Olaf Scholz stellt sich den Fragen von Bürgern bei "Am Tisch mit Olaf Scholz"

„Wir sparen, wo wir können, aber wir können keine Rücklagen bilden“

Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich am Montag den Fragen von Bürgern. Pinar Atalay wird die Sendung "An einem Tisch mit Olaf Scholz" moderieren.
Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich am Montag den Fragen von Bürgern. Pinar Atalay wird die Sendung "An einem Tisch mit Olaf Scholz" moderieren. (Foto: Archiv)
RTL

Steigende Preise, Angst vor einer Ausweitung des Krieges in der Ukraine, Sorge um unsere Energiesicherheit – das sind die Themen, die Deutschland bewegen. Olaf Scholz regiert seit einigen Monaten – und steht immer wieder in der Kritik.

Bei RTL Direkt stellt sich der Bundeskanzler den Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Stellvertretend für alle Bürger werden vier Gäste, moderiert von Pinar Atalay, Olaf Scholz ihre Anliegen, Ängste und Forderungen vortragen.

Wird der Kanzler ihnen ihre Sorgen nehmen können? Die Diskussion können Sie am Montag (16. Mai 2022) um 22.15 bei RTL sehen.

Alleinerziehende Mutter will mit Scholz über Geldsorgen und Bildungschancen sprechen

Romy ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Wegen einer Langzeiterkrankung ist die gelernte Lehrerin derzeit auf Hartz IV angewiesen. „Ich möchte gerne die Lobby der alleinerziehenden Eltern vertreten und die Gruppe der Großfamilien.“ Sie findet, diese Gruppe werde oft vergessen und nicht beachtet. „Wir gehen einfach unter, weil wir keine Fürsprecher haben. Des Weiteren geht es mir um die zunehmende Kinderarmut und gleiche Bildungschancen für Kinder.“

Sie selbst erlebt am eigenen Leib, wie sehr alles teurer wird. „Wir sparen, wo wir nur können, sondieren Angebote und gehen gesammelt und gezielt einkaufen. Am Ende des Monats bleibt nichts mehr übrig, das heißt: aktuell können wir leider keinerlei Rücklagen bilden oder sparen, das ist schlichtweg nicht möglich.“

Hochofen-Arbeiter Chris warnt vor Energie-Embargo: "Ohne Gas, keine Produktion"

Chris arbeitet als Schichtführer am Hochofen. Er verdient nach eigenen Angaben als Facharbeiter ganz gut, macht sich aber große Sorgen um die Zukunft in seiner Branche: „Die gesamte Stahlindustrie ist im Umbruch. Sollten wir auf ein Elektrostahlwerk umstellen, befürchte ich, dass die Kapazität nicht ausreichen wird. Dann stellt sich die Frage, ob es sich für den Konzern noch lohnt, in Eisenhüttenstadt zu produzieren?“

Er fürchtet außerdem weitere Auswirkungen von möglichen Energie-Embargos gegen Russland: „Unser Hochofen läuft mit Gas. Ohne Gas, keine Produktion. Wir beliefern die Auto- und die Bauindustrie mit unserem Stahl. Schon jetzt ist die Rede von Kurzarbeit. Das hätte zur Folge, dass die Menschen hier noch weniger Geld in der Tasche hätten. Da hängt also einiges dran“, sorgt sich der 56-Jährige.

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Ukrainerin Viktoriia kam mit 16 nach Deutschland - Wie geht es weiter, will sie von Scholz wissen

Viktoriia (32) ist als 16-Jährige von der Krim nach Deutschland gekommen, ihre Eltern sind noch immer in der Ukraine. Somit ist für die Projektleiterin das wichtigste Thema natürlich der Krieg in ihrer Heimat. „Ich habe Angst, dass sich der Krieg auf den Rest Europas ausweitet, es herrscht insgesamt überall eine große Unsicherheit.“ Sie spricht sich für die Lieferung von schweren Waffen aus. „Nur diese können Frieden schaffen, so paradox es klingen mag.“

Ihre Familie in der Ukraine lebe von Tag zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Verlust und Widerstand. Aber auch ihr Umfeld in Deutschland mache sich große Sorgen. „Menschen, die ihr ganzes Leben im Frieden verbracht haben, wissen, dass es Krieg in Europa gibt, und sie fragen sich: Wie handelt Deutschland?“ Ob ihr Olaf Scholz darauf am Montag eine zufriedenstellende Antwort geben kann?

Versicherungsmakler Philipp wünscht sich weniger Bürokratie - Geht das, Herr Scholz?

Der vierte Gast am Tisch ist der 51-jährige Philipp. Er sorgt sich um die Mittelschicht: „Um die Mittelschicht mache ich mir Sorgen, weil sie zu sehr gemolken wird, da bleibt wenig über. Wenn man eine Familie hat, in der beide Elternteile gut verdienen, können sie sich trotzdem kein Haus in Hamburg leisten. Das ist mal anders gewesen. Selbst in Osnabrück oder Oldenburg ist das schwierig.“ Dennoch ist er der Überzeugung, dass der Ansatz: „Gerade in Krisenzeiten muss der Staat alles regeln“ der falsche sei. Der Versicherungsmakler, der sich auch um Förderung von Start-ups kümmert, ist davon überzeugt: „Es ist ein guter Zeitpunkt, um mal darüber nachzudenken, was wir mit dem Oberbegriff „Reformstau“ in der Vergangenheit alles versäumt haben, was der Staat hätte längst regeln sollen.“

Ob ihm Olaf Scholz bei den Themen Entbürokratisierung und Förderung von jungen Unternehmen Vielversprechendes sagen kann?

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