Liveticker: Boris Becker muss in den Knast!Hier wird die Tennislegende mit einem Gefangenentransporter ins Gefängnis gebracht

Strafmaß verkündet! Richterin Deborah Taylor hat an einem Londoner Gericht das Urteil gegen Boris Becker gesprochen. Anfang April wurde die Tennis-Legende von der Jury in vier Anklagepunkten für schuldig befunden. Jetzt ist klar: Becker muss in Haft!
Alle Infos hier im Ticker. RTL ist live vor Ort.

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Boris kann sich weiteren Nachwuchs vorstellen


22.34 Uhr: Boris verrät zum Schluss, wo er sich in zehn oder 20 Jahren sieht. "Umringt von meinen Kindern", sagt er sichtlicht bewegt. Und dann das Überraschende: "Ich hoffe, es kommen noch paar dazu!" Schwenk zu Lilian. "Ich bin ein Familienmensch." Boris Stimme gerät ins Stocken. Tränen kommen in seine Augen. 

Boris' Fazit: "Ich muss arbeiten, ich bin mir dafür nicht zu schade." Und: "Ich glaube, dass ich viel gelernt habe in diesen acht Monaten und sechs Tagen und dass ich glaube ein besserer Mann bin als vorher." 
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Boris verrät seine Zukunftspläne 


22.29 Uhr: Seine nahe Zukunft siehe er gerade nicht in Deutschland, weil er hier zu wenig Privatsphäre habe, erklärt Boris. "Das ist natürlich eine Kern-Frage. Ich werde hoffentlich noch 25 gute Jahre vor mir haben. Ich kann nicht sagen, wohin ich jetzt gehe. Ich glaube, nicht Deutschland. Ich weiß nicht, ob ich in Europa bleibe, vielleicht Miami. Ich bin auch ein großer Fan von Dubai. Ich bin vorsichtig geworden mit meinen Aussagen für die Zukunft.“

Über die Weihnachtszeit wolle sich Boris nun einen genaueren Plan machen. Was klar ist: Die Zukunft verbringt er mit seiner Freundin. "Ist Lilian deine Frau Nummer drei?", will Gätjen wissen. "Lilian ist eine sehr kluge Frau. Ich höre ihr gut zu. Sie hat mir gesagt, dass ich über unser Privatleben nichts sagen darf. Sie ist die grosse Liebe meines Lebens. Ich hoffe, es hält für immer", so Boris. 
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So verbrachte Boris die ersten Tage in Freiheit


22.27 Uhr: Boris erzählt von seinen ersten Tagen in Freiheit. "Wir wollten nicht ausgehen, sondern im Privaten bleiben." Seine erste Speise in Freiheit: Sushi und Miso-Suppe. Körperlich sei es ihm nicht gut gegangen, weswegen er sogleich Ärzte aufgesucht habe. "Die haben mich eingerenkt, gespritzt und getan." 
Boris habe sich nicht extra versteckt, aber irgendwie sei es so gewesen, dass ihn niemand gesehen hat. "Jetzt ist es mir egal, ich bin ein freier Mann."

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Geheimplan: Boris landete mit Privatjet in Stuttgart


22:20 Uhr: Boris landete nach seiner Haftentlassung mit dem Privatjet in Stuttgart. Weil er seine Privatsphäre schützen wollte, habe er sich für diese deutsche Stadt entschieden. "Ich wollte nicht vor einem Trubel ankommen. Das ist mir gelungen. Es war kein Mensch am Flughafen. Beamten haben meinen Pass kontrolliert und gesagt: 'Willkommen zurück'." 

Danach sei er bei Freunden in Heidelberg untergekommen und habe erstmal ein Bier getrunken. "Glauben Sie mir, noch nie hat ein Bier so gut geschmeckt“, sagt Boris zu Gätjen.

Letzte Werbepause...

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So erfuhr Boris, dass er bald frei sein wird


22.14 Uhr: Am 12. Dezember 2022 habe Boris grünes Licht bekommen, dass er das Gefängnis drei Tage später verlassen darf. Aus Sicherheitsgründen wussten nur wenige von seiner Entlassung. Er habe fast alles verschenkt: Turnschuhe, Bücher usw.

