Im Ernstfall Leben rettenLehrer lernen Reanimation – für Schüler werden Crashkurse bald verpflichtend

Bald sollen schon Siebt- und Neuntklässler lernen, Leben zu retten. Am Montag (02.02.) wurden dafür erste Lehrer geschult - in Mülheim an der Ruhr. Mit dabei: die NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU).
So läuft die Fortbildung für Lehrer in NRW
An einem Gymnasium in Mülheim an der Ruhr sind ausnahmsweise am Montag (02.02.) Lehrer die Schüler und sogar NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) macht mit. Auf dem Stundenplan steht: Wiederbeleben. Für Bilal Okcu eine gute Sache. Er unterrichtet Bio und Sport und weiß, wie wichtig es ist, im Ernstfall Leben retten zu können. Neben dem 33-Jährigen hatten darin 150 Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen Nachhilfe von Schul-Sanitätern wie Maja Rebisz. Die Achtklässlerin fand es „cool“ auch mal die Gelegenheit zu haben, den Lehrern was beizubringen.
Crashkurs in Reanimation wird Pflicht
Ab dem 01. August läuft es wieder andersrum, denn dann unterrichten die Lehrer Herzdruckmassage und Co. Dafür werden sie vorher fit gemacht, denn ab dem neuen Schuljahr müssen sie das den Siebt- und Neuntklässlern in NRW beibringen. Ein Crashkurs von 90 Minuten wird Pflicht. Das hat NRW-Bildungsministerin Feller mit unter anderen Hilfsorganisationen und Ärztekammern ins Leben gerufen. Helfen sollen dabei auch Rettungspuppen zur Übung der Herz-Druck-Massage. Einige der Dummies sind von der NRW-Landesregierung gesponsert. Jede weiterführende, öffentliche Schule soll zehn Stück davon bekommen und muss zwei ausgebildete Lehrkräfte haben. Die nächsten Fortbildungen finden unter anderem in Bielefeld, Paderborn und Münster statt. Für Förder- und Privatschulen ist das freiwillig. Wenn Lehrer nicht teilnehmen können, gibt es Online-Videos.




