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Amoklauf in Texas: Joe Biden will schärfere Waffengesetze – Eltern "werden ihr Kind nie wieder sehen"

Schärfere Waffengesetze nach Amoklauf in Texas gefordert

Joe Biden: Eltern "werden ihr Kind nie wieder sehen"

18-Jähriger erschießt mindestens 19 Kinder Amoklauf an Schule in Texas

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Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde (Texas) hat sich US-Präsident Joe Binden erschüttert gezeigt. Er kündigte an, infolge des Schusswaffenangriffs das Verbot von Angriffswaffen und "Waffengesetze mit gesundem Menschenverstand" wieder einzuführen. Ein 18-Jähriger hatte am Dienstagnachmittag an der Schule das Feuer eröffnet und mindestens 19 Kinder getötet .

Joe Biden verlor zwei Kinder

Unschuldige Zweit-, Dritt- und Viertklässler hätten in "einem weiteren Massaker" ihr Leben gelassen, erklärte ein sichtlich bewegter Biden in Washington. Ihre Eltern "werden ihr Kind nie wieder sehen, sie nie wieder ins Bett bringen und mit ihnen kuscheln können".

Biden war am Abend gerade erst von einer mehrtägigen Asien-Reise zurückgekehrt. "Ein Kind zu verlieren, ist, als wenn einem ein Stück der eigenen Seele entrissen wird", sagte der 79-Jährige im Weißen Haus. Er kennt diesen Schmerz: Biden verlor als junger Mann seine erste Ehefrau und seine kleine Tochter bei einem Autounfall. Später starb einer seiner erwachsenen Söhne an Krebs. Es sei, als ob man ersticke, erklärte er.

USA: Republikaner lehnen strengere Waffengesetze ab

Amoklauf Texas
Bei dem Amoklauf in Texas starben 19 Kinder.
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Press, IMAGO/San Antonio Express-News

"Als Nation müssen wir uns fragen: 'Wann in Gottes Namen bieten wir der Waffenlobby die Stirn?'“, sagte Joe Biden. Er ordnete umgehend an, angesichts der verheerenden Attacke bis einschließlich Samstag die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA auf halbmast zu setzen.

Der US-Präsident zeigt immer wieder mit dem Finger auf den US-Kongress, wenn es um strengere Waffengesetze geht. Viele Republikaner lehnen schärfere Regulierungen ab – die Waffenlobby ist in den USA sehr mächtig. Für weitreichende Gesetzesänderungen fehlen Bidens Demokraten die nötigen Stimmen im US-Senat. Amokläufe, auch an Schulen, kommen in den USA in trauriger Regelmäßigkeit vor.

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18-Jähriger schoss an Grundschule in Uvalde (Texas) um sich

Der Amoklauf in Uvalde ist eines der verheerendsten Schulmassaker in der US-Geschichte. Den Ermittlern zufolge betrat der 18-Jährige die Grundschule in der Kleinstadt und schoss um sich. Auch mindestens zwei Erwachsene wurden bei dem Vorfall getötet. Der Schütze wurde ersten Erkenntnissen nach von Sicherheitskräften getötet. Es war unklar, ob er zu den erwachsenen Todesopfern gezählt wurde. (dpa/rts/bst)