Boris habe den Privatflieger, mit dem er nach Deutschland geflogen wurde, nicht selbst bezahlt. "Ich habe das Geld ja nicht." Gezahlt habe ein guter Freund von ihm.
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Boris über seine Insolvenz-Probleme


22.10 Uhr: Im Gespräch geht es um das Insolvenzverfahren. "Sowas passiert nicht von heute auf morgen", meint Boris. "Irgendwann ist das, was du verdienst, zu wenig für deinen Unterhalt und deine Kosten."

Was will Boris in Zukunft verändern? "Ich kann nur das ausgeben, was ich verdiene. Ich habe dazugelernt, dass ich deutlich vorsichtiger sein muss mit meinen Beratern und meinen guten Freunden."

Seit 2017 – und seiner Insolvenz – habe er ein ganz neues Umfeld aufgebaut mit Menschen, die beispielsweise nicht in der Presse stehen wollen und den Menschen Boris so sehen, wie er ist.
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"Geld war noch nie meine Motivation!"


22.02 Uhr: Jetzt geht's um die Kohle! "Wusstest du zu jedem Zeitpunkt in deinem Leben, wie viel Geld zu auf deinem Konto hast?", will Gätjen von Boris wissen. "Nein", so die ehrliche Antwort. Boris dachte, er könnte den Menschen in seinem Leben vertrauen. "Geld war noch nie meine Motivation. Ich habe mit 17 Jahren meine erste Million verdient und habe vergessen, mein Preisgeld abzuholen (…) Geld hatte noch nie einen Wert für mich." 

Bis 2017 habe Boris alle seine Rechnungen bezahlt. "Bis es eine Auseinandersetzung mit einer Privatbank gab." Es ging um dreieinhalb Millionen Euro. "Die Bank hat vor Gericht recht bekommen und ich wurde als insolvent erklärt (…) dann hörte die Uhr erst einmal auf zu schlagen." Wie konnte Boris weiter die Rechnungen zahlen? "Ich hatte ja nach wie vor ein sehr gutes Einkommen, das ist für eine Insolvenz unüblich (…) Was ich verloren habe: meine Finca auf Mallorca, meine Wohnung in Chelsea, mein Elternhaus in Leimen und noch ein bisschen Cash" Am Schluss habe er 16 Millionen zurückgezahlt. Und er habe eine Klausel beim Verkauf des Hauses organisiert, damit seine Mutter Elvira (87) lebenslang dort wohnen kann. 
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Boris: "Das Gefängnis war gut für mich!" 


21.55 Uhr: Der Moderator fragt Boris, wie er sich verändert hat. Hat ihn der Knast zu einem besseren Menschen gemacht? "Ich glaube, dieser Gefängnis-Aufenthalt hat mich zurückgeholt.“ Er habe sich als Tennis-Spieler wiederentdeckt. Disziplin und Zielstrebigkeit. „Jetzt ist meine Aufgabe, diesen Weg weiterzugehen. Ich glaube, das Gefängnis war gut für mich.“

Es geht in die nächste Werbepause. Danach soll es um Boris' Zeit nach der Entlassung vor einer Woche gehen.
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"Sie bat mich, sie nicht mehr Lilly zu nennen!" 


21.44 Uhr Als es um Boris-Noch-Ehefrau Lilly geht, weicht der Tennis-Star den Fragen von Gätjen aus. "Auch ihr bin ich dankbar, dass sie mir Amadeus geschenkt hat. Aber ich bin nicht der Typ, der schlecht über Ex-Beziehungen spricht." Es wird deutlich, dass sich die beiden nicht wirklich gut verstehen. Aber Boris  macht deutlich, dass er "keine bösen Worte" über sie verlieren wird, er sei schließlich ein Gentleman. Er ergänzt: "Sie bat mich, sie nicht mehr Lilly zu nennen."
Das einstige Promi-Traumpaar trennte sich im Mai 2018, die Scheidung läuft noch. 
Lilly und Boris Becker im Februar 2018
Lilly und Boris Becker im Februar 2018. picture alliance / Alexander Schuhmann
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Boris über seine Ex-Frau Barbara

21.42 Uhr: Für seine Ex-Frau Barbara, mit der er von 1993 bis 2001 verheiratet war, hat Boris im Interview nur positive Worte. „Wir sind seit über 20 Jahren geschieden, aber können stolz darauf sein, wie wir das gemeistert haben und wie wir unsere Söhne erziehen. Wir sind entspannt und wir freuen uns, wenn wir uns sehen. Aber sie hat auch ihr eigenes Leben.“
Boris Becker mit seiner Mutter Elvira und Ex-Frau Barbara Becker beim Bayerischen Fernsehpreis im Mai 2000
Boris Becker mit seiner Mutter Elvira und Ex-Frau Barbara Becker beim Bayerischen Fernsehpreis im Mai 2000. picture-alliance / dpa | Ursula Düren
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Der Knast brachte Boris seiner Tochter näher


