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Bei RTL-Direkt: Bürger wünschen sich Ukraine-Besuch von Kanzler Scholz

Bundeskanzler im RTL-Interview

Bürger drängen auf Ukraine-Besuch: „Herr Scholz, Sie müssen da schleunigst hin!“

"Kann nicht sein, dass Sie Bilder-Symbolik unterschätzen!" Ukraine-Besuch: Scholz verteidigt sich
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Ukraine-Besuch: Scholz verteidigt sich
"Kann nicht sein, dass Sie Bilder-Symbolik unterschätzen!"

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von Robert Clausen

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Einladungen für einen Ukraine-Besuch bislang immer ausgeschlagen. Stattdessen waren Außenministerin Baerbock und auch CDU-Chef Friedrich Merz vor Ort. Bei RTL Direkt wurde die Diskussion zwischen dem Kanzler und Bürgern hitzig.

Finanzdienstleister Philipp Meyer saß in der Sendung am Tisch mit Olaf Scholz. Er wirft dem Kanzler vor, die Symbolwirkung eines solchen Besuchs zu unterschätzen: „Es kann doch nicht sein, dass Sie als Bundeskanzler dieses Landes die Symbolik dieser Bilder unterschätzen.“

Außenministerin Baerbock habe ein tolles Zeichen gesetzt, als sie die Flagge an der deutschen Botschaft gehisst habe. Scholz könnte sogar Wirtschaftsbosse mit in die Ukraine bringen. „Sie müssen da schleunigst hin! Und wenn Sie die Symbolik dieser Bilder unterschätzen, wäre das wirklich traurig.“
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Scholz über Ukraine-Besuch: "Ich fahre nicht nur für einen Fototermin"

„Ich unterschätze gar nichts“, kontert Olaf Scholz deutlich. „Ich stehe für ernsthafte Politik!“ Es müsse bei einem Besuch vor Ort „darauf ankommen, dass konkret was vorangebracht wird und darf nicht nur ein Fototermin sein.“ Deshalb werde er sich nicht „einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes rein und raus mit einem Fototermin was machen.“

Durchaus ein Seitenhieb auf CDU-Chef Friedrich Merz. Kritiker hatten ihm genau das vorgeworfen: Dass sein Besuch ein reiner PR-Termin gewesen sei, weil er der Ukraine als Oppositionspolitiker keine ernsthaften Angebote machen könne.

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"Wir haben Angst, andere Länder nehmen uns die Arbeit weg!" Stahlarbeiter Chris Rücker
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Stahlarbeiter Chris Rücker
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Stahlarbeiter schildert Scholz seine Angst: "Was ist denn, wenn Putin mal richtig ausflippt?"

Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Kriegs macht sich Stahlarbeiter Chris Rücker. Waffenlieferungen an die Ukraine sieht er skeptisch: „Ich habe die Befürchtung, dass der Krieg weiter eskaliert. Was ist denn, wenn der Putin mal richtig ausflippt?“

„Mit Waffen werden wir nicht den Frieden schaffen“, geht Viktoriia Prytuliak, die selbst aus der Ukraine stammt, dazwischen. „Aber mit Waffen werden wir die Friedensverhandlungen in Gang setzen.“

Olaf Scholz springt ihr bei – die Ukraine müsse sich verteidigen können. Einen Diktatfrieden – also dass Russland einen Waffenstillstand nur anbietet, wenn es sich im Gegenzug Teile der Ukraine einverleibt, könne es nicht geben. „Unsere Hilfe soll dazu beitragen, dass die Ukraine sich so lange verteidigen kann, bis Putin einsieht, dass es keinen Sinn macht, immer weiter zu machen.“

Auch was die Dauer des Krieges angeht, zeigt er sich besorgt. Wenn das noch so weitergehe, seien am Ende nur noch mehr Menschen tot, noch mehr Dörfer, Städte und Orte zerstört. Deshalb müsse der Krieg schnell zu Ende gehen. Dafür brauche es aber eine Entscheidung aus Russland, „sich darauf einzulassen, zu einer Verständigung mit der Ukraine zu kommen.“ Scholz fordert, „dass die Waffen schweigen und dass Russland seine Truppen zurückzieht.“ Nur so sei es möglich, zu einer Lösung zu kommen. Bisher sei eine solche Entwicklung aber leider nicht zu erkennen.

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