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Cholesterin-Check: Woran merke ich, dass es gefährlich wird? Arzt klärt auf

Allgemeinmediziner klärt auf

Cholesterin-Check: Woran merke ich, dass es gefährlich wird?

Cholesterin-Mythen im Check Arzt klärt auf

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Gerade Menschen mit Vorerkrankungen müssen aufpassen, dass der Cholesterienwert nicht dauerhaft zu hoch ist. Denn das kann gefährlich werden. Doch Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin . Es gibt eine gute und eine schlechte Sorte. Das „gute“ HDL-Cholesterin sammelt überflüssiges Fett in den Arterien ein und bringt es zur Leber. Das böse LDL-Cholesterin macht genau das Gegenteil: Es verteilt das Fett an den Wänden der Arterien, sodass diese dicker werden und das Blut nicht mehr so gut fließen kann. Die Folge können Durchblutungsstörungen oder sogar Schlaganfälle und Herzinfarkte sein.

Doch um den Blutfett-Wert ranken sich noch viele weitere Mythen. Einen der bekanntesten haben Sie sicher selbst schon oft gehört, nämlich: Wer einen zu hohen Wert hat, sollte lieber auf sein Frühstücksei verzichten! Doch stimmt das überhaupt? Das und weitere Mythen klären wir im Video auf.

Merke ich überhaupt, wenn mein Cholesterinspiegel zu hoch ist?

"Das gefährliche am Cholesterinspiegel ist, dass er nicht wehtut. Wir merken nicht, wenn er zu hoch ist", erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Sebastian Alsleben im Interview mit RTL. Es gebe nur wenige klinische Symptome eines zu hohen Cholesterinwertes. Im Gesicht von Betroffenen können sich zum Beispiel sogenannte Xantelasmen bilden, gelbliche Fettablagerungen unter der Haut. Auch eine Leberverfettung könne mit einem zu hohen Wert einhergehen, erklärt uns der Mediziner weiter "Aber generell merken wir das erst gar nicht.“ Häufig falle der erhöhte Wert erst auf, wenn sich schon Folgeerkrankungen, wie eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) , bemerkbar machen.

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Wie wird eine Hypercholesterinämie diagnostiziert?

Ein zu hoher Cholesterinwert, auch Hypercholesterinämie genannt, wird durch eine Blutuntersuchung festgestellt. Dabei werden LDL- und HDL-Cholesterin sowie das Gesamtcholesterin und die Triglyceride bestimmt. Um herauszufinden, ob die bestehende Hypercholesterinämie erblich bedingt ist, wird zudem eine intensive Familienanamnese durchgeführt.

Gut zu wissen: Der Cholesterinwert wird nicht automatisch bei jeder Blutuntersuchung beim Hausarzt überprüft. Dr. Alslebens Tipp: "Bei den Check-up-Untersuchungen, die alle drei Jahre beim Hausarzt durchgeführt werden können, ist das dabei." Umso wichtiger sei es, den Termin auch wirklich wahrzunehmen, betont der Mediziner. (cst/dhe)

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