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"Angriff auf unsere Kinder": Vermeintlich 12-Jähriger sexuell belästigt – "In deinem Alter hab ich das schon gemacht"

RTL Spezial: "Angriff auf unsere Kinder"

Vermeintlich 12-Jähriger sexuell belästigt: "In deinem Alter hab ich das schon gemacht"

Vermeintlich 12-Jähriger im Chat sexuell belästigt "Angriff auf unsere Kinder"

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Online-Missbrauch trifft auch Jungen

Paul ist 20 Jahre alt. Doch dank seines jungen Aussehens kann er sich im großen RTL-Experiment "Angriff auf unsere Kinder und was WIR dagegen machen können" als zwölfjähriger Junge ausgeben. Wie auch seine zwei Kolleginnen wird der Schauspieler schnell Ziel von sexuellen Angriffen: Per Chat wird er von einem männlichen User verbal belästigt. "In deinem Alter hab ich das schon gemacht", erklärt der User dem vermeintlich Minderjährigen. Wie Sie im Video sehen können, bleibt es nicht bei Worten.

"Angriff auf unsere Kinder": Über 500 übergriffige Kontaktanfragen in drei Tagen

Hanna (20), Lea (20) und Paul (20) sind alle erwachsen, sehen für ihr Alter aber sehr jung aus. Für unser Experiment stellen die drei Schauspieler sich den Schattenseiten des Internets: Innerhalb von nur drei Tagen erhalten sie als vermeintlich Zwölfjährige zusammen über 500 übergriffige, sexualisierte Kontaktanfragen.

User schickt vermeintlich Minderjährigem Penisbild

So unter anderem bei Randochat: Die App funktioniert wie eine Art Roulette, bei dem man anonym und ohne Account mit willkürlich ausgewählten Chat-Partnern schreibt. An Pauls Fall wird schnell klar, warum das gefährlich sein kann: Ein angeblich 20-Jähriger schreibt ihn an und fordert ihn zu gemeinsamen sexuellen Handlungen auf – obwohl Paul mehrfach betont, dass er erst zwölf ist. Schließlich schickt der User ihm ein Bild seines Penis, begeht also eindeutig eine Straftat.

Denn schon wer Erwachsenen unaufgefordert Bilder von Geschlechtsteilen zuschickt , macht sich laut Paragraf 184 des Strafgesetzbuches strafbar. Zeigt ein Foto jemanden unter 14 Jahren, ist der Straftatbestand der Verbreitung von Kinderpornografie erfüllt. Täter müssen mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren rechnen.

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Sexueller Missbrauch von Kindern

Bereits der Versuch, einen Sexualkontakt mit einem Kind herzustellen, ist strafbar. Auch wenn Beschuldigte erklären, die Kinder hätten eingewilligt: Eine solche Einwilligung wäre rechtlich grundsätzlich unwirksam.

Das Gesetz stellt auch sexuelle Handlungen ohne direkten Körper- oder Hautkontakt unter Strafe. Etwa, wenn jemand vor einem Kind an sich oder anderen derartige Handlungen vornimmt. "Vor einem Kind" bezieht sich dabei nicht auf die räumliche Nähe, sondern schließt auch sexuelle Handlungen ein, die Kinder zu Beispiel über einen Videostream ansehen.