21:40 Uhr Gemeinsam mit seiner ersten Frau Barbara (56) hat Boris die Söhne Noah (28) und Elias (23). Aus der Ehe mit Lilly Becker stammt Sohn Amadeus Benedict Edley Luis Becker (12). Seine einzige Tochter Anna Ermakova (22) entstand in der berühmt-berüchtigten "Besenkammer-Affäre" mit dem russisch-britischen Model Angela Ermakova (54). 

Wie lief denn der Kontakt mit ihnen ab während der Knastzeit? "Ich hatte mit allen vier Kontakt." Sein jüngster Sohn Amadeus wollte ihn sogar besuchen, aber Boris wollte nicht, dass ein 12-jähriger Junge ins Gefängnis komme. Grund sei auch die Mutter gewesen: "Wir haben ein schwieriges Verhältnis!" Boris vermisse ihn enorm – gerade auch, weil er aktuell nicht nach London dürfe.

Mit seiner Tochter Anna habe er noch nie so oft Kontakt gehabt, wie während seiner Haftzeit. "Das Verhältnis ist enger geworden." Jetzt wollen sie deutlich mehr Zeit miteinander verbringen. "Es brauchte ein Gefängnis, dass wir uns so nahe gekommen sind." Sie haben all zwei Wochen telefoniert, sie wollte ihn auch besuchen. "Ein wunderbares Mädchen!" 
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So pflegte Boris seine Liebe zu Lilian 


21.35 Uhr Weiter geht's! Hatte Boris Angst, dass die Liebe mit Lilian diese schwierige Zeit nicht überstehen werde? "Nein, nicht einen Moment lang." Zu gewissen Zeiten haben sie täglich telefoniert.

Sein Highlight im Knast-Alltag seien immer die Besuche seiner Freundin gewesen. 

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„Michael Stich hat mir einen dreiseitigen Brief geschrieben“


21.24 Uhr: "Es gab jeden Tag dutzende Briefe (…) Ich wollte nicht auffallen, aber ich habe so viele Briefe bekommen", erzählt Boris. Briefe von Fans, Freunden, alten Bekannten. "Ich habe jeden einzelnen Brief gelesen. Ich habe alle gesammelt und werde sie über die Weihnachtstage beantworten." 

Von einem Brief sei Boris besonders überrascht gewesen. Michael Stich, ehemaliger deutscher Tennisspieler und Olympiasieger, habe ihm drei Seiten gewidmet. Als er davon erzählt, gerät Boris ins Stocken. Tränen der Rührung sind zu sehen. "Das habe ich so nicht erwartet." Viele Tenniskollegen haben ihm geschrieben. Er zählt einige Namen auf. "Viele Menschen, von denen ich das nicht erwartet habe."

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Boris Becker und Michael Stich holten 1992 gemeinsam Gold im Doppel bei Olympia
Boris Becker und Michael Stich holten 1992 gemeinsam Gold im Doppel bei Olympia. picture-alliance / Werek | Werek
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Boris feierte seinen 55. Geburtstag im Knast


21.20 Uhr: Seinen 55. Geburtstag am 22. November 2022 habe Boris im Gefängnis verbracht. Seine Mithäftlinge haben ihn überrascht: "Ich habe drei Kuchen bekommen. Das hatte ich nicht einmal in der Freiheit."
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Dank eines Priesters konnte er mit seiner Mama telefonieren

21.16 Uhr: Boris erzählt, dass er zu Beginn seines Knast-Aufenthaltes Besuch von einem Priester bekommen habe. Spontan habe Boris den Priester gefragt: "Ich würde gerne mit meiner Mutter sprechen, aber ich kann das nicht aus meiner Zelle heraus." Der Geistliche half ihm – und machte seinen Wunsch wahr. "Als Muttertag in Deutschland war, konnte ich sie anrufen." 

"Ich habe ihr gesagt, dass ich lebe, dass es mir gut geht. Sie wollte meine Stimme hören, ich habe sie beruhigt, dass sie sich keine Sorgen machen muss – das war natürlich gelogen. Aber ich wollte sie nicht beunruhigen."

Spannende Videos rund um den Fall Becker finden Sie hier.