um 844 auf 13.999.

In China steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um vier (Vortag: drei) auf 82.933. Bei allen neuen Fällen handelt es sich um Ansteckungen im Inland, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Die Totenzahl bleibt bei 4633.

In Deutschland klettert die Zahl der bestätigten Infektionen auf 174.478. Die Zahl der Genesenen liegt bei 150.300. An den Folgen einer Covid-19-Erkrankung sind inzwischen hierzulande 7.928 Menschen gestorben.  

*Quelle: Johns Hopkins Universität

06:30 Uhr - RKI: Bisher 3,1 Millionen Corona-Tests - noch freie Kapazitäten

In Deutschland sind bisher insgesamt mehr als 3,1 Millionen Coronavirus-Tests durchgeführt worden. Davon sind rund 197 100 positiv ausgefallen, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht. Die darin veröffentlichten Statistiken zeigen auch, dass die Kapazitäten zuletzt bei weitem nicht ausgeschöpft wurden. Nach den Zahlen aus der vergangenen Woche (4.-10. Mai) beispielsweise wurden nach zusammengezählten Daten von 173 Labors rund 382 000 Tests durchgeführt. Die angegebenen Testkapazitäten lagen um ein Mehrfaches höher.

06:10 Uhr - Bundesregierung will Lohnfortzahlung für Eltern nicht verlängern

Die Bundesregierung will die Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, wohl doch nicht verlängern. "Angesichts der verstärkt öffnenden Schulen und Kindergärten wird es nach heutigem Stand keine Verlängerung der Regelung geben", sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Freitag). Eltern hatten seit dem 30. März für sechs Wochen Anspruch, vom Staat 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens zu erhalten - bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat.

Für manche Eltern wären die Zahlungen damit Mitte Mai erschöpft. Allerdings hat nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums jedes Elternteil einen eigenen Anspruch, "so dass insgesamt 12 Wochen häusliche Betreuung möglich sind". Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte im April in Aussicht gestellt, die Lohnausfallzahlungen zu verlängern. Auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte eine "Anschlussregelung" angekündigt. Auch aus der CDU waren Rufe nach einer Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern gekommen.

Alle Meldungen vom 14. Mai 2020

+++ Hier können Sie alle Meldungen und Entwicklungen vom 14. Mai nochmal nachlesen +++