Freiwillig im Ukraine-Krieg

Die mutigen Helfer auf der "letzten Meile": Plötzlich verschwindet Chris spurlos

Freiwillige an der Front "Der letzte Kilometer"
01:47 min
"Der letzte Kilometer"
Freiwillige an der Front

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Chris ist Brite und seit Monaten hilft er freiwillig in der Ukraine. Er ist einer von denen, die "die letzte Meile" gehen – also dort helfen, wo sonst nur Militär in Kampfhandlungen hingeht. Chris evakuiert, Chris bringt Essen, Wasser und lebenswichtige Medikamente für Zivilisten. RTL-Reporter Gordian Fritz hat Chris am Abend vor seinem nächsten Einsatz getroffen. Zurück kam er von diesem Einsatz nicht. Die ganze Geschichte sehen Sie im Video.

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Brite hilft seit acht Monaten in der Ukraine in schwerumkämpften Gebieten

Ein Auge gekostet hat Dave sein freiwilliger Einsatz als Helfer in der Ukraine schon. Ein Granatsplitter ist schuld daran. Seit acht Monaten ist der 48-Jährige Brite schon im Osten der Ukraine und ist einer von den Helfern, die den so genannten „letzten Kilometer oder die letzte Meile gehen.“

„Ich lebe seit 16 Jahren in Kiew und wollte das Land nicht verlassen und wollte etwas tun. Zuerst war die Arbeit langweilig, dann sagte mir jemand, komm hier her, es gibt viel zu tun. Die ersten drei Tage waren wir dann direkt in Sjewjerodonezk und wurden bombardiert. Das macht schon etwas süchtig,“ erklärt Dave RTL-Reporter Gordian Fritz in der schwer umkämpften Stadt Bakhmut.

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"Ich kann ein Auto fahren, also dachte ich, ich könnte helfen."

Auch Chris gehört zu der Gruppe freiwilliger Helfer. Am zweiten Januar trifft RTL-Reporter Gordian Fritz Chris bei seiner Arbeit in einem Schutzbunker in Bakhmut. An diesem Tag, seinem 28. Geburtstag will er Menschen evakuieren. Wieso er in der Ukraine ist? „Ich bin hier, weil schrecklich ist, was passiert ist. Ich kann ein Auto fahren. also dachte ich, ich könnte helfen. Ich habe meinen Job gekündigt und bin hergekommen.“

Am 5. Januar erzählt er beim Abendessen, dass er eine kranke Frau aus der Stadt Soledar evakuieren will. Von dieser Fahrt kehren er und sein Begleiter nicht mehr zurück. Russische Wagner-Söldner haben mittlerweile Fotos der beiden vermissten Briten gepostet und behaupten die beiden wären tot. Die ukrainische Regierung hat dies aus Mangel an Informationen bisher nicht bestätigen können.

Chris und Dave haben beide keine militärische Ausbildung, trotzdem sind sie in die Ukraine gekommen, um zu helfen. Dabei setzen sie ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel – wie hier ganz unmissverständlich klar geworden ist. (khe)

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