Schnee und Eis sorgen für Stürze und Knochenbrüche Kein einziges Bett mehr frei! Winter-Chaos versetzt Kliniken im Norden in Dauerstress

Vorsicht Rutschgefahr!
Der plötzliche Winterbruch macht dem Norden zu schaffen. Das Ergebnis: Zahlreiche Stürze! Das zeigt sich vor allem in den Notaufnahmen und Unfallchirurgien. Schon jetzt gibt es im Albertinen Krankenhaus Hamburg mehr Knochenbrüche als im vergangenen Januar. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist die Lage kritisch!
„Heute ist kein einziges Bett mehr frei”
Ausnahmesituation im Krankenhaus! 405 von 1.300 Patienten kommen in die Notaufnahme der Asklepios Harzklinik Goslar, weil sie gestürzt sind - und das innerhalb von nicht einmal zwei Wochen. Auch die 21-jährige Lara Bosse ist eine der Patienten. Die junge Frau ist ausgerutscht. „Seitdem habe ich sehr starke Schmerzen“, berichtet sie im RTL-Interview. „Auch schlafen war echt schwierig. Aufstehen geht wirklich sehr schwer.” Die 21-Jährige wird geröntgt - gebrochen ist zum Glück nichts. Entwarnung!
„Es hat uns schon ganz schön an die Grenze gebracht. Heute ist kein einziges Bett mehr frei”, berichtet Chefarzt Dr. Jürgen Kluth der Asklepios Harzklinik.
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Norddeutsche weniger winterfest
„Wir merken diesen Wintereinbruch und vor allem die Glätte und den Schneefall sehr deutlich im klinischen Alltag und im Tagesgeschäft, sodass wir einen Anstieg [von Knochenbrüchen, Anm. d. Red.] von 15 bis 20 Prozent zu verzeichnen haben”, sagt Dr. Orla Klatte. Besonders betroffen seien vor allem ältere Menschen, die beim Gehen ohnehin Probleme haben. „Der Norddeutsche im Allgemeinen ist natürlich jetzt nicht so wie in Süddeutschland mit diesen Witterungsverhältnissen vertraut”, erklärt Dr. Orla Klatte, Chefarzt der Unfallchirurgie des Albertinen Krankenhauses in Hamburg-Schnelsen. „Es kommt dann erfahrungsgemäß zu vermehrten Unfällen.“
Auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein berichtet über einen Anstieg an Prellungen, Knochenbrüchen und Platzwunden an seinen Standorten in Lübeck und Kiel.
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Diese Knochen leiden besonders
Während Fahrrad- und auch Motorradfahrer bei diesem Wetter laut Dr. Orla Klatte lieber ein anderes Verkehrsmittel wählen sollten, trifft der Wintereinbruch besonders Fußgänger: Bei ihnen komme es vor allem zu Verletzungen an der Hand, am Handgelenk oder durch Umknicken zu Verletzungen am Sprunggelenk. Auch die Knochen bleiben bei schweren Stürzen nicht verschont: Dann sind besonders Ellenbogen, die Hüfte oder auch der Schienbeinkopf direkt unter dem Knie betroffen.
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Der Winter bleibt
Für Freitag (9. Januar) erwarten Meteorologen sogar einen Sturm mit größeren Mengen Neuschnee und warnen weiter vor Glatteis. Somit heißt es: Lieber langsam oder ganz zu Hause bleiben, um einen Besuch in der Notaufnahme durch einen Sturz zu vermeiden. Auch Autofahrer sollten vorsichtig sein, da sich Straßenglätte stellenweise blitzartig bilden kann.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, wetter.de


































