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Bushido-Prozess: Rapper macht der Nanny seiner Kinder eine deutliche Ansage

Ehemaliges Kindermädchen von Familie Ferchichi sagt vor Gericht in Berlin als Zeugin aus

Bushido macht der Nanny seiner Kinder eine deutliche Ansage

Rapper Bushido
Bushido, Rapper und Musikproduzent, steht im Bundesverwaltungsgericht. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa/Archivbild
deutsche presse agentur

Nanny lebte drei Jahre mit Rapper und seiner Familie zusammen

Drei Jahre arbeitet Bozica K. als Kindermädchen für Anis Mohamed Youssef Ferchichi, besser bekannt als Bushido , und seine Frau Anna-Maria Ferchichi und lebt gemeinsam mit der Familie unter einem Dach. Die Nanny erhält in dieser Zeit viele Freiheiten in der Erziehung der damals vier Kinder und einem Teenager. Doch als sie eines Tages am Fenster stehend Bushido auf dem Hof beobachtet, werden ihr sofort Grenzen gesetzt: Der Rapper erklärt ihr freundlich aber deutlich, dass sie nicht schauen, sondern sich nur um die Kinder kümmern soll, schildert die 55-Jährige am 68. Verhandlungstag im Bushido-Arafat-Prozess .

Privatleben von Bushido für Kindermädchen tabu

„Wenn sie nichts gesagt haben, hab ich nicht gefragt, wohin sie gehen“, sagt Bozica vor Gericht in Berlin. Die Nanny habe Bushidos Ansage sehr Ernst genommen und hielt sich von nun an aus dem Privatleben der Rapper-Familie heraus. Sie habe keine Fragen mehr gestellt und sich nach dem Vorfall am Fenster nur noch um ihre Angelegenheiten und die Kinder gekümmert. Ihre Hauptaufgabe war es, mit den Kindern zu singen, zu spielen und zu tanzen. „Sie scheint dem Ehepaar eine große Stütze gewesen zu sein und hat viel gearbeitet“, fasst RTL-Reporterin Samina Faizi, die den Aussagen des Kindermädchens im Gerichtssaal folgt, zusammen.

Nanny beschreibt Bushido als besten Arbeitgeber der Welt

Bushido und Anna-Maria Ferchichi
Familie Ferchichi heute
Instagram

Klare Ansagen, viel Arbeit: Trotzdem ist Bushido für Nanny Bozica „der beste Arbeitgeber der Welt“. Der Rapper und seine Frau Anna-Maria seien sehr großzügig gewesen. Das Ehepaar hätte ihr immer gekauft, was sie gern mochte: Bevor Familie Ferchichi einkaufen ging, fragten sie beispielsweise nach ihren Essensvorlieben und brachten die Zutaten für ihre Lieblingsspeisen dann mit.

Auch bei der Planung der Inneneinrichtung soll das Kindermädchen mit einbezogen worden sein. Vor Gericht erzählt sie von dem geplanten Umzug auf das gemeinsame Anwesen von Bushido und Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow . Auch hier sollte Bozica ihr eigenes Zimmer bekommen und soll von den Ferchichis nach ihren persönlichen Wünschen gefragt worden sein. Die 55-Jährige schwärmt: „Ich habe mir mein ganzes Leben ein lavendelfarbenes Zimmer gewünscht! Ich habe dann immer gefragt: Wann ziehen wir um? Ich möchte in mein lavendelfarbenes Zimmer!“ Am Ende kommt es nie zum Umzug, Anna-Maria zerstört ihre Träume: „Wir ziehen nie um. Arafat erlaubt das nicht.“

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Bushido soll seiner Nanny geraten haben, einen neuen Job zu suchen

Ende 2018 kündigt Bushido seinem Kindermädchen. Es ist die Zeit, in der Anna-Maria und seine Kinder von Arafat Abou-Chaker bedroh t und unter Polizeischutz gestellt wurden. Bereits vor dem Vertragsende soll der Rapper seiner Nanny geraten haben, sich einen neuen Job zu suchem - denn eine ungewisse Zukunft würde vor ihnen liegen.

Weiter geht es im Bushido-Arafat-Prozess am 9. Mai 2022. (sfa/cbe)