Schock und Betroffenheit in HamburgKollegen der Toten nach Baustellen-Unfall: „Ich habe echt Angst jetzt“
Für vier Männer wird die Baustelle zur tödlichen Falle!
Nachdem ein Gerüst in der Hamburger Hafencity am Montagmorgen zusammenbricht, herrscht unter den Bauarbeiter-Kollegen am Überseequartier große Betroffenheit. Sie sagen: Es hätte jeden treffen können.
Unfall-Tragödie auf Baustelle in Hamburg: „Ich war vor Kurzem selbst noch auf dem Gerüst“
Das Baugerüst bricht kurz nach neun Uhr am Morgen in sich zusammen, es ist rund 30 Meter hoch. „Ich war dort vor Kurzem selbst noch drauf, da ging noch alles. Deswegen denke ich: ‘Gott sei Dank’. Ich habe meinen Eltern direkt Bescheid gesagt, dass es mir gut geht“, schildert Nico Grubesic der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er ist Bauarbeiter auf der Großbaustelle. „Es ist ein komisches Gefühl, ich habe echt Angst jetzt“, sagt er.
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Wie unübersichtlich und hektisch die Lage unmittelbar nach der tödlichen Tragödie ist, beschreibt sein Kollege Falko Baranowski. „Heute Morgen gab es Alarm und dann wusste erstmal keiner, was los ist“, sagt er der dpa. Und weiter: „Später haben wir erfahren, dass vier oder fünf Mann in die Tiefe gestürzt sind und einer überlebt hat.“ Die Feuerwehr spricht zunächst von fünf Toten, korrigiert die Opferzahl später auf drei. Inzwischen steht fest, dass vier Menschen tot sind. Der Schreck ist Baranwoski noch anzusehen. „Es ist schon erschütternd, aber es ist eine große Baustelle. Irgendeine Sicherheitsmaßnahme muss fehlgeschlagen haben“, vermutet er. Noch ist die Unfallursache unklar, die Polizei befragt noch am Vormittag Zeugen der Katastrophe.
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Bauarbeiter: „Es hätte jedem hier passieren können“
„Unsere Leute werden eigentlich regelmäßig belehrt“, führt Baranowski weiter aus. „Aber sowas kann immer passieren.“ Die beträchtliche Höhe der Gerüste sei gefährlich. „Es ist Schade um die Opfer. Die kommen nicht wieder“, sagt der Bauarbeiter.
Auch Manfred Lass, ein anderer Bauarbeiter, schildert die Momente kurz nach dem Unfall eindrücklich. „Die Sirenen haben geheult, dann sind wir alle rausgeholt worden. In zehn Minuten waren alle draußen.“ Zuerst denke er aber an die Toten und ihre Angehörigen. „Es hätte jedem hier passieren können“, sagt Lass der dpa.
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Auf RTL-Anfrage äußert sich auch der Baustellen-Betreiber Unibail-Rodamco-Westfield zur Tragödie. „Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Opfern und allen, die auf der Baustelle arbeiten“, heißt es in einer Mitteilung. Inzwischen sei die Baustelle vollständig evakuiert.
Wie es nun weitergeht, ist unklar. Fest steht: Eine rasche Rückkehr zur Normalität ist für die Bauarbeiter vor Ort wohl vorerst nicht möglich. (jak)
























