Kommen sie denn in den Bundestag?

Baerbock, Altmaier, Braun: Diese Politpromis verlieren ihr Direktmandat

Annalena Baerbock hat im Wahlkreis Potsdam um ihr Direktmandat gekämpft.
Annalena Baerbock hat im Wahlkreis Potsdam um ihr Direktmandat gekämpft.
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28. September 2021 - 10:55 Uhr

Wer schafft es in den Bundestag?

Wer zieht in den Bundestag ein? Gestern Abend wurde es nicht nur für die Parteien und deren Spitzenkandidaten spannend. Über die Erststimme kämpften viele Politikerinnen und Politiker auch um ein Direktmandat und den sofortigen Einzug in den Bundestag. Darunter gab es auch einige prominente Namen und sogar einige Duelle zwischen zwei Polit-Promis. Einige sind leer ausgegangen, verlieren ihr Direktmandat, in anderen Wahlkreisen hat es aber auch echte Überraschungen gegeben. Wer jetzt um den Einzug in den Bundestag bangen muss, lesen Sie hier.

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In Potsdam: Scholz vs. Baerbock

Olaf Scholz kann an diesem Wahlabend gleich zwei Siege einfahren: Nicht nur gewinnt seine Partei die Bundestagswahl vor Konkurrenten Union und den Grünen, auch er selbst kann einen persönlichen Sieg einfahren. Im Wahlkreis 61 "Potsdam – Potsdam-Mittelmarkt II – Teltow-Fläming II" kam es nämlich zu einem direkten Duell zweier Kanzlerkandidaten. Aus dem Scholz gegen Konkurrentin Annalena Baerbock von den Grünen siegreich hervorgeht. Scholz kam nach Auszählung auf 34 Prozent der Stimmen, Baerbock nur auf knapp 19 Prozent.

Schafft es Baerbock jetzt also nicht in den Bundestag?
Baerbock hat noch eine zweite Chance: Sie steht auf der Landesliste der Grünen in Brandenburg auf Platz eins und wird somit in den Bundestag einziehen.

Pannen überschatten Wahltag: SPD gewinnt auch Berlin-Wahl

Wahlkreis Saarlouis: Das Duell der Minister

Peter Altmeier
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verliert das Duell mit Außenminister Heiko Maas.
© deutsche presse agentur

Im Wahlkreis Saarlouis kam es beim Kampf um die Direktmandate auch zu einer besonderen Konstellation unter prominenter Besetzung: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) konnte dabei das Duell gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für sich gewinnen. Maas kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 36,7 Prozent der Stimmen, Altmaier auf 28,0. Bundesweit war es übrigens das einzige Duell zweier Bundesminister. Die beiden kannten diese Duellsituation aber schon: Schon 2017 sind die beiden Minister gegeneinander um das Direktmandat angetreten. Damals ging Altmaier als Sieger hervor.

Aber: Damals wie heute: Beide Politiker werden in den Bundestag einziehen, Maas über das Direktmandat, Altmaier über die Landesliste, bei der er auf Platz zwei steht.

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Diese Abgeordnete verlieren Direktmandat

Auch andere prominente Politiker mussten gestern Abend den Kürzeren ziehen.

  • Kanzleramtschef Helge Braun verliert gegen seinen SPD-Konkurrenten in Hessen
  • Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner verliert ebenfalls gegen den Konkurrenten der SPD
  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verliert in Saarbrücken gegen den SPD-Kandidaten
  • Bundesumweltministerin Svenja Schulze verliert in Münster das Direktmandat gegen die Grünen
  • Philip Amthor verliert in seinem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern gegen die SPD und die AfD

Zweite Chance Landesliste: Eine zweite Chance bekommen sie aber über die Landesliste, bei denen die prominenten Politiker auf Platz eins oder zwei zu finden sind. Nur bei Klöckner ist es noch unklar, ob ihre Partei es über die Landesliste schafft. Bei den letzten Wahlen kam die Landesliste nämlich nicht zum Einsatz.

Thüringen: Maaßen verliert gegen Olympiasieger

Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU)
Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen wird nicht in den Bundestag einziehen.
© deutsche presse agentur

Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU) ist mit seiner Kandidatur für ein Direktmandat im Bundestag deutlich gescheitert. Der umstrittene CDU-Politiker kam nach Auszählung aller Stimmen im Südthüringer Wahlkreis 196 auf 22,3 Prozent der Erststimmen, sein SPD-Kontrahent, der Olympiasieger und Ex-Biathlon-Bundestrainer, Frank Ullrich, holte das Direktmandat mit 33,6 Prozent der Erststimmen.

Keine zweite Chance für Maaßen: Da Maaßen nicht auf der CDU-Landesliste vertreten war, wird Maaßen somit nicht in den Bundestag einziehen. (dpa/khe)

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